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Mobile Werbung boomt Gute Zahlen katapultieren Facebook-Aktie auf Allzeithoch

Facebook kann immer mehr Werbung auf Smartphones und Tablets platzieren und hat seinen Umsatz deshalb unerwartet deutlich gesteigert. Zudem legte die Zahl der Nutzer, die regelmäßig auf das weltgrößte Online-Netzwerk zugreifen, binnen drei Monaten um weitere rund 40 Millionen auf 1,32 Milliarden zu.

Facebook lockt immer noch mehr als eine Milliarde Menschen auf die Plattform. Quelle: REUTERS

Anleger honorierten die Entwicklung, die Facebook-Aktie stieg nachbörslich um fünf Prozent auf ein Allzeithoch. Den Umsatz im zweiten Quartal steigerte Facebook den Angaben vom Mittwoch zufolge binnen Jahresfrist um 61 Prozent auf 2,91 Milliarden Dollar. Die Werbeeinnahmen über mobile Geräte legten um rund 150 Prozent zu. Damit stammen inzwischen 62 Prozent der Gesamt-Erlöse aus diesem Bereich, vor drei Monaten waren es noch 59 Prozent.
Auch der Gewinn explodierte im Vergleich zum Vorjahr geradezu mit einem Plus von knapp 140 Prozent auf 791 Millionen Dollar. Gewinn und Umsatz lagen damit über den Erwartungen von Analysten, die Zuwächse legen zudem die Messlatte für Rivalen wie Google und Twitter hoch.

Die Geschichte von Facebook
April 2013Mark Zuckerberg stellt die neue Funktion Facebook Home vor. Die Software ist für Android verfügbar und legt sich wie ein Filter zwischen das Google-Betriebssystem und den Desktop. Mit der Installation wird der Facebook-Newsfeed zur ersten Benutzeroberfläche. Ein Angriff auf Google. Quelle: AP
Januar 2013Mark Zuckerberg stellt im Rahmen einer Pressekonferenz das neue Tool "Graph Search" vor. Damit steigt Facebook stärker in die Suche ein. Zuckerberg sieht das Produkt neben "Newsfeed“ (Aktivitäten von Freunden und Bekannten) und "Timeline“ (die eigenen Aktivitäten) als dritten großen Eckpfeiler seines Unternehmens. Mehr zum Thema Quelle: REUTERS
30. Januar 2012Facebook wächst weiter und auch die mobile Werbung nimmt Fahrt auf. Doch die Margen schrumpfen, unter dem Strich bleibt weniger übrig. Die Kosten steigen und es wird massiv investiert. Die Börse reagiert mit Verunsicherung. Das Umsatzwachstum im Weihnachtsquartal von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 1,58 Milliarden Dollar übertraf sogar die Analystenschätzungen von im Schnitt 1,53 Milliarden Dollar. Doch dem weltgrößten Social Network laufen die Kosten davon. Der Nettogewinn des Unternehmens aus dem kalifornischen Menlo Park fiel im Jahresvergleich um dramatische 79 Prozent auf nur noch 64 Millionen Dollar. Nachbörslich verlor die Aktie in der Spitze bis zu zehn Prozent, erholte sich später aber wieder leicht. Weitere Informationen. Quelle: REUTERS
24. September 2012: Schwarzer Börsen-TagDie Facebook-Aktie hat einen ihrer schwärzesten Tage seit dem Börsengang im Mai erlebt. Sie verlor bis zum Börsenschluss in New York mehr als 9 Prozent auf 20,79 Dollar. Grund für den Einbruch waren erneut hochgekochte Zweifel daran, dass das Soziale Netzwerk seine überlebenswichtigen Werbeeinnahmen wie erhofft steigern kann. Quelle: dpa
18. Mai 2012Facebook geht erstmalig an die Börse und muss schon wenige Tage später eine Schlappe einstecken. Die Aktie fiel auf 13,1 Prozent. Quelle: dapd
Mann sitzt vor einem Skype-Bildschirm
Facebook-Fanpage der Queen Quelle: rtr


Firmenchef Mark Zuckerberg bekräftigte am Mittwoch, nicht den "billigen und einfachen" Weg des Einbaus von Werbung in die Messenger-App gehen zu wollen. Er hatte wiederholt gesagt, zu viel Werbung könnte die Nutzer verschrecken. Allerdings will der Konzern weiter "aggressiv" in neue Projekte investieren. Erst im Februar hatte Facebook für rund 19 Milliarden Dollar den rasant wachsenden SMS-Dienst WhatsApp übernommen, um wieder stärker bei jungen Leuten zu punkten. Im März folgte für zwei Milliarden Dollar der Kauf des Startups Oculus VR, das mit einer neuartigen Datenbrille die Virtuelle Realität massentauglich machen will.

In Arbeit
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Mit dem nachbörslichen Kursanstieg von fünf Prozent auf das Rekordhoch von 75,13 Dollar ist Facebook an der Börse nun rund 190 Milliarden Dollar wert - in etwa so viel wie der IT-Konzern IBM. Facebook hatte zuletzt immer mehr die Zweifel vieler Investoren an seinem Geschäftsmodell ausräumen können. Nach dem Börsengang 2012 stellten sie die Strategie noch infrage, weil der Konzern kaum Geld mit Werbung auf mobilen Geräten verdiente und dafür auch keine Lösungen zu haben schien. Diese Zeiten sind aber vorbei. Im Schlussquartal 2013 hatte Facebook erstmals mehr mit Anzeigen auf mobilen Geräten als auf herkömmlichen Computern eingenommen.

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