Mobilfunker greift nach Chipdesigner Softbank könnte ARM kaufen

ARM-Prozessoren arbeiten sehr stromsparend. Das hat ihnen den Platz in den meisten Smartphones und Tablets gesichert. Nun könnte der britische Chipentwickler vom japanischen Mobilfunkriesen Softbank übernommen werden.

Der japanische Telekomanbieter will den Chipdesigner ARM übernehmen. Quelle: Reuters

London/TokioDer Chipdesigner ARM, dessen Technologie fast in allen Smartphones und Tablets steckt, wird laut Medienberichten von dem japanischen Telekommunikations-Anbieter Softbank übernommen. Der Kaufpreis liege bei 23,4 Milliarden Pfund (knapp 28 Mrd .Euro), schrieb die „Financial Times“ am frühen Montagmorgen unter Berufung auf informierte Personen. Softbank war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Mit 17 Pfund pro Aktie wäre das ein Aufschlag von etwa 43 Prozent auf den Schlusskurs aus der vergangenen Woche. Der Deal könne noch am Montag vor Öffnung des Londoner Aktienhandels bekanntgegeben werden, berichtete das das „Wall Street Journal“, das einen Kaufpreis bei 32 Milliarden Dollar nannte.

ARM stellt die Prozessoren nicht selbst her, sondern entwirft nur die Chip-Architektur, auf die dann Lizenzen verkauft werden. Prozessoren auf Basis der ARM-Technologie arbeiten sehr stromsparend. Das hat ihnen den Platz in den weitaus meisten Smartphones und Tablets gesichert.

Dem Chip-Riesen Intel, der das Geschäft mit Prozessoren für PCs dominiert, gelang es nie, die Vormachtstellung von ARM bei den mobilen Geräten zu brechen. Es gab nur sehr wenige Smartphones mit Intel-Chips, nur bei Tablets konnte sich der US-Konzern eine Nische sichern.

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