Milliardenübernahme SAP macht ernst im Geschäft mit der Wolke

Der Software-Konzern aus Walldorf kauft im Bereich Cloud Computing zu – ein teurer, aber wichtiger Schritt für künftiges Wachstum.

Logo von SAP am Konzernsitz in Walldorf Quelle: dpa

Auf den ersten Blick wirkt es wie ein Widerspruch: Seit ihrem Amtsantritt im Februar 2010 werden die beiden SAP-Chefs Jim Hagemann Snabe und Bill McDermott nicht müde, ihre Strategie als völlig verschieden von der des Erzrivalen Oracle darzustellen. Deren Boss Larry Ellison hat in den vergangenen Jahren mehr als 70 Unternehmen zugekauft und dafür weit über 40 Milliarden Dollar ausgegeben. „Wir wollen dagegen weiter vorrangig organisch wachsen“, so McDermott am Wochenende. Da hatten die beiden SAP-Lenker gerade verkündet, für 3,4 Milliarden Dollar den weithin unbekannten Software-Anbieter Success Factors schlucken zu wollen.

Den Eindruck, mit diesem Schritt gewissermaßen auf den Pfad der Konkurrenz herüber zu schwenken, versucht Snabe denn auch sofort zu zerstreuen. „Wir kaufen keine Marktanteile“. Vielmehr geht es den beiden SAP-Chefs darum, in ausgewählten Marktsegmenten zuzugreifen – und zwar dann, wenn der Zukauf den Eintritt in neue Geschäftsfelder entscheidend beschleunigt.

Mit Success Factors holen McDermott und Snabe wichtiges Know-how in Sachen Cloud Computing an Bord, eines der wichtigsten Zukunftsfelder innerhalb der Softwareindustrie überhaupt. Bei Cloud Computing laufen die Programme nicht mehr auf einem Rechner im Unternehmen, sondern werden via Internet von den Computern eines Dienstleisters bereitgestellt.

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