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Glänzende Aussichten Salesforce-Boom mit Slack erhöht den Druck auf SAP

Salesforce-Chef Marc Benioff profitiert von seinem Slack-Zukauf. Quelle: REUTERS

Salesforce-Chef Marc Benioff profitiert von seinem Slack-Zukauf  – und enteilt dem deutschen Rivalen SAP immer weiter.

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Der SAP-Rivale Salesforce hat erstmals nach der Übernahme des Bürochat-Anbieters Slack im vergangenen Jahr kombinierte Geschäftszahlen vorgelegt – und zugleich die Aussicht fürs Gesamtjahr angehoben: So erwartet Salesforce für das Ende Januar 2022 ablaufende Geschäftsjahr nun einen Umsatz zwischen 26,2 und 26,3 Milliarden Dollar – das ist 600 Millionen Dollar mehr als bisher prognostiziert und deutlich mehr als die im Vorjahr erlösten 21,25 Milliarden Dollar.

Das Selbstbewusstsein von Salesforce zeigt zweierlei:

Zum einen hat Salesforce-Chef Marc Benioff mit dem Slack-Deal wirklich eine gute Nase bewiesen. Zwar musste er für das Unternehmen stolze 27 Milliarden Dollar hinblättern, die teuerste Übernahme der Firmengeschichte. Doch die Investition zahlt sich aus. Seinerzeit bezeichnete Benioff den Zusammenschluss als „im Himmel gemacht“ – wohl wahr, wie sich heute erweist.

Zum anderen wirft der Erfolg des Erzrivalen insbesondere ein Schlaglicht auf SAP: Die Deutschen sind im Segment der Software für das Kundenmanagement, auch Customer Relationship Management (CRM) genannt, weit hinter Salesforce zurückgefallen – trotz Initiativen wie dem Großprojekt C/4Hana, mit dem die Walldorfer eigentlich zu den Amerikanern aufholen wollten.

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    Derweil profitiert Salesforce weiter von der Coronakrise und dem Trend zum Homeoffice. Dadurch setzen Unternehmenskunden verstärkt auf Anwendungen aus der Cloud, damit Mitarbeiter vom heimischen Büro aus arbeiten können – genau das bietet Salesforce seit Jahren an. Gemeinsam mit Slack kommt Benioff jetzt noch besser voran – und erhöht so den Druck auf SAP.

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