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HTC Facebook-Phone soll nicht in Europa verkauft werden

Wie ein Lauffeuer geht aktuell die Meldung herum: Der taiwanesische Smartphone-Hersteller HTC steckt angeblich in großen Schwierigkeiten. Mehrere Tech-Portale berichten, dass der Verkaufsstart des Facebook-Handys HTC First in Großbritannien gestoppt worden sei.

HTC-Chef Peter Chou stellt das HTC First in Menlo Park, Kalifornien, vor. Quelle: REUTERS

Zugegeben, neben 10 Millionen verkauften Samsung Galaxy S4 sieht HTC mit 5 Millionen Einheiten eher schwach aus. Vor allem, wenn man bedenkt, dass das Galaxy erst seit wenigen Wochen auf dem Markt ist. Aber dass es so schlecht um das taiwanesische Unternehmen steht, hätte dann doch niemand gedacht. Gerüchte zufolge läuft der Verkauf des HTC First in den USA äußerst schlecht. Nun soll angelblich auch der Verkauf des Facebook-Handys auf dem britischen Markt auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Vorbestellungen werden derzeit wohl schon annulliert.

Laut engadget.com hat HTC die Entscheidung nicht allein getroffen. Auch auf die beteiligten Telekommunikationsunternehmen EE und Orange geht der Beschluss nicht zurück. Vielmehr sei Facebook die treibende Kraft hinter dem Verkaufsstopp.

Das können die aktuellen Smartphones
LG G4LG Electronics hat am 28. April sein neues Flaggschiff G4 vorgestellt. Punkten wollen die Koreaner etwa mit einer innovativen Kamera, die 80 Prozent mehr Licht auf den Bildsensor leitet als beim Vorgänger-Modell. 16 Megapixel Auflösung und ein weiterentwickelter Bildstabilisator sollen für hochwertige Fotos sorgen. Für gute Selfies ist eine acht MP Frontkamera verbaut. Damit dafür auch genügend Speicherplatz zur Verfügung steht, kommt das LG 4 mit 32 GB internem Speicher daher, der durch eine MicroSD-Karte auf bis zu zwei Terabyte erweitert werden kann. Der Bildschirm ist 5,5 Zoll groß und soll deutlich heller und kontraststärker sein, als das Vorgängermodell, zudem bietet er laut LG eine bessere Farbtreue und Berührungsempfindlichkeit. Pluspunkt: Der Akku ist austauschbar, er bringt 3000 mAh Leistung. Als Prozessor ist ein 808 Snapdragon an Bord. Das Gerät wird in verschiedenen Materialien erhältlich sein: Es gibt eine Leder-Variante und eine Ceramic-Version (hier im Bild) jeweils in mehreren Farben. Ein Preis wurde noch nicht bekannt gegeben. Quelle: Presse
Sony Xperia Z4 Quelle: REUTERS
Huawei P8Ein neues Design und eine leistungsstarke Kamera - mit diesen Features kann das neue P8 von Huawei die Kritiker überzeigen. Es ist billiger als die Konkurrenz von Apple und verspricht in etwa die gleiche Leistung. Das Smartphone gibt es in Grau, Champagner, Weiß und Gold. Jedes zweite Smartphone in Deutschland ist aktuell ein Samsung-Gerät. Nur jedes vierte Smartphone in Deutschland ist derzeit ein iPhone. Geräte der Hersteller Sony, Nokia, HTC, LG und Huawei hingegen spielen unter deutschen Smartphone-Nutzern kaum eine Rolle. Quelle: Presse
Xiaomi Mi Notes Der chinesische Smartphonehersteller Xiaomi hat am 15. Januar die Oberklasse-Smartphones Mi Note und Mi Note Pro vorgestellt, die dem iPhone 6 in den USA Konkurrenz machen sollen. Das Display des Mi Note schlägt das iPhone 6 mit 5,7 Zoll zu 5,5 Zoll, der Bildschirm hat eine Pixeldichte von 386 ppi und ein LCD-Panel für einen höheren Kontrast. Die Kamera an der Rückseite verfügt über 13 Megapixel, die an der Vorderseite über vier Megapixel. Der interne Speicher fasst 16 GByte und lässt sich nicht per microSD-Karte erweitern. Der Preis liegt bei umgerechnet rund 319 Euro. o Das Mi Note Pro kostet 458 Euro, ist aber auch noch etwas besser ausgestattet: Die Pixeldichte beträgt 515 ppi, das Speichervolumen 64-GByte. Quelle: REUTERS
Samsung Galaxy A7Samsung hat mit dem A7 ein superflaches und nur 141 Gramm schweres Smartphone in Alu-Gehäuse vorgestellt. Mit 6,3 Millimetern ist es noch dünner als das aktuelle iPhone 6 mit 6,9 Millimetern. Es sei eines der flachsten Samsung-Smartphones aller Zeiten, teilte der Hersteller in seinem Blog mit. Das Handy hat ein 5,5 Zoll großes Super Amoled Display. Als Betriebssystem ist Android KitKat (4.4) an Bord. Samsung verspricht mit acht leistungsstarken Prozessoren flüssiges Surfen und Nutzen von Apps, vor allem für den Austausch in den Sozialen Medien. Eine 5-Megapixel-Frontkamera sorgt für Selfies in ordentlicher Qualität, deutlich stärker ist die Kamera an der Rückseite mit 13 Megapixeln. Für bessere Selfies ist der "Auto Selfie"-Modus da, mit dem per Sprachbefehl oder einem Wink mit der Hand die Kamera ausgelöst werden kann. Ein 2600 mAh starker Akku soll für Ausdauer sorgen. Wie bei Samsung üblich, wurde sich über Preis und Marktstart noch ausgeschwiegen. Händler und IT-Portale vermuten, dass das Smartphone gegen Ende des ersten Quartals für um die 500 Euro in die Läden kommen wird. Quelle: Samsung
Samsung Galaxy Note 4 LTE-A Quelle: AP
Samsung Galaxy A5 und A3Samsung hat die neue A-Serie vorgestellt. Die Smartphones haben ein Metallgehäuse; beide sind mit einer 5-Megapixel-Frontkamera ausgerüstet, um gute Selfies machen zu können. Passend dazu ist die neueste Kamera-Software an Bord, die mit dem Galaxy Note 4 eingeführt wurde und verschiedene spezielle Selfie-Einstellungen ermöglicht. Das A5 (im Bild) ist das größere, es kommt einem 5-Zoll-Display, 2 GB Arbeitsspeicher, einer 13-Megapixel-Kamera an der Rückseite und einem 2300 mAh starken Akku in den Handel. Der kleine Bruder A3 ist die abgespeckte Version mit einem 4,5-Zoll-Display, 1 GB Arbeitsspeicher, 6-Megapixel-Rückkamera und einem nur 1900 mAh starken Akku. Beide Smartphones laufen auf Android KitKat (4.4) und bringen NFC und LTE mit. Preis: noch unbekannt. Ab November sollen die Smartphones in Weiß, Schwarz, Silber, Pink und Blau verfügbar sein. Quelle: Samsung

