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Google Home Das kann der Amazon-Echo-Konkurrent

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„Ok Google, Wohnzimmer, Licht, weiß.“

Möchte ich die Lautstärke verändern oder das Lied pausieren, sage ich das entweder (das funktioniert auch bei voller Lautstärke, sofern man die Stimme etwas hebt) oder nutze das Touchpad auf der Oberseite. Kreisende Bewegungen regulieren die Laustärke. Ein einfaches Tippen pausiert den Song.

Die Klangqualität ist für die Größe des Geräts in Ordnung. Insgesamt könnte der Sound jedoch etwas voller sein. Insbesondere Bässe klingen naturgemäß etwas dumpf. Auch Klassikfans dürften mit dem Gerät so ihre Probleme haben. Gerade hoher Chorgesang und voll besetzte Orchester bringen Google Home an seine Grenzen. Amazon Echo schlägt sich hier insgesamt besser. Wobei der auch doppelt so groß ist und sich die Frage stellt, ob sich gerade Musikenthusiasten ein solches Gerät vornehmlich als Lautsprecher holen.

Ohnehin macht es Google einem sehr leicht, die Musik auf andere Geräte zu streamen – zumindest solange sie aus dem eigenen Haus stammen. Mittels einem an den Fernseher angeschlossenen Chromecast lässt sich die Musik auch über diesen beziehungsweise angeschlossene Boxen wiedergeben. Auch Youtube-Videos und Netflix-Serien landen so in Sekundenschnelle auf dem großen Bildschirm.

Auch hier funktioniert die Einrichtung schnell und selbsterklärend. Wer lediglich Musik wiedergeben will, kann sich auch auf einen Chromecast Audio beschränken, der mittels Klinkenstecker direkt an die Boxen angeschlossen wird. Ab dann sind Aufforderungen wie „Ok Google, spiele Musik auf dem Chromecast“ möglich. Die Geräte lassen sich jedoch auch mit Spitznamen versehen. Das ist insbesondere deshalb schön, weil der Google Assistant auch hier konsequent ankündigt, was er denn gerade tut.

Google ist nach Amazon der zweite große Player, der intelligente Lautsprecher herstellt. Die beiden werden jedoch nicht alleine bleiben. So hat Apple auf seiner Entwicklerkonferenz angekündigt, mit HomePod ein eigenes Gerät auf den Markt zu bringen. Das könnte dann bereits Ende dieses Jahres erhältlich sein – zumindest in den USA. Die Nachfrage dürfte vorhanden sein. So prognostiziert das Marktforschungsunternehmen Gartner, dass Konsumenten 2020 2,1 Milliarden US-Dollar für Systeme wie Google Home ausgeben. 2015 waren es noch 360 Millionen.

Ein Erfolgsfaktor für die Geräte soll das Smarthome werden. So kann der Assistant auf die Geräte der meisten Hersteller zugreifen. Unter anderem auf die Lampen von Phillips Hue-System, von denen Google ein Starterpaket zum Testen mitgeschickt hat. Die Einrichtung erfolgt hier ähnlich tadellos, wie bei den Google-eigenen Geräten, so dass ich schon nach kurzer Zeit die Beleuchtung in meiner Küche per Sprachbefehl steuere.

Funktionen wie An/Aus, Licht dimmen oder die Farbe wechseln (Hue deckt die ganze Regenbogenpalette ab) funktionieren einwandfrei – solange man sich an bestimmte Formulierung hält. Denn wenn ich Google Home mit einem Satz wie „Ok Google, stelle das Licht im Wohnzimmer auf Weiß“ anspreche, funktioniert das manchmal und manchmal eben auch nicht. Einzig sichere Methode: Steno a lá „Ok Google, Wohnzimmer, Licht, weiß.“ Von der Vorstellung, natürlich zu kommunizieren, ist das noch weit entfernt.

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