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Genügt das im Wettkampf mit Apple und Huawei? Samsung präsentiert das faltbare 2000-Dollar-Handy

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Alle Modelle eint ein happiger Preis

Nahezu alles über die Galaxy S10 Reihe war schon vor der Premiere am Mittwochabend deutscher Zeit durchgesickert. Wobei eine Samsung-Sprecherin dementierte, dass man die zahlreichen Details und Produktfotos selber lanciert hätte. Tatsache ist, dass Samsung damit mehrere Wochen in den Schlagzeilen war und die Kunde neuer Galaxy Smartphones bis in den letzten Winkel der Welt vorgedrungen ist.

Nun also ganz offiziell: Samsung bringt im März gleich vier neue Modelle auf den Markt statt der sonst üblichen zwei. Sie unterscheiden sich in der Größe ihrer Amoled-Displays - von 5,8 Zoll (14,7 cm) beim S10e über 6,1 Zoll (15,5 cm) beim S10 sowie 6,4 Zoll (16,3 cm) beim S10+. Außerdem reicht die Kapazität ihrer fest verbauten Akkus von von 3100 bis 4100 mAh und die des integrierten Speichers von 128 Gigabyte bis zu einem Terabyte.

Während das Einstiegsmodell nur zwei rückseitige Kameras offeriert, sind die größeren Brüder mit einer dritten Kamera verstärkt, die Aufnahmen mit Tele gestattet.
Allen Modellen gemein sind happige Preise: Von 750 Euro über 899 Euro und 999 Euro für die jeweiligen Basisversionen. Neu ist ein kabelloser Ohrhörer, Samsungs Antwort auf Apples populäre Airpods.
Das vierte Telefon im Reigen ist das Sondermodell S10 5G. Wie der Name verrät, ist es mit einem Modul für den neuesten Mobilfunkstandard versehen. Sein Bildschirm ist mit 6,7 Zoll (17 cm) das größte Display, das Samsung je in einem Smartphone verbaut hat.

Erfreulich ist, dass Samsung weiterhin das Erweitern des Speichers mit microSD-Karten erlaubt, was die Speicherkapazität des Topmodells auf stattliche 1,5 Terabyte hochschraubt. Einzig der Speicher des 5G Sondermodells ist nicht erweiterbar.
Vier Dinge muss man über Samsungs Topmodelle anno 2019 wissen: Sie bieten etwas mehr nutzbare Displayfläche, haben leistungsstärkere Akkus, setzen bei der Identifikation des Nutzers auf Fingerprint-Scanner und offerieren noch mehr Möglichkeiten beim Fotografieren, nicht nur bei der Wahl des Bildwinkels, sondern auch eingeschränkten Lichtverhältnissen.

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    Bei der Kameraqualität ist Samsung an Apple vorbeigezogen

    Gerade die Qualität der Kameras kann Apple gefährlich werden. Die Kalifornier haben das Smartphone definiert und die saftigsten Früchte in Form von noch immer üppigen Profitmargen geerntet.
    Das lag lange nicht nur am Design ihrer Geräte und der Kontrolle über deren Betriebssystem – Samsung ist bei Android auf Tempo und Innovationskraft von Google angewiesen – sondern vor allem dem exzellenten Ruf der iPhone Kameras. Sie setzte den Goldstandard bei der Handy-Fotografie. Doch die Zeiten sind vorbei. Was früher bei den Displays galt, trifft nun auch auf die Kameras zu: Die Konkurrenz aus Asien hat überholt.

    Laut Smartphone-Kameraspezialist Hubert Nguyen, Mitgründer der Tech-Seite Übergizmo, hat schon die Galaxy 9 Reihe Apples Topmodell iPhone XS den Rang abgelaufen, wegen qualitativ besserer Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen.
    Das liegt nach der Einschätzung des ehemaligen Ingenieurs für Computergrafik-Hardware an den leistungsfähigeren Hardware-Komponenten, die Samsung benutzt und die Apples Ingenieure nur allein durch Software nicht wettmachen können. Die Galaxy 10 Reihe wird diesen Vorsprung gegenüber dem iPhone XS vermutlich noch ausbauen. Mehr noch: Auch Huawei ist dank Kooperation mit den Kameraspezialisten Leica mit seinem Mate 20 Pro in die Spitzenliga der Handy-Kameras aufgestiegen.

    Da viele wechselwillige Käufer neben der Leistungsfähigkeit des Akkus besonders auf die Kameraleistung achten, wird für Samsung entscheidend sein, ob die Bildqualität der Galaxy 10 Reihe tatsächlich so gut ist, dass sie sich überzeugend vermarkten lässt.
    Um Kunden zu locken, greift Samsung zudem zu einer Taktik, von der Apple Kunden nur träumen können: Es gibt etwas gratis. Vorbesteller bekommen die drahtlosen Ohrhörer kostenlos dazu.

    Mindestens ein halbes Jahr ist nun Zeit, bis Apple im Herbst mit einer neuen Produktgeneration kontern kann. Der Gigant aus dem Silicon Valley hat den Vorteil, dass er sich im nordamerikanischen Markt voll auf die Auseinandersetzung mit Samsung fokussieren kann. Huawei kann die beiden Smartphone-Ikonen nur in seinem Heimatmarkt China und in Europa piesacken.

    Weil die US-Regierung die Produkte des Konzerns als trojanisches Pferd betrachtet – Gründer Ren Zhengfei arbeitete einst als Technologiespezialist für die chinesische Volksarmee – ist der US-Markt für Huawei erst einmal verschlossen. Da helfen auch die beste Kamera oder das günstigste faltbare Display nichts.

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