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KI, Autonomes Fahren, 5G Samsung plant Investitionen von 138 Milliarden Euro

Samsung investiert in Südkorea in neue Technologien, auch um unabhängiger vom abkühlenden Smartphone-Markt zu werden. Quelle: REUTERS

Samsung will in den nächsten drei Jahren stark in aufstrebende Technologien investieren. Fast drei Viertel der Summe sollen in Südkorea bleiben, auch außerhalb des Konzerns könnten dabei 700.000 Arbeitsplätze entstehen.

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Der südkoreanische Mischkonzern Samsung legt bei der Entwicklung neuer Technologien eine Schippe drauf. Der größte Konzern des Landes wolle über einen Zeitraum von drei Jahren umgerechnet rund 138 Milliarden Euro investieren, ein Plus von sechs Prozent gegenüber den Ausgaben des letzten Drei-Jahres-Zeitraums, teilte der Apple-Rivale am Mittwoch mit. Allein über 19 Milliarden Euro sollen für die Entwicklung künstlicher Intelligenz, 5G-Mobiltechnologie, elektronische Komponenten für Autos und das biopharmazeutische Geschäft von Samsung Electronics investiert werden.

Ziel sei es, neue Wachstumsbereiche auszumachen, da sich die Halbleiter- und Smartphone-Kerngeschäfte abschwächen, erläuterte der Konzern. Der größte Teil soll in Südkorea investiert werden. Rund 40.000 Arbeitsplätze sollen neu geschaffen werden, 20.000 mehr als zuletzt geplant. Erst Anfang der Woche hatte der südkoreanische Finanzminister den Samsung-Chef Jay Y. Lee getroffen und um Hilfe bei der Schaffung von Arbeitsplätzen gebeten. Man strebe an, eine „führende Kraft beim Aufbau und der Belebung des Ökosystems innovativer Unternehmen für die digitale Wirtschaft zu werden“, erklärte Samsung. Bis zu 700.000 neue Arbeitsplätze sollen so auch außerhalb von Samsung generiert werden, vorrangig in der Chip- und Displaybranche. 72 Prozent der geplanten Investitionen würden in Südkorea vorgenommen.

Wegen des bisher lukrativen Smartphone-Geschäfts war Samsung zuletzt langsamer gewachsen als gewohnt. Im zweiten Quartal legte das Ergebnis trotz florierender Halbleiter-Verkäufe nur um knapp sechs Prozent auf 14,9 Billionen Won (11,4 Milliarden Euro) zu. Es war das kleinste Plus seit mehr als einem Jahr. Der Betriebsgewinn im umkämpften Smartphone-Geschäft brach um 34 Prozent auf 2,06 Milliarden Euro ein.

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