IT-Sicherheit Amazon Cloud-Sparte ist trotz NSA-Affäre stark gefragt

Exklusiv

Trotz der NSA-Affäre und des Zugriffs amerikanischer Behörden auf sensible Daten auch im Ausland spürt die Cloud-Computing-Sparte des US-Händlers Amazons keine Zurückhaltung deutscher Unternehmen.

Logo von Amazon Quelle: AP

„Natürlich sind sie jetzt aufmerksamer denn je. Ich kann aber nicht erkennen, dass es unserem Geschäft ernsthaft geschadet hat“, sagte der Deutschlandchef der Cloud-Sparte, Martin Geier, im Gespräch mit der WirtschaftsWoche. „Die Nachfrage war nie besser.“ So zähle Amazon unter anderen Siemens und SAP zu seinen Kunden. „Wir haben hierzulande inzwischen Kunden aller Größen, Start-ups wie Soundcloud, Mittelständler wie Kärcher und Riesen wie SAP. Siemens nutze die Amazon-Plattform, um im Gesundheitswesen patientenbezogene Simulationen durchzuführen.

Allerdings hat Amazon auf die Bedenken reagiert. So können die Kunden in Europa gezielt Rechenzentren in Europa auswählen, um ihre Daten sicher speichern zu können, so Geier. Zudem hätten die Kunden die Kontrolle über die Daten. „Amazon selbst bewegt keine Daten“, versicherte Geier. „Sie haben zudem die Möglichkeit, Informationen selbst zu verschlüsseln. Insofern bleiben sie Herr der Lage.“

Indirekt bestätigt hat Geier, dass Amazon ein Rechenzentrum in Deutschland aufbauen will. „Wir kommunizieren aus Sicherheitsgründen nicht, wo es genau steht. Aber vom Gesetz her müssen manche Daten in der EU und andere in Deutschland gespeichert werden. Und wir bemühen uns, diese Märkte alle nach und nach zu bedienen.“

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