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Kooperation Huawei rüstet Stadion von BVB mit WLAN aus

Der chinesische Netzwerkausrüster errichtet im Signal-Iduna-Park eines der größten Drahtlos-Netzwerke in Deutschland. BVB-Stadionbesucher können dann kostenlos mobil im Internet surfen. Zudem erwägt Huawei Smartphones und Tablets in schwarz-gelb auf den Markt zu bringen.

Die wertvollsten Fußballvereine Europas
2011 war ein äußerst lukratives Jahr für Europas Fußball-Elite. Wie aus dem neuen Forbes-Ranking der wertvollsten Fußballvereine hervorgeht, konnten die Top-20-Klubs ihren Wert im Durchschnitt um rund 20 Prozent auf ca. 770 Millionen Dollar steigern. Grund dafür waren unter anderem kräftig gestiegene Einnahmen auf TV-Rechten und Europacup-Prämien. So wurde in der vergangenen Saison an die 32 Champions-League-Teilnehmer mit 1,14 Milliarden Dollar seitens der Uefa 23 Prozent mehr Geld ausgeschüttet als noch im Vorjahr, die Einnahmen aus den TV-Rechten kletterten um 25 Prozent auf insgesamt 1,28 Milliarden Dollar. Bezeichnend: Unter den Top-Mannschaften findet sich kein Team aus Amerika, Asien oder Afrika. Quelle: Forbes.com Quelle: dpa
Platz 1: Manchester UnitedSeitdem Forbes die Liste der wertvollsten Vereine 2004 das erste Mal veröffentlichte, hat der englische Rekordmeister ein Abonnement auf den Spitzenplatz. Die „Red Devils“ konnten ihren Wert gegenüber dem Vorjahr noch einmal um 20 Prozent auf nunmehr 2,24 Milliarden Dollar steigern. Sportartübergreifend kann kein anderer Verein ManUnited das Wasser reichen. Selbst das berühmte Baseball-Team der New York Yankees sowie NFL-Klub Dallas Cowboys aus den USA hängen rund 385 Millionen Dollar hinterher. Quelle: Reuters
Platz 2: Real MadridDie „Königlichen“ machen mehr und mehr Boden auf Spitzenreiter Manchester United gut. Im letzten Jahr konnte Real seinen Wert um 29 Prozent auf 1,877 Milliarden Dollar steigern. Bei den operativen Einnahmen (214 Millionen Dollar) liegen die Spanier sogar vor Manchester an der Spitze. Quelle: dpa
Platz 3: FC BarcelonaMit immer größeren Schritten schiebt sich die wohl derzeit beste Mannschaft der Welt mit ihren drei Mega-Stars Xavi, Andres Iniesta und Lionel Messi (v.l.) an die Konkurrenz auf den ersten beiden Plätzen heran. „Barca“ ist laut Forbes-Angaben rund 1,34 Milliarden Dollar wert, das bedeutet eine Steigerung von 34 Prozent. Allein aus den TV-Vermarktungstöpfen flossen 266 Millionen Dollar auf das Konto der Katalanen - mehr als an jeden anderen Verein im Vergleich. Auch in diesem Jahr dürfte der Wert noch einmal einen ordentlichen Schub erhalten. Die laufende Saison ist die erste Spielzeit in Kooperation mit Hauptsponsor Qatar Foundation, die dem amtierenden Champions-League-Sieger bis zur Saison 2015/16 jährlich Einnahmen in Höhe von 44 Millionen Dollar garantiert. Quelle: dapd
Platz 4: FC ArsenalDer FC Arsenal gehört zwar nach wie vor zu den „Big Four“ in England, musste aber in den letzten Jahren immer wieder der Konkurrenz aus Manchester den Vortritt lassen - sportlich wie finanziell. Mit einem Wert von 1,292 Milliarden Dollar sortieren sich die „Gunners“ auf dem vierten Platz ein. Insgesamt setzten die Londoner in der Saison 2010/11 364 Millionen Dollar um - mit Abstand der geringste Betrag unter den Top-5-Klubs. Quelle: dpa
Platz 5: FC Bayern MünchenDer deutsche Rekordmeister hat sich für die laufende Saison viel vorgenommen. Im eigenen Stadion soll es endlich wieder mit dem ersten Champions-League-Titel seit 2001 klappen - und die Chancen stehen garnicht einmal schlecht. Auch im Forbes-Ranking gehören die Bayern zur Spitzengruppe. Ein Wert von 1,235 Milliarden Dollar (plus 18 Prozent) bedeutet Platz fünf. Bei den Werbeeinnahmen liegen die Münchener sogar europaweit an der Spitze. Trotz verpasster Meisterschaft und des frühen Champions-League-Aus flossen immerhin noch 258 Millionen Euro an die Säbener Straße. Quelle: dpa
Platz 6: AC MailandDer italienische Meisterschaftsaspirant ist der wertvollste Klub unterhalb der Milliarden-Grenze. Die Forbes-Experten taxieren den Wert der Lombarden auf 989 Millionen Dollar, was im Ranking zum sechsten Platz reicht. Der Vorsteuergewinn in der vergangenen Saison lag mit 29 Millionen Euro allerdings deutlich unter dem Schnitt der Top 10. Quelle: dpa

