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Iran, Kuba und Sudan PayPal zahlt wegen Sanktionsverstößen

Der Online-Bezahldienst PayPal hat eingeräumt, Zahlungen in den Iran, Kuba und Sudan nicht ausreichend geprüft zu haben – obwohl das sanktioniert ist. Dafür muss PayPal jetzt Millionen zahlen.

PayPal hat gegen US-Sanktionen verstoßen – und muss dafür zahlen Quelle: REUTERS

Wegen der Zulassung fragwürdiger Transaktionen hat sich PayPal zu einer Vergleichszahlung von 7,7 Millionen Dollar bereiterklärt. Die dem US-Finanzministerium unterstehende Exportkontrollbehörde OFAC gab die Einigung am Mittwoch bekannt. Ermittler der Behörde hatten PayPal mangelhafte Prüfung von Transaktionen von Personen vorgeworfen, die unter Sanktionen gegen den Iran, Kuba und Sudan fallen. Die Verstöße seien über mehrere Jahre hinweg bis 2013 erfolgt.

OFAC erklärte zudem, PayPal habe Transaktionen im Umfang von rund 7.090 Dollar eines Kunden bearbeitet, der auf einer Liste des US-Außenministeriums als mutmaßlicher Förderer der Verbreitung von Massenvernichtungswaffen auftaucht. Trotz roter Flaggen auf dem PayPal-eigenen Prüfungssystem seien die Transaktionen von Oktober 2009 bis April 2013 weitergelaufen.

Bezahlen per PayPal

PayPal erklärte in einer Reaktion, man habe die Kontrollbehörde freiwillig über fragwürdige Zahlungen informiert. Zudem habe der Konzern Schritte zur Compliance-Verbesserung eingeleitet. Dazu gehöre eine Prüfung von Online-Zahlungen in Echtzeit.

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