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Konkurrenten schließen Bündnis Google darf bei Yahoo werben

Die Internetkonzerne Google und Yahoo haben ein Bündnis geschlossen, das Microsoft schmerzen dürfte: Yahoo lässt Google-Werbeanzeigen auf seinen Webseiten zu. Zuvor hatte sich Yahoo-Chefin Marissa Mayer enttäuscht über ihre Partnerschaft mit Microsoft geäußert.

Yahoo Marissa Mayer Quelle: dapd

Auf den Webseiten von Yahoo wird künftig auch Werbung von Google ausgeliefert. Nachdem bereits Gerüchte im Internet kursierten, gab Yahoo am Mittwoch (Ortszeit) das neue Bündnis bekannt: "Wir freuen uns ein weltweites nicht-exklusives Bündnis mit Google bekanntgeben zu können", hieß es.

Kontextbezogene Werbung soll über Googles Adsense und Admob auf Yahoo-Webseiten und in den Suchergebnissen ausgeliefert werden. Der Konzern hat neben Google aber noch weitere Partner in diesem Bereich. "Indem wir Google zur Liste unserer Weltklasse-Partner für Kontextwerbung hinzufügen, werden wir in der Lage sein, unser Netzwerk zu erweitern, was heißt, dass die Anzeigen für unsere Nutzer noch passender sein werden", erklärte Yahoo. Für die Nutzer werde dies aber keine spürbaren Änderungen nach sich ziehen.

Warum Microsoft erneut um Yahoo buhlt
Im Jahr 2008 wies Yahoo-Gründer Jerry Yang (Bild) das Übernahmeangebot von Microsoft noch entrüstet zurück. 47,5 Milliarden Dollar - etwa 33 Dollar pro Aktie - waren ihm deutlich zu wenig. Von Erfolg gekrönt war der Poker nicht. Derzeit notiert die Yahoo-Aktiel bei knapp 15 Dollar. Internetpionier Yahoo, einst Superstar der Online-Welt, hat in den vergangenen Jahren den Anschluss verloren. Der große Konkurrent .... Quelle: ap
... Google hat Yahoo mit seiner Suchmaschine längst den Rang abgelaufen. Wenn die Zukunft des Internets diskutiert wird, sprechen Experten von Google, Apple und Facebook. Dennoch ist Yahoo für Microsoft keine unattraktive Braut. Das Unternehmen hat weltweit noch mehr als 700 Millionen Nutzer, das Mail-Programm und Yahoo-News erfreuen sich in den USA weiterhin großer Beliebtheit. Quelle: dapd
Microsoft-Chef Steve Ballmer möchte vor allem das Großkundengeschäft bei der Suchmaschinenwerbung vorantreiben. Yahoo ist hier noch immer der führende Anbieter im Markt - auch wenn Facebook aufholt. Quelle: dapd
Schon jetzt kooperieren die beiden Unternehmen: Yahoo nutzt die Microsoft-Suchmaschine Bing. Die Einnahmen aus der Online-Werbung teilen sich die Unternehmen. Aber Microsoft will mehr, das erkaltete Interesse ist neu entflammt. Zusammen mit einer Reihe von Finanzinvestoren analysiert Microsoft derzeit offenbar die Bücher von Yahoo, um die neuen Möglichkeiten eine Übernahme auszuloten. Quelle: Reuters
Eine gewichtige Rolle könnte allerdings auch die chinesische Internetfirma Alibaba spielen. Derzeit hält Yahoo als Investor 40 Prozent der Anteile an Alibaba. Allerdings wollen die Chinesen diesen Deal rückgängig machen und erwägen ihrerseits, bei Yahoo einzusteigen. Quelle: dapd
Spätestens seit dem Abgang von Yahoo-Chefin Carol Bartz im September scheint klar, dass es Yahoo als eigenständiges Unternehmen nicht mehr lange geben wird. Offiziell fiel Bartz der strategischen Neuausrichtung des Konzerns zum Opfer. Sie selbst ließ an ihren ehemaligen Kollegen aus dem Verwaltungsrat kein gutes Haar und spuckte nach ihrer Entlassung in einem Interview Gift und Galle: „Diese Leute haben mich verarscht.“ („These people fucked me over“) Quelle: Reuters

Das Blog "All Things Digital" berichtet, dass die Gespräche über eine Zusammenarbeit zwischen den Konzernen bereits im vergangenen Jahr begannen. Als das Google-Urgestein Marissa Mayer den CEO-Posten von Ross Levinsohn übernahm, seien die Gespräche zunächst eingeschlafen. Das habe sich jedoch geändert, als Mayer im Oktober 2012 den hochrangigen Google-Manager und Online-Werbespezialisten Henrique de Castro zu Yahoo holte.

Die vermeintlichen Yahoo-Heilsbringer: Marissa Mayers Spitzenteam aus dem Jahr 2012

"All Things Digital" vermutet, dass Yahoo und Google in Zukunft noch enger zusammenarbeiten werden. Zur Zeit übernimmt Microsoft die Vermarktung der Suchmaschinenwerbung bei Yahoo, doch laut dem Blog hatte Mayer zuletzt öffentlich erklärt, dass sie mit der Entwicklung der Partnerschaft mit Microsoft unzufrieden sei.

Nachdem es mit Yahoo nach dem ersten Internetboom um die Jahrtausendwende vor allem durch die scharfe Konkurrenz durch Suchmaschinengigant Google bergab ging, schaffte es Mayer 2012 erstmals seit vier Jahren ein Umsatzplus bei Yahoo zu erwirtschaften.

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