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Lenovo Motorola-Smartphones bringen das Umsatzplus

Vom klassischen PC-Geschäft will sich Lenovo freischwimmen. Mit Zukäufen steigert der chinesische Konzern tatsächlich seinen Umsatz beachtlich - und steigt auch in der Liga der Smartphone-Anbieter auf.

Auf dem Weg zur Weltspitze
LenovoProdukte: Smartphones, PCs, Tablets Umsatz/Gewinn: 34 Mrd. $/1 Mrd. $ Marktanteile weltweit/China: 18,6 %/40 % Umsatz in China: 70 %, mit Motorola stark in den USA Markkapitalisierung: 11,4 Mrd. $ Story: setzt auf Masse und versucht, nach den PCs nun auch bei Smartphones die Nr. 1 zu werden Konkurrenz:Samsung Umsatz: 327 Mrd. Dollar Gewinn: 20 Mrd. Dollar Apple Umsatz: 178,1 Mrd. Dollar Gewinn: 38,5 Mrd. Dollar HP Umsatz: 81,7 Mrd. Dollar Gewinn: 5.1 Mrd. Dollar Umsatz und Gewinn beziehen sich, wenn nicht anders erwähnt auf 2013 Quellen: Unternehmensangaben Quelle: AP
AlibabaProdukt: Online-Handel Umsatz/Gewinn: 8 Mrd. $/3,6 Mrd. $ Position in China: Nr.1|Warenumsatz: 248 Mrd. $ Marktkapitalisierung: Schätzungen bis zu 200 Mrd. $ Story: geht demnächst an die Börse, expandiert mit seinem Flaggschiff Taobao in Südostasien, übernimmt in den USA Wettbewerber Konkurrenz:Ebay Umsatz: 16 Mrd. Dollar Gewinn: 2,8 Mrd. Dollar Amazon Umsatz: 81,7 Mrd. Dollar Gewinn: 2,8 Mrd. Dollar Quelle: REUTERS
QorosProdukt: Autos Umsatz/Gewinn: k. A./255 Mio. $ Verlust Marktanteile/Marktkapitalisierung: vernachlässigbar/nicht börsennotiert Position in China: erste weltmarktfähige Limousine Story: Produktion läuft an, 2015 rund 300 000 Fahrzeuge geplant, Expansion in Schwellenländer und Osteuropa, gegen Premiumhersteller Konkurrenz:Fernziel ist der Wettbewerb mit den weltweiten Premiumanbietern aus Europa, Asien und den USA. Dadurch gerät zum Beispiel VW ins Visier. Quelle: AP/dpa
UnionpayProdukt: bargeldlose Zahlung Umsatz/Gewinn(2011): 1 Mrd. $/k.A. Marktanteile: 3,5 Mrd. Kreditkarten in China Marktkapitalisierung: k. A. Position in China: Nr. 1, nur fünf Prozent Story: zweitgrößtes Bezahlnetzwerk nach Visa Auslandsumsatz Konkurrent:Visa Umsatz: 11,8 Mrd. Dollar Gewinn: 4,9 Mrd. Dollar
TencentUmsatz/ Gewinn: 10 Mrd. Dollar/ 2,5 Mrd. Dollar Produkt: Soziale Netzwerke Position in China: Messenger WeChat 400 Mio. Nutzer; Marktführer in China, 100 Millionen außerhalb Marktkapitalisierung: 150 Mrd. Story: weltweite Expansion, Übernahme von US Computerspieleherstellern Konkurrenz:Facebook Umsatz. 7,9 Mrd. Dollar Gewinn 1,5 Mrd. Dollar Quelle: REUTERS
XaomiProdukt: Smartphones Umsatz/Gewinn (1. Hj. 2014): 5,3 Mrd. $/k. A. Marktanteile: 14 % in China Position in China: Senkrechtstarter, 26 Mio. verkaufte Handys 1. Hj. 2014 Story: Handys kosten nur 100 $, aktiv in Südostasien, Expansion nach Russland und in andere Schwellenländer, fast nur Online-Verkäufe, hauchdünne Margen Konkurrenz:Samsung Umsatz: 327 Mrd. Dollar Gewinn: 20 Mrd. Dollar Apple Umsatz: 178,1 Mrd. Dollar Gewinn. 38,5 Mrd. Dollar Quelle: REUTERS
BaiduProdukt: Internet-Suchmaschine Umsatz/Gewinn: 5,2 Mrd. $/1,7 Mrd. $ Marktanteile: ca. 65 % in China Marktkapitalisierung: 74 Mrd. $ Position in China: Marktführer Story: Größter Auslandsmarkt Brasilien, Expansion im arabischen Raum, zensiert Inhalte in China Konkurrenz: Google Umsatz: 59,8 Mrd. Dollar Gewinn: 12,9 Mrd. Dollar Quelle: dpa

