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Lenovo präsentiert Phab 2 Pro Mit Vollgas in die Snapchat-Zeit

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Schwerfällige Integration von Motorola


In San Francisco gab es auch einen Laseraufsatz zu sehen, der eine Tastatur auf den Tisch projiziert oder ein Modul für den Betrieb mehrerer Bildschirme. Letztlich könnte das Gerät, mit dem richtigen Modul ausgestattet, einen kompletten Desktop-PC ersetzen.

Ganz so weit will Gartner-Analyst Mikako Kitagawa nicht gehen. „Es wird nicht direkt einen ausgewachsenen PC ersetzen“, sagt er. Trotzdem sei ein Erfolg des Moto-Z-Systems für das Unternehmen sehr wichtig: „Die Position im Smartphone-Markt wird einer der Kernfaktoren für den langfristigen Erfolg Lenovos sein“, ist er sicher.

Ein Erfolg ist aber alles andere als sicher: Ähnlich konzipierte Smartphones, zum Beispiel mit Einschub-oder Wechsel-Modulen, haben bislang wenig Erfolg im Markt gehabt. Ein Problem, welches Lenovo damit umgehen will, dass die „Mods“ einfach ohne Neustart oder Stecker anzubringen sind und über standardisierte 16 Kontakte Informationen austauschen.

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Damit soll gewährleistet werden, dass ein Gerät noch in Jahren mit neuen Modulen arbeiten kann. Ashton Kutcher, Schauspieler, Investor und Lenovo-Promoter, ist zuversichtlich, als er die Bühne betritt und zum Moto Z verkündet: „Es ist einfach, sich in Kleinigkeiten zu verlieren. Aber das ist ein echter Game-Changer.“

Das muss es auch sein. Moto Z ist damit nicht nur ein neues Smartphone. Die Integration der 2014 von Google gekauften Firma aus Chicago in den Konzern aus China erwies sich schwerer als erwartet. Im Mai musste Konzernchef Yang einräumen, man habe die Probleme unterschätzt und zum ersten Mal in sechs Jahren einen Jahresverlust ausgewiesen. Im ersten Quartal lag der Gesamtumsatz um 19 Prozent unter Vorjahr.

Nur noch zehn Millionen Geräte verkauften die Chinesen, davon fünf Millionen Motorolas. Nach Donnerstag könnte sich das geändert haben. Gartner-Analyst Mikako Kitagawa: „Da waren eine Menge gute Nachrichten für Lenovo dabei.“ Lenovo-Manager Lanci sieht die Talsohle durchschritten: „Wir hatten Probleme mit verspäteten Modellen“, sagt er. „Das ist jetzt vorbei.“

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