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IT-Lieferkette Wie von unsichtbarer Hand gelenkt

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Waren finden ihren Weg von selbst

Die 10 größten Onlinehändler in Deutschland
Apple Quelle: AP
Alternate.de Quelle: Screenshot
Platz 8: Conrad.de Quelle: Screenshot
Tchibo.de Quelle: dpa
Platz 6: Bonprix.de Quelle: Screenshot
Cyberport.de Quelle: Screenshot
Platz 4: Notebooksbilliger.de Quelle: Screenshot

Die nächste Neuerung soll noch in diesem Jahr folgen. Geplant ist, dass Lebensmittelprüfer in den Lagern des IDB bald über ihre Mobiltelefone auf die Plattform zugreifen können. Der Vorteil: Ist beispielsweise ein Käse reif, kann er unmittelbar für den Verkauf freigegeben werden. Die Qualität der Ware in den Supermärkten werde so steigen. Führende Forscher wollen mehr, als die Lieferkette aus einem Guss. Sie arbeiten an einer selbststeuernden Lösung, die ihren Weg vom Produzenten bis zum Kunden in Eigenregie und vollautomatisiert managt. Die Lagerlogistik zeigt, wie es funktionieren kann: Waren finden ihren Weg vom Regal bis zur Laderampe mittlerweile schon alleine. Dabei helfen selbstfahrende Roboter.

Was Paketlogistik im E-Commerce-Zeitalter leisten muss

Auch auf der Fernstrecke sind erste Schritte sind bereits getan. Intelligente RFID-Chips helfen, Paletten oder Container automatisch ans Ziel zu bringen. Sie haben den weiteren Verlauf des geplanten Transportwegs gespeichert und funken innerhalb der Lieferkette Informationen darüber, wann und wo sie verladen worden sind. Weicht der Weg von der vorgeschriebene Route ab, schlagen die Chips Alarm.

Allerdings funktionieren solche Lösungen nur, wenn alle an der Lieferkette beteiligten Unternehmen die gleichen IT-Standards nutzen. Nur dann können sie beispielsweise die Informationen der Chips auslesen oder den Standort einer Sendung über eine gemeinsame Datenplattform abrufen. Daran hapert es noch. 

IT



Viele Hersteller zögern jedoch, ihre Daten zur Verfügung stellen, die für einen optimierten Transport notwendig sind. „Sie befürchten, dass Wettbewerber innerhalb derselben Lieferkette zum Beispiel anhand des Umfangs einer Ladung ablesen können, wie viel der Produzent von einer bestimmten Ware verkauft“, sagt Bölzing. Diese Informationen sind auch schon für die integrierte Lieferkette nötig.

Trotz der Zweifel werde aber eine wachsende Zahl von Unternehmen mitmachen, ist Bölzing überzeugt. „Die Mehrheit will entsprechende Maßnahmen in den nächsten drei Jahren angehen.“ Zu verlockend ist die Hoffnung auf Kosteneinsparungen.

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