Gemeinsamer Support mit IBM Apple greift nach den Firmenkunden

Apple hat ein umfangreiches Support-Programm für Firmenkunden vorgestellt. Die Services gelten als Vorbote für eine engere Zusammenarbeit mit IBM – und sind eine kluge Geschäftsstrategie.

AppleCare: Apple und IBM arbeiten bei Service zusammen Quelle: Screenshot

Wer in seinem Unternehmen auf die Computer von Apple setzt, musste bislang die Geräte von externen Firmen betreuen lassen. Im Rahmen einer Partnerschaft mit IBM verkauft Apple jetzt auch Service-Dienstleistungen an Firmen. Der IT-Riese verspricht seinen Kunden Geräte-Reparaturen vor Ort, technischen Support und den schnellen Austausch defekter Hardware.

Im Juli hatte Apple-Chef Tim Cook angekündigt, künftig mit IBM zusammenarbeiten zu wollen. Dieser Partnerschaft entspringt nun auch "AppleCare for Enterprises" – bislang waren unter dem Namen AppleCare nur Services wie Garantieverlängerungen erhältlich.

Bei den neuen Unternehmens-Dienstleistungen bietet Apple laut der Ankündigung auf der Homepage unter anderem Rund-um-die-Uhr-Support, der in dringenden Fällen auch innerhalb von einer Stunde reagieren soll.

Ein persönlicher AppleCare-Account-Manager soll monatliche Aktivitätsberichte vorlegen. Defekte Hardware soll über einen Zeitraum von bis zu drei Jahren vor Ort repariert werden. Hierzu greift Apple auf den Bündnispartner IBM zurück, dessen "Global Technology Service" die Reparatur übernehmen soll.

Die besten Funktionen des neuen iOS 8
Probleme beim UpdateAuch beim Update, das gestern Abend freigeschaltet wurde, gab es wieder Probleme. Offenbar waren die Server des Unternehmens überlastet, so dass das Update erst mit großer Verzögerung angekündigt wurde. Das Update selbst dauerte dann mehrere Stunden anstatt nur weniger Minuten. Quelle: Reuters
Health Die neue Fitness App beinhaltet Kategorien wie "Diagnostics", "Fitness" oder "Vitals". Health überwacht Gesundheitsdaten wie die Herzfrequenz, das Gewicht, den Schlaf und die Fitness aus Fremdanwendungen und -geräten. Diese Daten können außerdem mit einem Arzt geteilt werden.
SiriApple's Sprachassistent Siri bekommt mit iOS 8 gleich eine ganze Reihe neuer Funktionen. So können Nutzer, die ihr iPhone im Auto anschließen, Siri automatisch per Sprachsteuerung wecken, ohne das Telefon zu berühren. Ein einfaches "Hey Siri" genügt. Außerdem können sie in Zukunft Siri bitten, mithilfe der Shazam App Lieder zu identifizieren. Quelle: dapd
iCloud Photo LibraryEine weitere Neuerung ist die Online-Festplatte iCloud Photo Library. Sie ermöglicht es dem Nutzer, Fotos und Videos auf allen Apple-Geräten abrufen zu können. Die neue Photo Library beinhaltet außerdem ein neues Verwaltungsfeature. So kann der Smartphonebesitzer in Zukunft zur selben Zeit mehrere Effekte zu seinen Fotos hinzufügen: Licht, Kontrast und Farbeffekt. Über die iCloud Fotomediathek werden sämtliche Anpassungen der Fotos gleich automatisch auf allen anderen Geräten eines Nutzers ebenfalls aktualisiert. Quelle: Screenshot Apple
HomeKitMit der Plattform HomeKit ermöglichen es Software-Entwickler den Nutzern, diverse Hausgeräte vom Smartphone aus zu steuern. Wenn der Nutzer zum Beispiel dem Apple-Assistenten Siri sagt, dass er ins Bett gehe, könnte das Haus automatisch die Türen verriegeln, die Garage verschließen und die Lichter dimmen. Quelle: AP
QuickTypeDie Touch-Tastatur in iOS 8 erhält das neue Feature QuickType. Hierbei schlägt das Betriebssystem vorausschauend Wörter vor, die der Anwender als nächstes tippen könnte. Dabei berücksichtigt QuickType auf intelligente Weise den Kontext - beispielsweise wer der Empfänger einer Nachricht ist und in welcher App der Nutzer gerade schreibt. Auf Basis des Nutzerverhaltens schlägt QuickType dem Nutzer dann seine Lieblingsphrasen vor, sodass sich ganze Sätze mit wenigen Fingertipps schreiben lassen.
Interaktive BenachrichtigungenIn Zukunft können Anrufe auf das Handy auch auf dem Mac entgegengenommen werden. Dafür sorgen die interaktiven Benachrichtigungen. Außerdem können Nutzer auf Textnachrichten, Facebook-Posts oder What's App Mitteilungen antworten, ohne die App zu verlassen, die sie gerade nutzen.

Außerdem sollen Firmenkunden bis zu zehn Prozent der von dem Service-Programm abgedeckten iPhones und iPads austauschen können, wenn sie etwa von Mitarbeitern unabsichtlich beschädigt wurden. Apple verspricht, dass der Austausch gewöhnlich schon am nächsten Werktag erfolge. Preise für die Dienstleistung nennen Apple und IBM nicht, da sich die Kosten für Pakete und Optionen an der individuellen Zusammenstellung orientieren. Einen Kostenvoranschlag nennen die IT-Unternehmen auf Anfrage.

Nur in wenigen Ländern verfügbar

Ob der Service für ein Unternehmen in Frage kommt, hängt aber auch vom Standort ab. In Europa, Nordamerika und Asien sind bislang nur wenige Länder verfügbar. Zu den europäischen Ländern gehören neben Deutschland auch Großbritannien, Italien und Frankreich. Auch in Asien und dem Pazifik beschränkt sich Apple mit Australien, China und Japan auf wenige Länder.

Die gemeinsamen Services mit IBM gelten als Vorbote einer tiefergreifenden Zusammenarbeit. Noch in diesem Monat sollen die ersten Apps von IBM für die Apple-Systeme erscheinen. Diese sollen dann die Bereiche Bankwesen, Einzelhandel, Logistik, Tourismus, Versicherungen und Verwaltung abdecken – also Firmenkunden auch bei der Software an das Duo Apple/IBM binden.

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