WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Mobile World Congress Mozilla kämpft mit Firefox OS um Mobilfunkmarkt

Mozilla greift nach dem Mobilfunkmarkt. Bis dato wird das Unternehmen in den Berechnungen von Marktforschern allerdings nicht einmal aufgeführt – weil es so wenig Marktanteile hat.

Der Mozilla Stand auf dem WWC 2013. Quelle: REUTERS

Mozilla will mit aller Kraft den Mobilfunkmarkt erobern. „Wir müssen den mobilen Markt knacken“, sagte Technologie-Chef Andreas Gal der dpa am Vorabend der Mobilfunk-Messe Mobile World Congress in Barcelona. „Das ist eine existenzielle Aufgabe.“

Mozilla ist für seinen Internetbrowser Firefox bekannt. Das Unternehmen konnte aber im Smartphone-Markt bisher nicht Fuß fassen. Ein eigenes Betriebssystem, Firefox OS, hat weltweit so wenig Marktanteile, dass es in Berechnungen von Marktforschern nicht einmal einzeln aufgeführt wird.

So sieht der neue Mozilla-Browser aus
Mozilla hat die neuste Version seines Web-Browsers Firefox vorgestellt. Firefox 29 (Codename "Australis") bietet ein komplett neues Aussehen, dass stark an die Optik von Googles erfolgreichen Browser Chrome erinnert. Quelle: Presse
Besonders auffällig sind die Neuerungen bei der Darstellung der Tabs. Sie rutschen nah an die obere Browser-Kante, wodurch das Fenster für die Web-Inhalte größer wird. Das aktive Tab wird mit einer hell und mit einer abgerundeten Kante dargestellt, während die inaktiven vor dem grauen Hintergrund regelrecht verschwinden. Quelle: Presse
Unter anderem wurden die Icons an der unteren Browser-Kante verändert. Neu ist zum Beispiel der Download-Pfeil, der den Start und Fortschritt eines Downloads anzeigt. Eine weitere Neuerung ist der Pfeil zum Weiterblättern, der jedoch nur dann angezeigt wird, wenn das auch möglich ist. Quelle: Presse
Auch das Menü haben die Firefox-Entwickler neu gestaltet. Ganz oben befinden sich hier die Funktionen Ausschneiden, Kopieren und Einfügen. Über das Plus und das Minus lässt sich die Größe der Webinhalte anpassen. Über das Menü kann auch auf Aktionen wie Drucken oder das Öffnen neuer Fenster zugegriffen werden. Alle Icons im neuen Browser lassen sich übrigens nach belieben neu umsortieren. Quelle: Presse
Über die Icons (Puzzleteil) lassen sich auch die Addons erreichen. Dafür ist die bisherige Addon-Leiste im Browser verschwunden. Die kleinen Software-Pakete bietet Firefox an, um den Browser nach individuellen Bedürfnissen anzupassen. So können zum Beispiel Wörterbücher oder andere Sprachen installiert werden. Weitere zu Addons finden Sie hier. Quelle: Presse
Der besonders praktisch: In dem neuen Dropdown-Menü lassen sich zu den vorinstallierten auch individuelle Apps ablegen. So haben die Nutzer schnelleren Zugriff auf Web-Anwendungen, die sie besonders häufig anwenden. Quelle: Presse
Auch die Funktion "Sync" können Nutzer über das neue Menü anwählen. Dadurch lassen sich sowohl Tabs als auch Lesezeichen, Passwörter und Co über mehrere Geräte hinweg synchronisieren. Quelle: Presse

In Westeuropa lag der Anteil zuletzt bei 0,07 Prozent. Gal betonte dennoch im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur, wie wichtig Firefox OS für Mozilla sei. „Wir machen uns keine Sorgen um unseren Marktanteil“, sagte er. „Für uns ist es ein langfristiges Projekt.“

Mozilla will mit Firefox-Handys vor allem Nutzer in Schwellenländern erreichen. Auf dem Mobile World Congress verkündete Mozilla am Sonntag eine Zusammenarbeit mit dem Telefonanbieter Orange. Damit sollen Handys mit dem Firefox-System in 13 Ländern in Afrika und dem Nahen Osten verkauft werden.

Es wird erwartet, dass in den kommenden Jahren Millionen Menschen vor allem in Schwellenländern zum ersten Mal das Internet benutzen. Viele von ihnen werden über Handys ins Netz gehen. Diesen Markt wollen neben Mozilla auch andere Hersteller erobern. Gal sagte, Geräte mit dem Betriebssystem Android seien für Kunden in Indien oder Bangladesh zu teuer. Eines der neuen Firefox-Geräte soll nur 35 Euro kosten.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%