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IT-Konzern Azure und Büro-Software sorgen bei Microsoft für Gewinnsprung

Microsoft holt beim Cloud-Geschäft im Windschatten von Amazon auf Quelle: AP

Microsoft kann im abgelaufenen Quartal Umsatz und Gewinn steigern. Glanzlicht des Konzerns bleibt die Cloud-Sparte Azure.

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Das Geschäft mit Cloud-Diensten sorgt bei Microsoft weiter für kräftige Zuwächse. Der Gewinn sprang im vergangenen Quartal im Jahresvergleich um 35 Prozent auf 7,4 Milliarden Dollar hoch. Der Umsatz wuchs um 16 Prozent auf 26,8 Milliarden Dollar, wie der Software-Riese nach US-Börsenschluss am Donnerstag mitteilte.

Die Sparte mit den intelligenten Cloud-Lösungen, bei denen Dienste und Software aus dem Netz bereitgestellt werden, ist inzwischen fast genauso groß wie die Bereiche, in denen das angestammte Microsoft-Geschäft aufging. Im vergangenen Quartal wuchs ihr Umsatz um 17 Prozent auf 7,9 Milliarden Dollar. Im März kündigte der Konzern an, das Geschäft mit Cloud Computing in Deutschland ausbauen zu wollen.

Ende März stellte Microsoft-Chef Satya Nadella eine komplette Reorganisation des Konzerns vor. Alle Kräfte sollen auf das Internet, das Cloud-Computing und vernetzte Dienstleistungen konzentriert werden.

Die Erlöse mit der Cloud-Plattform Azure wurden mit einem Sprung von 93 Prozent fast verdoppelt – ihre genaue Höhe nennt Microsoft jedoch weiterhin nicht. „Azure nimmt weiter Fahrt auf in dieser massiven Verschiebung zur Cloud“, sagte Analyst Daniel Ives vom Marktforscher GBH Insights. Mit der Cloud-Plattform ist der US-Konzern zur Nummer zwei im Markt hinter AWS von Amazon aufgestiegen.

Die Produktivitätssparte, zu der unter anderem die Office-Bürosoftware gehört, verbuchte ein Umsatzplus von ebenfalls 17 Prozent auf 9,01 Milliarden Dollar. Und im Bereich Personal-Computing, in dem neben Windows auch das Geschäft mit Microsofts eigener Hardware samt Xbox-Spielekonsolen zusammengefasst ist, gab es ein Plus von 13 Prozent auf 9,92 Milliarden Dollar. Die Windows-Erlöse weist Microsoft nicht mehr einzeln aus.

Trotz der guten Zahlen fiel die Aktie nachbörslich um mehr als ein Prozent, nachdem sie am Donnerstag bis Handelsschluss noch 2,1 Prozent auf 94,27 Dollar zulegen konnte. Microsoft kämpft mit Alphabet und Amazon um Platz zwei der wertvollsten Unternehmen hinter Apple.

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