Der chinesische Computer-Hersteller Lenovo hat dank guter Smartphone-Verkäufe seinen Umsatz gesteigert. Die Erlöse kletterten im dritten Geschäftsquartal binnen Jahresfrist um 31 Prozent auf 14 Milliarden Dollar, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Allein mit den mobilen Geräten setzte Lenovo, zu dem in Deutschland der Aldi-Lieferant Medion gehört, 3,4 Milliarden Dollar um. Das entspricht einem Viertel der Gesamteinnahmen und einer Verdoppelung im Vergleich zum Vorjahr. Zukauf Motorola trug 1,9 Milliarden Dollar dazu bei.

Diese Konzerne könnten westlichen Firmen gefährlich werden
Henkel und Procter & Gamble aufgepasst: Der aus Indien stammende Konsumgüterkonzern Godrej Consumer Products kann sich über stetig wachsende Umsätze und Gewinne freuen und hat es damit in die Liste der Herausforderer der Boston Consulting Group geschafft. Die Unternehmensberater stellen in ihrer alljährlichen Studie "BCG Global Challengers – Companies on the Move" die hundert wichtigsten Unternehmen aus den Emerging Markets vor, die das Zeug dazu haben, sich international durchzusetzen. Einige davon, wie beispielsweise die Lufthansa-Konkurrenz Etihad haben es bereits geschafft. 2011 sind 26 neue Unternehmen aus den Wachstumsmärkten in der Liste vertreten, darunter Godrej. Der Hersteller von Waschmittel und Kosmetika ist aber nicht das einzige Unternehmen aus Indien, das dem Westen einen Blick wert sein sollte: Ebenfalls in der Liste stehen die Unternehmen Sun Pharmaceutical Industries, Tata Chemicals, Crompton Greaves, Dr. Reddy's Laboratories, Lupin Pharmaceuticals, Tata Consultancy Services, Tata Motors und Tata Steel, Hindalco Industries, Mahindra & Mahindra, Infosys, Larsen & Toubro, Vedanta Resources, Bajaj Auto, Wipro, Motherson Sumi Systems, Reliance Industries, Bharti Airtel und Bharat Forge. "Die neuen Herausforderer haben innovative Geschäftsmodelle entwickelt und verstehen die Emerging Markets. Somit können sie ein enormes Wachstum erzielen", sagt Studienautor Nikolaus Lang von Boston Consulting. Gegenüber den international etablierten Konzernen haben die aufstrebenden Unternehmen den Vorteil, dass sie die Märkte vor Ort und die Kundenbedürfnisse genau kennen. Mehr über die Märkte von morgen erfahren Sie hier. Quelle: Screenshot
Ein weiterer Aufsteiger ist das südafrikanische Medienunternehmen Naspers - übrigens nicht der einzige Neuling aus Südafrika. Insgesamt haben es fünf afrikanische Unternehmen unter die Neuzugänge geschafft. Quelle: Screenshot
Ebenfalls aus Südafrika stammt der Mobilfunkkonzern MTN, der - ganz Weltkonzern - auch Veranstaltungen und große Modeschauen ausrichtet. Zwar wird die Liste aller herausfordernden Unternehmen aus den Wachstumsmärkten noch von den Branchen Rohstoffe, Investitionsgüter, Stahl, Metall und Bergbau und fossile Brennstoffe dominiert, unter den Neueinsteigern sind dafür außerordentlich viele Kommunikations- und Pharmaunternehmen. Quelle: REUTERS
So ist das dritte südafrikanische Unternehmen, dass es neu in die "Global Challengers" der Boston Consulting Group geschafft hat, das Pharmaunternehmen Aspen Pharmacare, das zu den Top 20 der weltweiten Generikaherstellern gehört. Aspen Pharmacare hat 18 Fabriken auf fünf Kontinenten und verkauft seine Produkte außer in Afrika auch in Lateinamerika und in Europa. Die Afrikaner sind also auf einem guten Weg, Ratiopharm, Hexal oder Stada gefährlich zu werden. Gleiches gilt natürlich auch für die westliche Konkurrenz der ebenfalls aus Afrika stammenden Unternehmen Bidvest Group oder Sasol. Quelle: Screenshot
Ein weiteres Pharmaunternehmen, dass es in die Liste der aufstrebenden Herausforderer geschafft hat, ist die indische Firma Sun Pharmaceuticals. Das Unternehmen ist seit 1994 an der Börse und wird in den größten indischen Indizes geführt. Begonnen hat der Konzern 1983 als Startup - heute gehört er zu den führenden Pharmafirmen des Landes. Auch auf dem amerikanischen Generikamarkt ist Sun Pharmaceuticals kein Unbekannter - der Rest der Welt ist das nächste Ziel. So heißt es seitens des Unternehmens: "We intent to optimize our expertise in chemistry and brand building to build a lasting footprint in world markets." Glaubt man den Experten der Boston Consulting Group, ist das kein zu hoch gestecktes Ziel. "Innerhalb der nächsten fünf Jahre könnte sich rund die Hälfte dieser Unternehmen für die Aufnahme in die 'Fortune Global-500', die Liste der weltweit umsatzstärksten Unternehmen, qualifizieren", ist sich Studienautor Lang sicher. Quelle: Screenshot
Auch Russland ist mit einigen Unternehmen bei den Neuaufsteigern vertreten. Neben dem aufstrebenden Mobilfunkanbieter VimpelCom sind das an der Nasdaq gelistete Minenunternehmen Norilsk Nickel, Severstal, der zweitgrößte Stahlerzeuger Russlands und Zulieferer von BMW, Ford und Mercedes, der Aluminiumproduzent Rusal und die Brennstoffförderer Lukoil und Gazprom. Quelle: Screenshot
Ebenfalls aus dem medizinischen Bereich stammt das 1991 in Shenzhen gegründete Unternehmen Mindray. Mindray ist der größte Medizintechnikproduzent Chinas und nur einer von vielen Neuzugängen aus dem Reich der Mitte. So sollten amerikanische und europäische Unternehmen auch die folgenden Konzerne im Auge behalten: China Communications Construction Company, China International Marine Containers Group, China Minmetals, China National Chemical Corporation (ChemChina), China National Offshore Oil Corporation, China Shipbuilding Industry Corporation, Geely International, Goldwind, Haier, Huawei Technologies, Johnson Electric, Lenovo Group, Li & Fung, Mindray, Sany Group, Shanghai Electric Group, Sinochem, Sinohydro, Sinoma International Engineering, Trina Solar, Wanxiang Group, Yanzhou Coal Mining Company, Zoomlion, ZTE. Huawei und Li & Fung haben sich auf den internationalen Märkten bereits einen Namen gemacht. Quelle: Screenshot

