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Gadgets Google will Super-Smartphone bauen

12,5 Milliarden Dollar hat Google für den schwächelnden Handy-Pionier Motorola bezahlt - offiziell, um sein Betriebssystem Android mit dessen Patentarsenal vor Klagen zu schützen. Jetzt arbeitet Motorola auch an einem Smartphone, das die Rivalen das Fürchten lehren soll.

Was die neuen Smartphones bieten
Samsung hat auf der IFA das Galaxy Note 2 vorgestellt. Der Nachfolger des Galaxy Note der ersten Generation läuft bereits mit Android 4.1alias Jelly Bean, hat einen schnelleren Prozessor, ein größeres Display und eine verbesserte Stiftbedienung erhalten. Das Display mit Super-Amoled-Touchscreen misst jetzt 5,55 Zoll in der Diagonalen. Beim Vorgänger waren es noch 5,3 Zoll.  Quelle: dapd
Vor allem die Stiftbedienung will Samsung bei dem Galaxy Note 2 verbessert haben. Der erweiterte S Pen soll präziser sein und arbeitet druckempfindlich. Es handelt sich dabei um einen Digitizer-Stift von Wacom. Ab einer Entfernung von 14 mm vom Display kann er zur Bedienung verwendet werden. Auch sonst denkt der Stift jetzt mit: Wird es aus seinem Schacht gezogen, startet automatisch die passende Stiftanwendung. Das Galaxy Note 2 soll im Oktober auf den Markt kommen. Samsung selbst nannte keinen Preis, der Vorgänger kostete 700 Euro ohne Vertrag. Wie das Portal golem.de berichtet, soll ein Preisschild auf dem Vodafone-Messestand einen Preis von 640 Euro ohne Vertrag zeigen. Quelle: dpa
Doch das Galaxy Note 2 ist nicht die einzige Smartphone-Neuheit von Samsung auf der diesjährigen IFA. Die Koreaner haben auch das Ativ S vorgestellt, das erste Samsung-Smartphone mit dem Betriebssystem Windows Phone 8. Das ist Fakt, ansonsten ist noch relativ wenig über das Ativ S bekannt. Das Gerät soll über einen nicht näher benannten Dual-Core-Prozessor mit 1,5 GHz und 1 Gigabyte RAM verfügen. Es ist mit einem 4,8 Zoll großen HS-Super-Amoled-Display ausgestattet, die Auflösung sollte dem Namen nach bei 1.280 x 720 Pixel liegen. Quelle: rtr
Soviel ist klar: An der Windows Phone 8-typischen Kachel-Optik wird sich nichts ändern. Das Bild zeigt auch eine 1,9-Megapixel-Kamera an der Vorderseite zur Video-Telefonie, hinten gibt es eine 8-Megapixel-Kamera. Laut eigenen Angaben will Samsung das Ativ S in zwei Varianten anbieten, mit 16 und 32 Gigabyte Flash-Speicher. Zudem gibt es einen Steckplatz für MicroSD-Karten. Preise und ein Datum für den Marktstart nennt Samsung noch nicht. Quelle: Presse
Mit dem Desire X nimmt HTC ein weiteres Mittelklasse-Smartphone in sein Programm auf. In dem Android-Gerät (Version 4.0) arbeitet ein 1 GHz schneller Dualcore-Prozessor. Im Gegensatz zu vielen anderen Smartphones ist der Akku austauschbar. Die große Stärke des Desire X liegt laut HTC in seiner 5-Megapixel-Kamera. Von der reinen Auflösung her bieten andere Hersteller mehr. Aber das Desire X soll auch noch bei schlechten Lichtbedingungen gute Aufnahmen machen. Zudem bietet der von HTC eigens entwickelte Bildsensor gleichzeitig Fotos und Videos aufnehmen können. Wie dann deren Qualität ausfällt, kann jeder Kunde bald selbst ausprobieren: Das Desire X soll noch im September für 299 Euro in den Handel kommen. Quelle: Presse
Das Huawei Ascend D1 Quad XL ist eigentlich ein alter Bekannter. Das Android-Smartphone wurde bereits auf dem Mobile World Congress im Februar 2012 gezeigt, aber seitdem war davon nicht mehr viel zu hören. Nun will Huawei das Smartphone Ende Oktober 2012 in Deutschland anbieten. Ohne Vertrag wird das neue Topmodell 500 Euro kosten. Wer bereits auf der IFA einen Blick auf das Ascend D1 werfen will: Huawei hat seinen Auftritt in Halle 9, Stand 314. Quelle: Presse
Auch LG zeigt zwei neue Smartphones an seinem Stand. Nummer eins ist das Optimus L9, dessen Erscheinungsbild sich an die Vorgänger L5 und L7 anlehnt. Im Gehäuse arbeitet ein 1,0 GHz starker Dual-Core-Prozessor, dem 1,0 Gigabyte Arbeitsspeicher zur Seite stehen. Der interne Speicher ist mit 4 Gigabyte etwas knapp bemessen, lässt sich aber mit MicroSD-Karten erweitern. Das Highlight des L9 soll der „QTranslator“ sein. Das Programm übersetzt 44 Sprachen von einem Foto in die jeweilige Sprache des Nutzers. Erscheinungstermin und Preis gab LG noch nicht bekannt. Quelle: Presse

Google entwickelt bei seiner neuen Tochter Motorola laut einem Zeitungsbericht ein Super-Smartphone. Es soll die neuesten Modelle von Apples iPhone und Samsungs Galaxy-Reihe in den Schatten stellen. Das Projekt „X phone“ stoße jedoch auf diverse Probleme, schrieb das „Wall Street Journal“ am Wochenende.

