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Fotografie Kodak steht vor der Insolvenz

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1997 erzielte die Aktie zuletzt ihr Allzeithoch

Der Kodak-Chef Antonio Perez versucht seit 2005 das Unternehmen in das neue digitale Zeitalter zu führen - bisher erfolglos. Quelle: REUTERS

Das Unternehmen Eastman Kodak schreibt seit 2008 rote Zahlen. Einst erfand das US-Unternehmen die erste digitale Fotokamera. Das war 1975. Dem Unternehmenschef Antonio Perez, der seit 2005 Kodak leitet, ist es dennoch nicht geglückt, das Unternehmen für das digitale Zeitalter fit zu machen.

Perez hat die Konzentration auf Druckerprodukte gesucht. Doch diese sind nach Meinungen von Experten zu teuer, als dass die geringen Patronenkosten - im Vergleich zur Konkurrenz - ausreichende Kunden anlocken könnten.

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    Die Kodak-Chronik

    Der Bedarf an liquiden Mitteln ist groß. Die Bargeldreserven waren laut drittem Quartalsbericht 2011 innerhalb von drei Monaten um zehn Prozent zurückgegangen. Kurz vor Weihnachten hatten mehrere Hedge-Fonds mitgeteilt, Kodak unter die Arme greifen zu wollen. Zunächst war von 900 Millionen Dollar die Rede, später schrumpfte die geplante Investition auf 600 bis 700 Millionen Dollar.

    Um die Geldnot zu lindern, beabsichtigt das Unternehmen, seit Mitte 2011, sein Tafelsilber zu verkaufen: lukrative Patente im Bereich der digitalen Fotografie.

    Tafelsilber im Wert von drei Milliarden Dollar

    Diese könnten nach Expertenmeinungen etwa drei Milliarden Dollar einbringen – das Unternehmen ist dagegen mit knapp 575 Millionen Dollar nur ein Sechstel dessen wert. Apple und Google, Microsoft und Samsung Electronics sollen bereits Interesse an den 1100 Patenten angemeldet haben.

    Sollte Kodak allerdings Pleite gehen, dann droht dem potenziellen Patentkäufer Ärger mit den Gläubigern. Und Insolvenzgerüchte gab es in letzter Zeit zuhauf.  Kodak selbst ließ bei der Verkündung der Quartalszahlen im November 2011 wissen, dass die nächsten zwölf Monate entscheidend für die eigene Existenz sein dürften. Für das dritte Quartal hatte Kodak einen Verlust von 222 Millionen Dollar (171 Millionen Euro) ausgewiesen. Der neunte Quartalsverlust innerhalb von drei Jahren.

    Schließlich berichtet das Wall Street Journal, Kodak können in den ersten Monaten 2012 zu einem Insolvenzantrag gezwungen sein, sollte es dem Unternehmen nicht gelingen, den Patentverkauf rasch abzuschließen oder andere Finanzierungsquellen zu erschließen.

    Einst wurde Kodak an der Börse mit 30 Milliarden Euro bewertet. Das war in den Neunziger Jahren des vorherigen Jahrhunderts. Damals erfüllte das Unternehmen die Mindestanforderungen der Wall Street spielend: 1997 erreichte die Kodak-Aktie mit 94,25 Dollar ihr Allzeithoch.

    (mit Material von dpa, ap)

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