Microsoft in der Kritik Acer-Chef: Windows 8 ist zu kompliziert

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Der Chef des Computerherstellers Acer, Jim Wong, kritisiert das neue Betriebssystem Windows 8 als zu erklärungsbedürftig.

Acer-Tablet mit Windows 8 und Tastatur Quelle: dapd

„Ich glaube, Windows 8 ist zu kompliziert. Die Menschen verstehen das System nicht. Dabei müssen wir ihnen nun helfen“, sagte Wong der WirtschaftsWoche. Acer wolle deshalb sogenannte Experience-Center, die das Unternehmen bereits in einigen westeuropäischen Ländern und in Australien betreibt, bald auch „im Rest Europas, in China und Singapur“ eröffnen, um Kunden das neue Betriebssystem zu erläutern.
Windows 8 sei ein Grund für die schwachen Absatzzahlen im Laptop-Markt, die Wong als „enttäuschend“ bezeichnet.

Die neuen Geräte mit Windows 8
Laptop oder Tablet-Computer? Was das IdeaPad Yoga 13 von Lenovo ist, hängt davon ab, wo Nutzer den Bildschirm hindrehen. Denn der lässt sich nicht nur im 90-Grad-Winkel aufstellen, sondern komplett umklappen. Im Vergleich zu Geräten wie dem iPad ist das IdeaPad jedoch relativ groß und schwer: Es misst 13 Zoll und wiegt 1,5 Kilogramm. Auch der Preis von rund 1300 Euro ist stattlich. Alternativ bietet sich das Lenovo Ideapad Yoga 11 (im Bild) an. Das Gerät ist mit seinem 11-Zoll-Bildschirm deutlich handlicher und mit 1300 Gramm auch etwas leichter. Kostenpunkt: 799 Euro. Quelle: dpa
Fliegender Wechsel: Das Vaio Duo 11 lässt sich mit einer Schiebebewegung vom Ultrabook zum Tablet verwandeln. Das flache, leichte und leistungsfähige Gerät hat allerdings seinen Preis: Sony vermarktet es ab 1200 Euro – auch für ein Ultrabook ist das nicht gerade günstig. Quelle: Sony
Premiere für Microsoft: Der Konzern beschränkte sich bislang auf die Rolle des Software-Lieferanten, jetzt bringt er mit dem Tablet-Computer Surface auch eigene Hardware heraus. Installiert ist Windows 8 RT, das für Geräte mit den stromsparenden ARM-Prozessoren konzipiert ist. In den USA kommt das Surface zu Preisen ab 500 Dollar auf den Markt, damit kostet ähnlich viel wie das iPad, bietet aber mehr Speicher. Doch es gibt Alternativen zum Microsoft-Flachmann. Quelle: Reuters
Ein klasisches Tablet hat auch Asus entwickelt, das VivoTab, das es mit WLAN wie auch mit UMTS-Anschluss gibt. Über ein verdecktes Scharnier lässt sich jedoch eine Tastatur mit Zusatz-Akku anschließen. In der günstigsten Version kostet das VivoTab rund 600 Euro, im Paket mit der Docking-Station 730 Euro. Auf diese Doppellösung sind auch andere Hersteller gekommen. Quelle: PR
Drehen, klappen, fertig: Das XPS 12 von Dell wird mit wenigen Handgriffen vom Ultrabook zum Tablet-Computer. Da es sich um ein vollwertiges Notebook handelt, ist nicht das abgespeckte Windows 8 RT an Bord, sondern die volle Version. Das Tablet-Notebook soll in Deutschland ab 1000 Euro kosten. Quelle: PR
Ein Konvertit ist der Ativ Smart PC von Samsung: Der Tablet-Computer lässt sich mit Fingergesten oder einem Stylus bedienen, wird aber mit einer Anstecktastatur zum Laptop. Der koreanische Konzern vermarktet eine ganze Reihe von Geräten unter dem Namen Ativ, darunter ein Smartphone mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows Phone 8. Quelle: dpa
Ein klassisches Tablet ist das Elitepad 900 von Hewlett-Packard. Mit einen 10,1 Zoll großen Bildschirm ähnelt seine Größe dem iPad. Wer komfortabel damit arbeiten will, kann ihn mit sogenannten Smart Jackets erweitern, etwa um eine Tastatur oder einen Ständer mit diversen Schnittstellen und einem Zusatzakku. Zudem gibt es eine Docking-Station, die das Tablet zum zweiten Bildschirm eines PCs macht. Das Elitepad 900 kommt im Januar 2013 in den USA auf den Markt. Zum Preis hat sich HP noch nicht geäußert. Quelle: PR
Um sich von den vielen neuen Windows-Tablets abzuheben, hat sich Fujitsu etwas Besonderes ausgedacht: Das Arrows Tab, das es auch mit dem Android-System gibt, ist wasserdicht. Das Gerät kommt zunächst Anfang November in Japan auf den Markt. Quelle: PR
Ein Ultrabook mit Touch: Das Spectre XT Touchsmart von Hewlett-Packard ist ein konventionelles Notebook, das aber einen berührungsempfindlichen Bildschirm hat und so ein Navigieren mit den Fingern erlaubt. Für die schnelle Datenübertragung hat HP erstmals eine Thunderbolt-Schnittstelle integriert. In den USA kommt das Gerät für rund 1400 Dollar auf den Markt. Quelle: PR

„Nach dem Launch im Oktober ist der Markt für Computer weiter geschrumpft. Zwar langsamer als in den Monaten zuvor, aber die Hoffnung auf Wachstum hat sich nicht erfüllt. Das gilt auch für die Acer-Zahlen: Allerdings wachse der Marktanteil, weil das Unternehmen in einem schrumpfenden Gesamtmarkt zumindest stagnierende Verkäufe erziele. In Deutschland liege der Acer-Marktanteil bei Laptops derzeit bei rund 15 Prozent.

Sorge bereitet Wong, dass der Patentkrieg zwischen Google, Samsung und Apple die Innovationskraft der Branche beeinträchtigt. „Das Patentrecht wird viel zu sehr als Waffe gegen Wettbewerber eingesetzt. Das kostet viel Geld und behindert den Wettbewerb. Vor allem für kleine Unternehmen ist es gefährlich. Die haben kein Geld, um zu kämpfen, und schrecken möglicherweise vor Innovationen zurück.“

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