Mobilfunkauktion Bundesnetzagentur weist Kritik zurück

Exklusiv

Die Kritik von potenziellen Neueinsteigern auf dem deutschen Mobilfunkmarkt an der geplanten Frequenzauktion weist der Beiratsvorsitzende der Bundesnetzagentur zurück.

Joachim Pfeiffer Quelle: dpa/dpaweb

Die höheren Mindestgebote für einen Frequenzblock spiegeln die aktuelle Knappheitssituation bei den Frequenzen wider“, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete Joachim Pfeiffer der WirtschaftsWoche. „Ich halte sie daher grundsätzlich für gerechtfertigt.“ Gleichwohl stehe es jedem Unternehmen frei, gegen die Entscheidung der Bundesnetzagentur zu klagen. „Dann werden wir ja sehen, wie gehaltvoll die Kritik der beiden Unternehmen ist.“

Noch vor den Sommerferien sollen die für den Mobilfunk besonders wertvollen Frequenzbänder im Bereich 700, 900 und 1800 Megahertz versteigert werden. Zwei Unternehmen, Liquid Broadband aus Frankfurt und Airdata aus Leinfelden bei Stuttgart, haben bereits Interesse bekundet, ein neues Mobilfunknetz aufzubauen. Ihrer Meinung nach hat die Bundesnetzagentur die Auktionsregeln so ausgestaltet, dass die drei großen Mobilfunkbetreiber Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica jeden Neueinsteiger überbieten und ihm damit den Markteintritt verwehren können. Bei der letzten Frequenzversteigerung vor fünf Jahren lag das Einstiegsgebot noch bei 2,5 Millionen Euro, jetzt sind es 75 Millionen Euro für den mindestens erforderlichen Frequenzblock von zwei mal fünf Megahertz. „Das ist rechtlich nicht haltbar“, sagte Airdata-Geschäftsführer Christian Irmler der WirtschaftsWoche.

Am kommenden Montag soll der aus Vertretern des Bundestages und der Landesregierungen zusammengesetzte Beirat der Bundesnetzagentur grünes Licht für die Mobilfunkauktion geben. Wenige Tage später will die Präsidentenkammer der Bundesnetzagentur die endgültigen Regularien beschließen.

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