Die Idee war von Anfang an, das Gerät mit den bestmöglichen Technologien auszustatten. So sollte die Kamera zum Beispiel eine bessere Farbsättigung und eine Software für Panorama-Aufnahmen bekommen. Allerdings sei festgestellt worden, dass einige Funktionen einen zu hohen Stromverbrauch hätten oder bereits von den Konkurrenten umgesetzt worden seien, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Außerdem sei Motorola auf Probleme gestoßen als versucht worden sei, biegsame Bildschirme und Keramik als Gehäuse-Material auszuprobieren. Es handele sich nach Darstellung von Beteiligten aber um normale Schwierigkeiten bei der Entwicklung neuer Geräte.

So machen Sie Ihr Smartphone winterfest
Wie lange hält ein Gerät durch?Smartphones und andere Geräte haben einen Temperaturbereich, in dem sie laut Hersteller verwendet oder aufbewahrt werden sollten. Apple gibt etwa an, seine iPhones, iPads oder iPods sollten zwischen 0 und 35 Grad verwendet und zwischen -20 und 45 Grad gelagert werden. Doch Vorsicht bei Minusgraden: Bei niedrigeren Temperaturen geht das Gerät zwar nicht sofort kaputt, arbeitet aber eventuell vorübergehend nicht mehr korrekt. Quelle: REUTERS
AkkulaufzeitDie Garantie, die Hersteller aussprechen, bezieht sich meist auf die Funktionstauglichkeit, nicht auf deren Dauer. Und gerade bei kalten Temperaturen, sinkt die Akkulaufzeit erheblich. Wer im Winter das Smartphone im Auto liegen lässt, muss also damit rechnen, dass das Telefon nicht mehr zu benutzen ist. Quelle: dpa
TemperaturwechselPlötzliche Temperaturwechsel schaden Smartphones. Brillenträger kennen das: Wer von einem kalten Winterspaziergang wieder ins Warme kommt, erlebt, wie sich die Brillengläser mit Kondenzwasser beschlagen. Das gleiche passiert innerhalb des Smartphone-Gehäuses. So kann es zu Schäden in der Elektronik durch Feuchtigkeit kommen. Da sich die modernen Geräte kaum noch auseinanderbauen und trocknen lassen, wird meist eine teure Reparatur fällig, die schnell über 100 Euro kosten kann. Quelle: dpa
Im SchneegestöberNicht nur Kondenzwasser ist eine Gefahr für die Elektronik. Wer sich dem Schneegestöber bei einer Schlitten- oder Skifahrt hingibt, riskiert, dass die Handy-Elektronik mit Display und Co. Schaden nimmt oder gar zu Bruch geht. Wer das Handy also nicht um jeden Preis benötigt, sollte es bei Freizeitspaß im Schnee einfach zu Hause lassen - oder es eben nur bei Bedarf einschalten. Quelle: dpa
Warm haltenIst das Handy doch dabei, gilt es ein paar Regeln zu beachten. Wichtig ist es, das gerät nicht längerer Zeit ungeschützt Minusgraden auszusetzen. Am besten ist es, man trägt das Gerät in der Innentasche einer Jacke, möglichst nah am Körper. Wer das Handy lieber in einer Tasche oder im Rucksack mit sich herumträgt, sollte es extra warm einpacken. Quelle: picture-alliance/ dpaPICTURE-ALLIANCE / DPA
TrocknenKommt es doch zu Kondenswasserbildung, sollten die Besitzer versuchen, ihre Handys zu trocken. Dazu wird (sofern möglich) der Akku entfernt und das Gerät anschließend mit geöffnetem Batteriefach der warmen Zimmerluft ausgesetzt. Keinesfalls darf das Gerät in Backöfen, auf Heizungen oder mit einem Fön erhitzt werden, da dies zu weiteren Schäden führen kann. Handys mit fest verbautem Akku -wie das iPhone - sind allerdings schwer selbst zutrocknen, da sie nicht zuöffnen sind. Da hilft oft nur der Reparaturservice. Quelle: dpa
Mäntelchen fürs HandyPassende Taschen und Hüllen Schützen nicht nur vor Kälte und Nässe. Sie verringern auch die Gefahr von Bruchschäden bei Ski- oder Schlittentouren. Für Outdoorfreunde lohnt es sich also, hier ein wenig Geld für Zubehör auszugeben. Quelle: dpa

Das Projekt genießt Rückendeckung von ganz oben. Google-Chef Larry Page habe das Motorola-Team ermutigt, „groß zu denken“, hieß es. Nach dem Smartphone solle auch ein „X tablet“ entwickelt werden. Außerdem werde bei Motorola auch an einfacheren Smartphones gearbeitet.

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Google hatte 12,5 Milliarden Dollar für Motorola bezahlt. Als vorrangiges Ziel wurde genannt, das Google-Betriebssystem Android vor Patentklagen der Konkurrenz zu schützen - der seit Jahren schwächelnde Handy-Pionier hat ein riesiges Arsenal an Schutzrechten. Allerdings ging diese Strategie nur teilweise auf: Weil ein großer Teil der Patente zum Grundstock von Standards gehört, riefen Motorola-Klagen Regulierer auf den Plan, die dem Verdacht eines Missbrauchs der Marktposition nachgehen. Google fuhr die Klagen mit Standard-Patenten inzwischen zurück.

Ein eigenes Super-Smartphone aus dem Hause Google könnte das Verhältnis zum wichtigsten Android-Partner Samsung belasten. Die Südkoreaner sind die klare Nummer eins bei Computer-Handys und Google sollte sie allerdings schon deshalb nicht verärgern. Schon seit einiger Zeit wird spekuliert, Samsung könnte auf Basis seiner Marktmacht auf ein eigenes Betriebssystem oder eine von der Google-Welt abgekoppelte Android-Variante setzen.

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