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Internet Telekom-Studie zweifelt an Glasfasernetzausbau

Exklusiv

Die Deutsche Telekom rechnet offenbar damit, dass die aktuellen Kupferkabel den Bandbreitenbedarf für die kommenden zehn Jahre decken.

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Glasfaserkabel Quelle: dpa

Das geht aus internen Prognosen hervor, die der WirtschaftsWoche vorliegen. Die Telekom-Hochrechnungen für das Jahr 2026 sehen für einen besonders internetaffinen Vier-Personen-Haushalt nur noch einen Maximalbedarf von 208 Megabit pro Sekunde (Download) für einen superschnellen Internetanschluss.

Diese Geschwindigkeit reiche aus, damit die gesamte Familie gleichzeitig an verschiedenen Geräten hochauflösendes 3-D-Fernsehen, Videotelefonate führen und Streaming-Dienste nutzen könne. Selbst Geschäftskunden kommen nach den Hochrechnungen der Telekom im Jahr 2026 mit einem 200-Megabit-Anschluss gut zurecht. „95 Prozent der Unternehmen haben einen Bandbreitenbedarf wie Privatkunden“, heißt es in der Telekom-Prognose. „Nur für den Rest ist ein punktueller Ausbau von Glasfaser notwendig.“

Das Wissenschaftliche Institut für Infrastruktur und Kommunikationsdienste (Wik) in Bad Honnef bei Bonn hatte für solch eine „digitale Avantgarde“ bisher einen Bedarf in Höhe von 350 Megabit pro Sekunde errechnet. Industrievertreter wie zuletzt BDI-Präsident Ulrich Grillo fordern deshalb einen schnelleren Ausbau von Glasfasernetzen bis in die Haushalte. Die Telekom sieht sich dagegen in ihrer bisherigen Ausbaustrategie bestätigt: Mit preiswerteren Techniken wie dem so genannten VDSL-Vectoring will sie das alte Kupferkabel auf 250 Megabit pro Sekunde beschleunigen. Der Bedarf für die kommenden zehn Jahre wäre damit gedeckt.

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