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Kauf von GTS Central Europe Telekom baut ihre Macht in Osteuropa aus

Die Deutsche Telekom stärkt ihre Position in Tschechien, Ungarn, Polen und Rumänien. Die Übernahme des Glasfasernetzbetreibers GTS Central Europe soll aber nicht die letzte in der Region bleiben.

Die deutsche Telekom expandiert und festigt ihre Stellung in Mittel- und Osteuropa. Quelle: REUTERS

546-Millionen-Euro hat die Telekom für GTS Central Europe bezahlt. GTS bietet Telekom-Diensten in Zentral- und Osteuropa an, besitzt und betreibt Netzinfrastruktur und Rechenzentren unter anderem in Tschechien, Ungarn, Polen und Rumänien. Die Gruppe setzte im vergangenen Jahr 347 Millionen Euro um, der Betriebsgewinn (Ebitda) betrug 87 Millionen Euro. Das slowakische GTS-Geschäft wird der Telekom zufolge nicht mit übernommen.

Deutsche Telekom

Verkäufer ist ein Konsortium internationaler Private-Equity-Firmen, darunter Columbia Capital, HarbourVest Partners, Innova Capital und M/C Partners. In der Telekom-Mitteilung wird der GTS-Chef Danny Bottoms mit den Worten zitiert, die Partnerschaft werde GTS-Kunden und Mitarbeitern eine Vielzahl von Möglichkeiten bieten.

In Slowenien, wo die Telekom noch nicht aktiv ist, wollen die Bonner, vertreten durch ihre kroatische Tochter Hrvatski Telekom, nach der Privatisierung die Kontrolle über die bisher staatliche Telekom Slovenije übernehmen.

Die heißesten Übernahmekandidaten auf dem Telekommunikationsmarkt

Wer den Zuschlag bekommt, will die slowenische Regierung demnächst bekannt geben. Mit solchen Schachzügen baut die Telekom ihre ohnehin starke Stellung im Osten und Südosten Europas weiter aus.

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Dabei ist der Telekom-Vorstand mit der Umsatzentwicklung seiner ost- und südosteuropäischen Töchter unzufrieden. Die Wirtschaftskrise sowie Entscheidungen der Regulierungsbehörden haben zu außergewöhnlich hohen Umsatz- und Gewinneinbrüchen geführt. In den ersten neun Monaten sank der Umsatz in europäischen Ausland um 5,8 Prozent auf nur noch 10,2 Milliarden Euro.

Selbst die überaus vorsichtigen internen Planungen des Telekom-Vorstands, die der WirtschaftsWoche vorliegen, wurden in wichtigen Ländern wie Griechenland, Kroatien, den Niederlanden und Österreich um zwei bis drei Prozent verfehlt.

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