Die Expansionsstrategie lastet allerdings auf dem Gewinn des weltgrößten PC-Konzerns. Der ging wegen Kosten für zwei milliardenschwere Zukäufe um 4,5 Prozent auf 253 Millionen Dollar zurück.

Um sich vom klassischen PC-Geschäft unabhängiger zu machen, hat Lenovo von Google den US-Handy-Hersteller Motorola und von IBM die Server-Sparte erworben. Motorola habe im abgelaufenen Quartal mit über zehn Millionen Stück so viel verkauft wie noch nie zuvor, teilte Lenovo mit. Die Übernahme wurde Ende Oktober abgeschlossen.

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Lenovo ist mit Motorola der drittgrößte Smartphone-Anbieter nach Samsung und Apple. Die international bekannte Marke hilft den neuen Besitzern, die Abhängigkeit von heftig umkämpften chinesischen Heimatmarkt zu verringern. Rund 60 Prozent der Smartphones würden nun außerhalb Chinas verkauft, hieß es.

Allerdings gab es im mobilen Geschäft im vergangenen Quartal einen Vorsteuerverlust von 89 Millionen Dollar. Das PC-Geschäft fuhr dagegen seinen bisher höchsten Vorsteuergewinn mit 494 Millionen Dollar ein. Es macht jetzt knapp zwei Drittel der Lenovo-Umsätze aus. Vor einem Jahr lag der Anteil noch bei 81 Prozent.

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