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Handy-Markt Samsungs faltbares Smartphone

Samsungs digitaler Schmetterling: Das Unternehmen stellt in San Francisco das Galaxy Fold vor – ein Smartphone, das sich zum Tablet auffalten lässt.

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Dong-Jin Koh, Chef von Samsungs Mobilfunksparte, bei der Präsentation in San Francisco. Das neue Top-Smartphone Galaxy S10 soll im Sommer auch in einer Version für den superschnellen 5G-Datenfunk auf den Markt kommen. Quelle: dpa

San Francisco Mit dem Galaxy Fold kreiert Samsung eine neue Produktkategorie: das „Foldable“. Das faltbare Mobilgerät verfügt über das weltweit erste 7,3 Zoll Infinity Flex Display, das sich zu einem kompakten Gerät mit einem kleineren Display falten lässt. So sollen nach Angaben des Unternehmens bei der Vorstellung in San Francisco neue Möglichkeiten entstehen, mehrere Apps gleichzeitig zu verwenden, Videos anzusehen oder Spiele zu spielen. Das Galaxy Fold soll Anfang Mai auch in Deutschland auf den Markt kommen. Der Preis liegt bei 2000 Euro.

„Heute schreibt Samsung das nächste Kapitel in der Geschichte mobiler Innovationen, indem wir die Grenzen der Kategorie Smartphone verschieben und so neue Anwendungsmöglichkeiten eröffnen. Das Galaxy Fold mit unserem Infinity Flex Display schafft eine neue Produktkategorie mit zuvor nicht denkbaren Funktionen“, sagt DJ Koh, Präsident und CEO der IT & Mobile Communications Division. „Das Galaxy Fold haben wir für diejenigen entwickelt, die sich ein mobiles Premiumgerät wünschen, das gegenüber einem traditionellen Smartphone noch vielfältige weitere Möglichkeiten entfaltet.“

Bei einer Präsentation in San Francisco gab das Unternehmen zudem bekannt, dass das neue Top-Smartphone Galaxy S10 im Sommer auch in einer Version für den superschnellen 5G-Datenfunk auf den Markt kommen soll. Obwohl der Aufbau entsprechender Netze in Deutschland sich unter anderem durch Klagen gegen die Vergaberegeln für die Funkfrequenzen zu verzögern droht, soll das Telefon auch in Deutschland verkauft werden.

Bereits im März kommen drei weitere Modelle der neuen S10-Reihe in den Handel, wie Samsung in San Francisco ankündigte. Neu am Galaxy S10 ist unter anderem ein direkt im Bildschirm integrierter Fingerabdruck-Scanner mit Ultraschall-Technik. Die Kamera braucht jetzt nur noch einen kreisrunden Ausschnitt in der rechten oberen Bildschirm-Ecke - damit füllt das Display fast die gesamte Frontseite aus. Auf der Rückseite wurde als dritte Kamera ein Ultra-Weitwinkel-Objektiv hinzugefügt.

Die Telefone können zudem andere Geräte wie die neuen Samsung-Ohrhörer oder die Computer-Uhr Galaxy Watch Active kontaktlos aufladen. Dazu muss man sie nur auf die Rückseite des Smartphones drauflegen.

Das Galaxy S10 hat eine Bildschirm-Diagonale von 6,1 Zoll, das Modell S10+ kommt auf 6,4 Zoll. Die günstigere Version S10e ist kleiner mit 5,8 Zoll. Bei ihr verzichtete Samsung unter anderem auf das dritte Kameraobjektiv auf der Rückseite. Das 5G-Modell hingegen wurde auch über den ultraschnellen Datenfunk hinaus mit anderen Funktionen aufgerüstet. Dazu gehört eine weitere Kamera auf der Rückseite für Tiefenmessung, um bessere Fotoeffekte sowie Anwendungen mit erweiterter Realität (Augmented Reality, AR) zu ermöglichen. Der Bildschirm ist mit einer Diagonale von 6,7 Zoll noch einmal größer.

Mit seiner S-Reihe tritt Samsung im oberen Segment des Smartphone-Marktes gegen die iPhones von Apple an. Die beiden Anbieter stellen ihre Top-Modelle traditionell im Abstand von einem halben Jahr vor und liefern sich einen Wettstreit um innovative Funktionen. So wird zum Beispiel auch die nächste iPhone-Generation voraussichtlich im Herbst eine weitere Kamera bekommen und andere Geräte drahtlos aufladen können, wie der Branchenanalyst Ming-Chi Kuo erwartet.

Samsung und Apple waren jahrelang klar die Nummer eins und zwei im Markt, inzwischen nimmt die Konkurrenz chinesischer Anbieter zu. Allen voran verdrängte Huawei Apple im vergangenen Jahr vom zweiten Platz im Markt nach Geräteabsatz.

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