IT-Startup Technologie-Startup Actifio erhält 100-Millionen-Dollar-Investment

Exklusiv

Das amerikanische Startup Actifio, ein Spezialanbieter für Software zum Datenmanagement in Unternehmen, hat eine neue Finanzierungsrunde in Höhe von 100 Millionen Dollar abgeschlossen, wie die „WirtschaftsWoche“ exklusiv erfahren hat. Das Geld kommt unter anderem vom Unternehmen Andreessen Horowitz.

Andreessen und Horowitz Quelle: dapd

Zu den Investoren in Actifio zählt eine Gruppe namhafter Venture-Capital-Firmen wie etwa Andreessen Horowitz, das Risikokapitalunternehmen des Netscape-Gründers Marc Andreessen. Durch die jüngste Finanzierungsrunde wird Actifio jetzt mit insgesamt 1,1 Milliarden Dollar bewertet.

Zum Vergleich: Beim Series-D-Investment vor gut einem Jahr konnte Actifio 50 Millionen Dollar einsammeln, wodurch das Unternehmen zum damaligen Zeitpunkt im März 2013 rund 500 Millionen Dollar schwer war.

Grund für die wachsende Bewertung des im Jahr 2009 von Ash Ashutosh, dem einstigen Chef-Technologen der Speicher-Division von Hewlett-Packard, gegründeten Unternehmens: Actifio ist spezialisiert auf ein boomendes und immer wichtigeres Segment in der IT – das Management und die Verwaltung von Daten im Unternehmen.

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Laut einer Studie des amerikanischen Marktforschungsunternehmens IDC zum Thema Datenkopien verwenden Unternehmen weltweit rund 60 Prozent ihrer Festplattenkapazitäten, 65 Prozent ihrer Speichersoftware sowie 85 Prozent ihrer Speichersysteme, um überflüssige Kopien ihrer Produktionsdaten zu verwalten. Durch jenes Management solcher überflüssigen Kopien entstehen laut IDC jährlich Kosten in Höhe von 44 Milliarden Dollar.

Ebenjenes Problem will Actifio beseitigen und hat eine Technologie entwickelt, um überflüssige Kopien von Daten zu beseitigen. Laut Actifio können Unternehmen dadurch beispielsweise die Zeit für das sogenannte Recovery, also die Daten-Wiederherstellung im Verlustfall, von Stunden auf Minuten reduzieren, und gleichzeitig die Kosten für die Datensicherung um 90 Prozent verringern.

Laut eigenen Angaben konnte Actifio im Jahr 2013 die Zahl seiner Deals fast verdreifachen (plus 182 Prozent). Inzwischen verfügt das Unternehmen über mehr als 300 Kunden weltweit. Mit dem jetzigen Investment will Actifio-CEO Ashutosh das Wachstum weiter beschleunigen: „Wir werden diese Finanzierungsrunde nutzen, um unsere Lösung den globalen Top-2000-Unternehmen anbieten zu können und die Reichweite unserer Technologie bis herunter in den Mittelstandsmarkt zu vergrößern.“

Die Billion-Dollar-Start-ups
Foursquare auf dem iPhone Quelle: dapd
airbnb Quelle: Screenshot
Das undatierte Firmenhandout des Internet-Musik-Diensts Spotify zeigt den Firmengründer einen Screenshot der Plattform Quelle: dpa
Bleacher ReportDie Sportseite Bleacher Report gibt es erst seit 2007. Mittlerweile besuchen rund 25 Millionen Nutzer pro Monat die Homepage, um sich Videos, Analysen und Hintergrundberichte zu verschiedensten Sportthemen anzusehen. Die Zahl der sogenannten unique user macht den bleacher report zur viertgrößten Sport-Website im Netz. Für Nachrichtendienste ohne Sportberichterstattung wäre der Kauf von br also eine Überlegung wert. Quelle: Screenshot
FabBei der Shopping-Community Fab macht pro Tag rund 300.000 Dollar Umsatz. Die mehr als drei Millionen Nutzer können über Fab nach ihren Lieblings-Designer-Stücken suchen und beim Einkauf bis zu 70 Prozent sparen. Das Unternhemen hinter der Community hat bereits 50 Millionen Dollar Investorengelder einsammeln können und ist derzeit um die 200 Millionen Dollar wert. Für Groupon oder andere Schnäppchen-Anbieter wäre Fab eine gute Ergänzung. Quelle: Screenshot
A visitor tries on the new game "Angry Birds Space" during a launching ceremony in Hong Kong Quelle: dapd
PathMit der App Path können Nutzer private Momente, Bilder und Videos mit ihren Freunden teilen. Path funktioniert quasi wie ein Tagebuch, das ein bestimmter Kreis von Menschen lesen darf und von dem bestimmte Einträge auch bei Twitter, Foursquare, Facebook oder Tumblr veröffentlicht werden können. Rund drei Millionen Menschen nutzen das soziale Netzwerk für unterwegs. Google hatte schon einmal bei Erfinder Dave Morin angeklopft und ein 100 Millionen Dollar für Path geboten. Morin lehnte jedoch ab. Quelle: Screenshot
SquareWer sich bei Square registriert, brauch nie mehr irgendeine Kreditkarte benutzen, sondern kann sein Handy dafür benutzen. Außerdem gibt es fürs eigene Gerät einen Kreditkartenleser. Erfunden hat das mobile Bezahlsystem der Twitter-Mitgründer Jack Dorsey. Für Visa oder Mastercard wäre Square eine schöne Bereicherung. Sie müssten allerdings mindestens eine Milliarde Dollar hinblättern, einige schätzen den Wert des Dienstes auch auf zwei Milliarden. Quelle: Screenshot
Eine Frau sitzt mit einer Pinnwandnadel vor einem Computerbildschirm, auf dem die Homepage und das Logo vom Foto-Netzwerk Pinterest zu sehen sind. Quelle: dpa
YammerYammer funktioniert wie Twitter für Firmen und wird für die private Kommunikation innerhalb der Unternehmen genutzt. Die Zugänge zu einem Yammer-Netzwerk werden streng personalisiert, so dass auch nur Leute einer Firma in einem Netzwerk sind. Das Ganze lässt sich natürlich auch auf einzelne Abteilungen oder Teams herunter brechen. Quelle: Screenshot

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