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Medienkonzern Axel Springer enttäuscht mit Ausblick die Investoren

Konzernchef Mathias Döpfner kündigt für 2019 hohe Investitionen an, die auf Kosten der Gewinne gehen. Das kam am Morgen an der Börse nicht gut an.

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Berlin Der Medien- und Technologiekonzern Axel Springer nimmt für die weitere Digitalisierung stagnierende Gewinne in Kauf. „Im Jahr 2019 wollen wir in Wachstum investieren, um eine langfristige Wertsteigerung zu sichern“, kündigte Unternehmenschef Mathias Döpfner am Donnerstag zur Vorlage der Bilanz für 2018 an.

Beim Gewinn (bereinigtes Ebitda) peilt das Management für das laufende Jahr an, das Vorjahresergebnis von 738 Millionen Euro zu erreichen. Die Umsätze dürften im niedrigen einstelligen Prozentbereich zulegen, nach einem Anstieg von zuletzt gut vier Prozent auf rund 3,2 Milliarden Euro.

Der Ausblick kam bei Investoren nicht gut an: Die im MDax gelisteten Springer-Aktien verloren mehr als sieben Prozent. Die Papiere hatten bereits in den vergangenen zwölf Monaten gut 30 Prozent eingebüßt.

Für 2019 will Europas größter Digitalverlag weiter sein Internetgeschäft mit Job-, Immobilien- und Autoportalen stärken. Dieser Bereich war erneut größter Wachstumstreiber. Zudem wolle man weiteres Potenzial in den Bereichen Technologie und Daten heben.

Hierzu kündigte Springer bereits am Mittwoch die Übernahme der Paid-Content-Firma CeleraOne an, um als Technologieanbieter ins Geschäft mit bezahlten Inhalten einzusteigen und anderen Verlagen bei der Digitalisierung zu helfen.

Döpfner gab die Marschroute vor: „In Zukunft konzentrieren wir uns voll auf unsere beiden Standbeine, die Segmente Classifieds Media einerseits und News Media andererseits.“ Dies betrifft die Internetportale und die Geschäftsmodelle, die durch zahlende Leser oder Werbung finanziert werden.

Dazu gehören neben der „Bild"- und „Welt"-Gruppe auch als Hoffnungsträger das Wirtschafts- und Finanznachrichtenportal Business Insider und die Nachrichtenplattform Upday. Während Upday 2019 erstmals schwarze Zahlen schreiben soll, werde man kurzfristige Gewinne bei der Insider-Gruppe in künftiges Wachstum reinvestieren.

Im Fokus der Investitionen stehe auch das erfolgreiche Jobportal Stepstone, kündigte das Management an. Ferner soll die Produktpalette bei den Immobilienportalen ausgeweitet werden.

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