Malaysia Amerikanische Studie prangert Zwangsarbeit an

Fast 200.000 Migranten sind in der Elektronik-Branche in Malaysia beschäftigt. Viele sollen unter unwürdigen Bedingungen an Produkten arbeiten, die auch nach Deutschland geliefert werden.

Die gefährlichsten Städte der Welt
Ein Verletzter Mann in Barquisimeto Quelle: REUTERS
Handelskammer in Joao Pessoa Quelle: imago
Ein Polizist in Guatemala-Stadt Quelle: AP
Ausschreitungen zwischen der Polizei und Demonstranten in Fortaleza Quelle: dpa
Hände halten die Flagge von Honduras in die Höhe Quelle: REUTERS
Polizeibeamte Quelle: dpa Picture-Alliance
Ein Soldat der kolumbianischen Armee steht vor einer kolumbianischen Flagge Quelle: dpa
Platz 3: Acapulco (Mexiko)Tropische Temperaturen, Luxushotels und tolle Strände: Acapulco ist ein Touristenmagnet. Doch abseits der Strandpromenaden tobt ein blutiger Kampf. Im Jahre 2013 sind 113 Menschen pro 100.000 Einwohner ermordet worden. Quelle: dpa Picture-Alliance
Ein Frau trägt die Flagge Venezuelas in Caracas Quelle: REUTERS
Platz 1: San Pedro Sula (Honduras)San Pedro Sula, die zweitgrößte Stadt, hat eine Millionen Einwohner. Pro 100.000 Einwohner sind in einem Jahr 187 ermordet worden. Das war 2013 und die Gefährdung hat in der letzten Zeit sogar noch zugenommen. San Pedro Sula hat somit die höchste Mordrate. Nicht nur in Zentralamerika, sondern auf der ganzen Welt. Quelle: REUTERS

Sie produzieren Geräte für Apple, Samsung und Sony - und arbeiten dabei unter unwürdigen Bedingungen: Migranten aus Bangladesch, Indien, Myanmar, Nepal und Vietnam, die in Malaysia arbeiten, wie die "New York Times" berichtet.

Die Zeitung zitiert dabei aus einer Studie (.pdf), die im Auftrag des US-Arbeitsministeriums entstanden ist. Jeder dritte Arbeitnehmer arbeitet demnach unter Zwangsbedingungen, weil ihm der Pass abgenommen wurde oder er hohe Gebühren für einen Job in Malaysia zahlen musste. Geld, das er nun wieder verdienen muss. Das kann manchmal mehrere Monate dauern. Vorher dürfen sie die Fabrik nicht verlassen.

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In dem Bericht, so die "New York Times", wurden 500 Arbeiter in knapp 200 Fabriken befragt: 92 Prozent von ihnen gaben an, zu Überstunden gezwungen zu sein, um ihre Schulden abzubezahlen. Mehr noch hatten ihren Pass abgegeben und werden ihn wohl nur schwer oder gar nicht wiederbekommen.

Es sei ein schwerwiegendes Problem, so der Leiter der Befragung, Daniel Viedermann: "Dieser modernste Industriesektor ist von einer Form der Ausbeutung geprägt, die eigentlich längst der Vergangenheit angehören sollte."

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