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Internet So teuer wird das Internet

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Die doppelte Geschwindigkeit zum gleichen Preis

So schön sieht WLAN aus
Zu Hause, im Büro und an öffentlichen Plätzen: WLAN ist überall. Aber wie sehen die Wifi-Strahlen eigentlich aus, haben sich der Tech-Blogger Nickolay Lamm und die Astrobiologin M. Browning Vogel Ph.D von der Nasa gefragt. Also griffen sie sich Bilder der Gegend um die Washingtoner National Mall und legten darüber Muster, wie das drahtlose Internet aussehen könnte. Wifi-Wellen haben eine gewisse Höhe und einen bestimmten Abstand zueinander. Er ist kürzer als bei Radiowellen und länger als bei Mikrowellen, sodass eine einzigartige Übertragung entsteht, die nicht durch andere Signale unterbrochen werden kann. Verschiedene Sub-Kanäle werden hier in verschiedenen Farben dargestellt. Quelle: gigaom.com
Die entstandenen Bilder zeigen eindrucksvoll, wie sich die unterschiedlichen Frequenzen der WLAN-Strahlen in der Öffentlichkeit verhalten. Hier werden die Impulse als bunte Kugeln visualisiert. Die Quelle ist rechts im Bild zu sehen. Jede Farbe steht für einen eigenen Ausschnitt aus dem elektromagnetischen Feld. Wifi-Felder sind meist sphärisch (wie hier) oder ellipsenförmig und erstrecken sich an öffentlichen Orten bis zu 300 Meter. Quelle: gigaom.com
Dieses Bild soll zeigen, dass die Impulse etwa sechs Zoll voneinander entfernt sind. Es wird auch deutlich, warum ein öffentlicher Platz nicht immer gleich gut mit Netz abgedeckt ist. Quelle: gigaom.com
Wifi-Antennen können an Bäumen, Laternenmasten oder auf Gebäuden befestigt werden. Mehrere Antennen können das komplette Gebiet um die National Mall abdecken. Das Internet legt sich hier wie eine Decke auf den Platz. Quelle: gigaom.com
Internetwellen sind überall - das machen uns die Bilder eindrucksvoll klar. Aber allen Berichten über schädliche Wirkungen zum Trotz: Sie sind einfach wunderschön. Quelle: gigaom.com

Pro Haushalt würde das Kosten in Höhe von 1.300 Euro in dicht besiedelten Ballungszentren und 4.800 Euro in dünn besiedelten Regionen nach sich ziehen. Das Milliardenprojekt ließe sich nur dann wirtschaftlich rechtfertigen, wenn jeder Haushalt 44 Euro als monatliche Grundgebühr bezahlen würde, rund sechs Euro mehr als heute. Allerdings reicht der Aufschlag nur, wenn 70 Prozent der angeschlossenen Haushalte den Glasfaseranschluss künftig auch nutzen. Stiegen weniger Haushalte auf Glasfaser um, würde der neue superschnelle Internet-Zugang deutlich teurer.

Die Telekom gerät dadurch besonders in den Kabel-TV-Regionen in eine prekäre Lage. Als Eigner eines alten, kaum noch konkurrenzfähigen Telefonnetzes muss sie Milliarden investieren, um Kunden das Komplettangebot aus Telefon, Internet und Fernsehen anzubieten. Die Kabelnetzbetreiber dagegen können mit vergleichsweise niedrigem Aufwand auch noch Telefon und Internet als neue Dienstleistungen in ihre Leitungen packen. Während die Telekom auf fünf bis zehn Euro mehr Umsatz hoffen kann, dürften die Kabelnetzbetreiber ihre Einnahmen von derzeit durchschnittlich rund zehn Euro pro Kunde auf über 30 Euro steigern.

Telekom ausgebremst

Vor diesem Hintergrund erscheint sogar die auf den ersten Blick recht teure Übernahme von Kabel Deutschland durch Vodafone preiswert. Der Telekom-Konkurrent bekommt für 10,7 Milliarden Euro (inklusive Schulden) Zugang zu 15,3 Millionen Haushalten in 13 Bundesländern. Pro Haushalt zahlt Vodafone demnach nur 700 Euro, also deutlich weniger, als die Telekom in einen vergleichbar schnellen Glasfaseranschluss investieren muss.

Wie hart es für die Telekom wird, die erforderlichen Preiserhöhungen zur Finanzierung ihrer Milliardeninvestitionen durchzusetzen, zeigt sich schon jetzt. Und zwar in den 51 Städten, in denen sie gerade den VDSL-Anschluss mit 50 Megabit pro Sekunde eingeführt hat. Von den zwölf Millionen potenziell erreichbaren Haushalten haben erst gut zehn Prozent den schnelleren Anschluss gebucht. Der Grund: Die 39,95 Euro pro Monat sind vielen zu teuer.

In Arbeit
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Die neue Vodafone-Tochter Kabel Deutschland hat jedenfalls keine Probleme, superschnelle Internet-Anschlüsse zu verkaufen. Dort, wo es die neuen 100-Megabit-Anschlüsse schon gibt, buchen bereits 40 Prozent der Neukunden die schnellste Verbindung.

Das Angebot kann die Deutsche Telekom nur schwer toppen. Kabel Deutschland bietet die doppelte Geschwindigkeit zum gleichen Preis von 39,90 Euro.

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