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Frans van Houten "Wir lösen Probleme, die sonst keiner löst"

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Keine Angst vor Wettbewerbern

Das sind die neuen Super-Lampen
Philips: HueDie Niederländer machen Licht zum Lifestyle-Produkt: Ihre LED-Lampen sind funkvernetzt und lassen sich zu Hause oder aus dem Netz per Handy in Farbe und Helligkeit steuern. Freie Entwickler bieten online Zusatz-Apps an, mit denen die Lampen zur Lichtorgel oder zum Wecker mutieren. Preis: Set 200, einzeln 60 Euro Quelle: Presse
Toshiba: E-Core LED FloodlightModerne Halogenmetalldampflampen für die Außenbeleuchtung sind zwar ähnlich effizient wie LED-Strahler. Dafür liefern Modelle wie dieses von Toshiba sofort nach dem Einschalten volle Helligkeit, und sie haben eine bis zu doppelt so lange Lebensdauer. Preis: noch offen Quelle: Presse
Samsung: LED-BirneTrotz nur gut elf Watt Leistungsaufnahme liefern diese Leuchten eine Lichtausbeute, die der herkömmlicher 60-Watt-Glühbirnen entspricht – bei etwa 40-facher Lebensdauer. Mit dem etablierten E27-Sockel passen diese „Retrofit“ genannten Lampen in herkömmliche Schraubgewinde. Preis: rund 20 Euro Quelle: Presse
Lumixon: Alu Line LEDObwohl in Bauform und Helligkeit einer 50-Watt-Halogen-Hochvolt-Lampe vergleichbar, hat der LED-Strahler mit E14-Gewinde nur eine Leistungsaufnahme von knapp vier Watt. Das stark fokussierte LED-Licht wird durch eine Milchglasscheibe gestreut. Preis: rund 13 Euro Quelle: Presse
Osram: SpotlightOptimales Kunstlicht für die Kunst im Münchner Lenbachhaus – mit dieser Vorgabe hat Osram diesen dimmbaren Deckenstrahler entwickelt, der rund 100 Lichtfarben zwischen Warm- und Kaltweiß erzeugt und so Kunstwerke im Tagesverlauf optimal beleuchtet. Preis: Projektgeschäft Quelle: Presse
LG: LED-RöhreLED-Retrofits gibt es nicht nur für Schraubgewinde, sondern auch für Leuchtstoffröhen. Und obwohl schon die wesentlich effzienter sind als Glühlampen, arbeiten die mit warm- oder kaltweißem Licht erhältlichen Licht-Chips nochmals um bis zu 50 Prozent sparsamer. Preis: 70–80 Euro, nach Stärke Quelle: Presse

Was wollen Sie etwa in der wettbewerbsintensiven Medizin- oder der Lichttechnik reißen, wo Philips gegen Konsumgiganten wie Samsung kämpfen muss?

Wir haben keine Angst vor Wettbewerbern. Wir als europäisches Unternehmen werden kaum die billigsten Anbieter in der Welt sein können. Weil die wachsende Konkurrenz aus Fernost über den Preis angreift, müssen wir einen echten Mehrwert für unsere Kunden schaffen, der die Leistung der Wettbewerber spürbar übertrifft.

Das sagt jedes Unternehmen.

Aber wir haben einen anderen Ansatz als die Konkurrenten in Fernost. Unsere wichtigste Frage ist: Wo gibt es Bedürfnisse, die kein anderer erfüllt, oder Probleme, die sonst keiner löst?

Philips sieht sich also als Beglücker der Menschheit?

Anders als Konsumelektronikhersteller setzen wir bei den vielen großen Problemen der Menschheit an. Weil die Bevölkerung altert, leiden immer mehr Menschen unter chronischen Herz-Kreislauf-Problemen, Lungenerkrankungen, Alzheimer oder Diabetes. Gleichzeitig steigen die Kosten, und nicht jeder hat Zugang zu Behandlungen. Das ist nicht nur ein großes Problem, sondern auch ein lukrativer Markt, in dem Philips mit Innovation helfen und an dem der Konzern partizipieren kann. Noch sind 90 Prozent der Gesundheitsausgaben Arbeitskosten und Medikamente, Technologie spielt fast keine Rolle. Dabei ist sie ist der einzige Weg, um ohne weitere Kostensteigerungen das Leben all der chronisch Kranken zu erleichtern.

Kursverlauf der Philips-Aktie

Und was hat Philips hier zu bieten?

Wir entwickeln zum Beispiel Technik, die nach Mustern möglicher Erkrankungen sucht oder mithilfe von Befunden anderer Kranker gezielt Vorboten für Gefahren und Notfälle entdeckt.

Müssten Sie statt mehr High Tech nicht eher preiswerte und robuste Produkte für arme Länder und Schwellenländer bauen?

Das ist sicher ein wichtiges Feld. Aber High-Tech-Lösungen sind nötig, um etwa in Afrika die hohe Kindersterblichkeit zu senken. Das ist für uns ein gutes Geschäft. Es bringt beispielsweise wenig, alte Ultraschallgeräte in Afrika zu verteilen, wenn die Daten am Ende nicht richtig ausgewertet werden, weil gut ausgebildete Ärzte fehlen. Unser Ansatz ist daher, stattdessen günstige neue Geräte zu nutzen, die ihre Daten über Telefon und Internet an Spezialisten etwa in den Städten übermitteln. Die Fachärzte dort stellen anschließend eine deutlich fundiertere und für die Schwestern vor Ort umsetzbare Diagnose und vergeuden ihre Zeit nicht mit Reisen.

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