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Geschäftszahlen Wird Steve Ballmer für Microsoft zum Problem?

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Der Erfolg alter Tage

Die Fakten zum Microsoft-Tablet
Das Surface stellt eine Zäsur in der Geschichte von Microsoft dar. Statt nur die Software zu liefern, bietet Microsoft jetzt auch gleich das Gerät mit an. Das tat Microsoft bisher nur in Ausnahmefällen wie Eingabegeräten und der Spielekonsole Xbox. Doch was kann das Tablet? Die Fakten im Überblick. Quelle: Reuters
Grundsätzlich kommt das 10,6 Zoll große "Surface" in zwei verschiedenen Versionen auf den Markt. Eine für Heimanwender mit ARM Prozessor und in der reinen Tablet-Version des neuen Betriebssystems Windows 8 - RT genannt. Das Modell für professionelle Nutzer ist mit 13,5 Millimeter etwas dicker (einfache Variante: 9,3 Millimeter), hat aber auch einen deutlich leistungsfähigeren i5-Prozessor von Intel und die Pro-Variante von Windows 8. Größtes Plus der Variante mit i5-Prozessor: Auch normale Windows-Software läuft auf dem Gerät. Quelle: dapd
Ein weiterer Hardware-Unterschied zwischen der RT genannten Einsteiger-Version und dem Pro-Modell sind die Anschlüsse. Das Surface RT muss mit einem USB 2.0-Anschluss und einem MicroSD-Slot auskommen, während das Surface Pro einen Anschluss mit USB 3 und einen microSDXC-Karten-Slot bietet. Einen Mini-Display-Port hat ebenfalls nur das Pro-Modell. Beide Varianten werden mit 32 oder 64 Gigabyte internem Flash-Speicher angeboten. Quelle: AFP
Eine Besonderheit gegenüber anderen Tablets, die beide Versionen des Surface haben: Der ausklappbare Ständer. Die 0,7 Millimeter dicke Metallklappe ist mit drei Scharnieren am Body befestigt und soll so laut Microsoft auch auf längere Zeit ausreichend Stabilität bieten. Quelle: AFP
Neben zwei Leistungs-Versionen gibt es auch zwei Varianten des Covers. Diese werden ähnlich wie das SmartCover bei Apples iPad magnetisch an dem Tablet befestigt. Doch die Microsoft-Cover sollen nicht nur das Display schützen, sie haben auch beide eine Tastatur integriert. Hier kommt auch der Unterschied: Das drei Millimeter dicke TouchCover (auf dem Bild in pink) hat keine fühlbaren Tasten, sondern reagiert nur auf Druck. Das TypePad (im Bild schwarz) ist mit fünf Millimetern zwar etwas dicker, hat aber im Gegensatz zum TouchCover richtige Tasten, die bis zu 1,5 Millimeter nachgeben. Quelle: dapd
Das Gehäuse beider Modelle ist aus einer Magnesium-Legierung, die Microsoft "VaporMg" nennt. Mit einem Gewicht von 676 Gramm liegt die RT-Version auf dem Niveau des iPad 3, das Pro-Modell wiegt mit 903 Gramm deutlich mehr. Allerdings soll sich das Surface Pro auch von seinen Leistungsdaten her gegen die Ultrabooks als gegen das iPad positionieren. Quelle: dapd
Zudem lässt sich das Surface Pro auch mit einem Stift bedienen. Quelle: dapd

Noch zehrt Microsoft vom Erfolg alter Tage und dem Verkauf von Windows- und Office-Lizenzen, doch die Zeiten des reinen Software-Erfolgs sind vorbei sind. Das Cloud-Computing macht das Teilen von Lizenzen legal und möglich und sorgt so dafür, dass ein wesentliches Geschäftsmodell von Microsoft früher oder später wegbrechen wird. Beziehungsweise schon dabei ist wegzubrechen.

Microsoft wird seine Software künftig immer mit einem Gerät oder als Update verkaufen müssen, um Geld zu verdienen. "Wir werden verstärkt in den Bereich der Hardware investieren", bestätigt ein Microsoft-Sprecher gegenüber WirtschaftsWoche Online. Mit dem ersten Microsoft-Tablet Surface hat man damit im vergangenen Jahr begonnen. Entsprechend gespannt darf man auf die aktuellen Verkaufszahlen des Surface sein, das natürlich mit dem Betriebssystem in Kacheloptik läuft.

Microsoft-Chef Steve Ballmer stellt das neue Tablet Surface vor. Quelle: REUTERS

Das erste Microsoft-Tablet ist seit Ende vergangenen Jahres auch hierzulande lediglich über den Microsoft-Store im Internet erhältlich. Wann das Gerät auch in die Läden kommt, ist bisher nicht bekannt. Ursprünglich war von Anfang 2013 die Rede. Warum das Gerät hierzulande noch in den Läden liegt, wird seitens des Unternehmens nicht weiter kommentiert. Für die USA und Kanada wurde derweil schon der Start des Surface Pro angekündigt. Satte 900 Dollar soll das Gerät dort kosten. Eine hohe finanzielle Hürde für alle, die vor der Wahl stehen, sich ein neues Tablet zuzulegen.

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Die schlechten Zahlen bei Microsoft dürften also kaum jemanden verwundern. "Ich habe nicht das Gefühl, dass Microsoft 2013 noch die Kurve kriegen kann", sagt Patrick Moorhead. Allerdings gibt er das Unternehmen auf der Langstrecke nicht auf. "Microsoft muss Investoren überzeugen und zeigen, dass es auch bei Geräten mit Touchscreen punkten kann", sagt der Experte.

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