Das Feedback der HTC-Nutzer habe dazu geführt, dass Mark Zuckerberg und sein Team sich zunächst auf weitere Nutzer-Features für das System Home konzentrieren wollen. Home basiert auf Googles Betriebssystem Android und ist eine Oberfläche, die sich wie ein Filter vor die übliche App-Ansicht legt. So bekommt der User seinen Facebook-Newsfeed auf einen Blick angezeigt.

Für HTC ist der Rückzug von Facebook eine echte Schlappe, dürften sich die Taiwanesen von der Kooperation doch einiges versprochen haben. Mit dem Smartphone im Billigpreissegment sollten neue, jüngere Nutzer erreicht werden. Daraus scheint nun erst einmal nichts zu werden.

Turbulente Zeiten
Die schlechte Nachricht trifft HTC in einer turbulenten Zeit. In der vergangenen Woche hatte sich der bisherige Produkt-Chef Kouji Kodera angeblich vom Unternehmen verabschiedet. Kodera war für die HTC-Produktstrategie verantwortlich, entsprechend erstaunlich ist sein Abgang im Zuge der Einführung des Flaggschiffs HTC One. Darüber hinaus soll HTC in den letzten drei Monaten mehrere wichtige Manager und andere Mitarbeiter verloren haben. Darunter Kommunikationschef Jason Gordon, der weltweit die Geräte der Taiwanesen vermarktet hat. Auch Rebecca Rowling, Chefin der Abteilung für die Retail-Vermarktung, Digital-Marketing-Director John Starkweather und Produktstratege Eric Lin haben das Unternehmen verlassen.

Der CEO von HTC Asia, Lennard Hoornik, hat dem Unternehmen ebenfalls den Rücken gekehrt. Er war allerdings bereits seit acht Wochen freigestellt. Hoornik betreute die Märkte Australien, Neuseeland, Thailand, Indien, Malaysia, Indonesien, die Philippinen und Singapur.

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Die massive Umstrukturierung in der Marketing-Abteilung spricht dafür, dass es gerade hier Unstimmigkeiten über den Verlauf des Verkaufs auf dem US-Markt gegeben haben könnte. Grund dafür könnte der neue Marketing-Chef Benjamin Ho sein. Er ist seit Januar im Amt und will wohl einige Bereiche des Unternehmens wieder zurück nach Taiwan holen – zum Missfallen der Kollegen in Seattle.

Trotz guter Kritiken für das HTC One, steht das Unternehmen unter einem massiven Druck. Samsung und Apple dominieren den Smartphone-Markt immer stärker. Die Entscheidung für eine stärkere Zusammenarbeit mit Googles Betriebssystem Android scheint sich derzeit als Fehler herauszustellen. Google stellt das System zwar offen zur Verfügung, lässt aber nur wenig gestalterischen Spielraum zu, mit dem HTC sich von der Konkurrenz absetzen könnte.

Falls überhaupt jemand noch Einfluss hat, dann ist es Samsung. Schließlich waren es die Südkoreaner, die Andorid mit ihrer Galaxy-Reihe zum Erfolg verholfen hat. Genau das soll einer der Gründe gewesen sein, aus dem sich Nokia mit seiner Lumia-Reihe bewusst gegen Android entschieden hat. Die Finnen arbeiten mit Microsofts Betriebssystem Windows Phone 8.  

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