Der zweifache BVB-Meistertrainer Jürgen Klopp kennt sich aus mit Fußballtaktik und der Motivation seiner Mannschaft  – moderne IT ist dagegen weniger sein Metier. Das hat er in seiner ihm eigenen Art am gestrigen Nachmittag deutlich gemacht. Im Signal-Iduna-Park – dem Stadion von Borussia Dortmund – haben der BVB und der chinesische Netzwerkausrüster Huawei ihre neue Kooperation vorgestellt. Nach wenigen Sätzen grätscht Klopp dem neuen Partner steil rein: „Jetzt habe ich sieben Wörter in Folge nicht verstanden.“

Welche Fußballclubs ihre Sponsoren glücklich machen
Platz 20Die Wolfsburger landeten auf Platz 20. Auch Sponsor VW kann dem VfL offenbar nicht dabei helfen, über sein dauerhaft mieses Image hinwegzukommen. In einer weiteren Studie des Marktforschungsinstut mafo.de verbanden die Befragten den Verein mit Schlagworten wie „Söldnerverein“ und „Geld“. Markenindex: 39,82 Quelle: dpa
Platz 24Für den FC Augsburg wird es schwer, hochzukommen. Trotz Aufstieg in die erste Liga reicht es für die Augsburger nur für den vorletzten Platz. Keine Überraschung also, dass Augsburgs Marcel De Jong sich schon vor Scham auf den Boden wirft. Auch Sponsor AL-KO wird sich darüber kaum freuen können. Markenindex: 38,22 Quelle: dapd
Platz 16Der FC Freiburg hat die Wende geschafft. In der Hinrunde noch Tabellenletzter liegen die Freiburger jetzt im Mittelfeld. Das gilt auch für das Ranking der bekanntesten und beliebtesten Fußballvereine Deutschlands. Markenindex: 43,32 Quelle: dapd
Platz 13Der 1. FC Kaiserslautern hat den Abstiegskampf verloren. Bei der Markenmeisterschaft landet der Verein trotzdem noch im Mittelfeld. Dort tümmeln sich auch andere erfolgslose Vereine. Markenindex: 44,72 Quelle: dpa
Platz 14Kein Grund zur Freude auch bei Maskottchen Herthinho und Roman Hubnik: Die Hertha hätte sich wohl einen besseren Platz erhofft. Da ist vielleicht auch für Trikotsponsor Deutsche Bahn der Zug bald abgefahren. Markenindex: 44,48 Quelle: dpa
Platz 18Vielleicht hatte 1899 Hoffenheim einfach noch nicht genug Zeit, sich ein gutes Image zu erarbeiten. Mit dem „Retortenklub“-Ruf im Rücken ist das aber auch nicht einfach. Der Schriftzug des Solarherstellers Suntech brachte die Spieler bisher auch noch nicht zum strahlen. Da hilft nur: Am Ball bleiben. Markenindex: 41,96 Quelle: dpa
Platz 15Torjubel bei den Hannoveranern Jan Schlaudraff (l.) und Karim Haggui. In der Bundesliga liegt Hannover 96 aktuell auf Platz 7, auf das Markenranking färbte das jedoch nicht ab. Markenindex: 44,35 Quelle: dpa

Kein Wunder, schließlich ist Huawei nicht nur normaler Sponsor des BVB. Sondern die Chinesen fungieren zugleich als Technologiepartner für den Dortmunder Verein. Wichtigstes Vorhaben: Huawei rüstet das frühere Westfalenstadion des BVB mit einer gigantischen Drahtlos-Infrastruktur aus. Bis zu 40.000 Besucher sollen gleichzeitig in dem BVB-WLAN surfen können – und zwar kostenlos. In den Signal Iduna Park passen bei Maximalauslastung rund 80.000 Menschen „Dieses Wireless-Projekt ist eines der größten in Deutschland und in dieser Form einzigartig in Europa ist“, sagt Jörg Karpinski, Vertriebschef von Huawei in Deutschland verantwortlich für das Projekt.

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Dass ein derart gigantisches Drahtlosnetz eine enorme technische Herausforderung bedeutet, weiß jeder, der einmal auf einer Großveranstaltung wie etwa der weltgrößten IT-Messe Cebit in Hannover versucht hat, per WLAN ins Internet zu gehen. Huwaei will diese Hürden meistern, indem sie insgesamt 900 Sende- und Empfangsstationen im ganzen Stadion installieren. Dadurch erhält der Signal-Iduna-Park dann eines der größten WLAN-Netze in Deutschland.

Wann genau es soweit ist, darauf wollen sich weder Huwaei noch der BVB festlegen. Der Aufbau soll jedenfalls in den kommenden zwölf Monaten erfolgen; der Anpfiff könnte spätestens zur Saison 2014/15 erfolgen. Die Dortmunder wollen ihren Fans über das Stadion-eigene Netzwerk dann laut BVB-Marketingdirektor Carsten Cramer auch exklusive Inhalte direkt aufs Handy senden, etwa die Aufstellung der Schwarz-Gelben vor Spielbeginn.

Die Kooperation zwischen dem Dortmunder Fußballclub und dem chinesischen IT-Riesen könnte künftig noch um eine weitere Facette erweitert werden. So erwägt Huawei sogar, eine eigene Produktreihe aus Smartphones und Tablets in schwarz-gelb – den Farben des BVB – auf den Markt zu bringen.

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