WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Führungswechsel Obermann will näher ans operative Geschäft

Mehr Zeit für Kunden, für Mitarbeiter und die Entwicklung neuer Produkte - so begründet Telekom-Chef René Obermann seinen Rücktritt am Donnerstag. Beim Telefon-Konzern will er nicht bleiben.

Der Noch-Chef der Deutschen Telekom AG, Rene Obermann und sein Nachfolger, derzeit im Finanzvorstand Timotheus Höttges. Quelle: dapd

Telekom-Chef René Obermann hat seinen überraschenden Rücktritt zum Jahresende 2013 mit der Sehnsucht nach der klassischen Arbeit eines Unternehmers begründet. "Ich möchte wieder näher ans operative Geschäft, als das für den Vorstandsvorsitzenden eines großen Konzerns möglich ist", zitierte ihn die "Bild"-Zeitung in ihrer Freitagsausgabe. "Mehr Zeit für Kunden, für Mitarbeiter und für die Entwicklung von Produkten, das ist mein Wunsch ab 2014." Bei der Telekom werde er nach der Aufgabe des Chefpostens nicht bleiben.

Für 2013 habe er sich bei dem Bonner Konzern noch viel vorgenommen, erklärte Obermann. Mit seinem Nachfolger Timotheus Höttges setze die Telekom auf Kontinuität. "Die Strategie wird von Tim Höttges mitgetragen."Die Telekom hatte den Führungswechsel am Donnerstag verkündet.

Der Wunsch nach mehr Privatleben habe seine Entscheidung zum Rückzug von der Konzernspitze nicht beeinflusst. "Ich arbeite gerne und viel. Das werde ich mir nicht abgewöhnen", erklärte Obermann. Der 49 Jahre alte Manager ist mit der Fernsehmoderatorin Maybrit Illner verheiratet.

Für die Telekom bedeutet der Führungswechsel das Ende einer Ära. Er kommt in einer bewegten Zeit für den Telefon-Konzern. Im Oktober hatte Obermann publik gemacht, er wolle die kriselnde US-Tochter mit einer Fusion wieder flott machen. Gleichzeitig will die Telekom in Deutschland in den nächsten Jahren für Milliarden ein superschnelles Datennetz bauen - die Dividende für die nächsten Jahre wurde deshalb bereits gekürzt.

Der designierte Nachfolger Obermanns, Timotheus Höttges, will dem Konzern dennoch keinen radikalen Kurswechsel verordnen. Er werde die Strategie des derzeitigen Vorstandschefs weiterführen, wenn er Anfang 2014 die Leistung des Konzerns übernehme, hieß es am Donnerstag. "Ich habe noch viele Themen vor, die das Unternehmen nach vorne bringen sollen."

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%