Mobilfunkfrequenzen Frequenzauktion knackt Zwei-Milliarden-Euro-Marke

Die Bundesnetzagentur rechnet bei der Versteigerung von neuen Mobilfunkfrequenzen trotz der geringeren Zahl an Bietern mit hohen Erlösen. Die scheint sie auch zu bekommen. Mittlerweile sind die 2 Milliarden überschritten.

Versteigerung der Mobilfunk-Frequenzen Quelle: dpa/Montage

Auf der Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen haben die Gebote die Grenze von zwei Milliarden Euro übersprungen. Diese Höhe erreichten die Offerten der Deutschen Telekom, Vodafone und Telefonica Deutschland zusammen gerechnet am Montag, wie aus einer Aufstellung der Bundesnetzagentur auf ihrer Internet-Seite hervorging.

Damit nimmt die Auktion langsam an Fahrt auf: Zum Start am vergangenen Mittwoch lagen die Gebote bei 1,28 Milliarden Euro. Wie lange das Wettbieten dauert, ist nicht absehbar.

Die wichtigsten Frequenz-Auktionen im Ausland

Für die drei Netzbetreiber geht es bei der Auktion um alles oder nichts. Frequenzen sind ein knappes Gut und deshalb teuer. Die Verteilung liegt in der Hand des Bundes, der die Nutzungsrechte in der Regel für 20 Jahre an die Meistbietenden versteigert und auch die Einnahmen einstreicht.

Die Bundesnetzagentur rechnet genau deshalb trotz der geringeren Zahl an Bietern mit hohen Erlösen. Die Nachfrage nach den Funkbändern übersteige das Angebot, obwohl im Vergleich zur letzten Auktion mit drei Bietern ein Unternehmen weniger dabei sei, sagte Jochen Homann, Chef der Bundesnetzagentur. "Ich erwarte eine lebhafte Auktion." Die Versteigerung, bei der die Deutsche Telekom, Vodafone und Telefonica Deutschland gegeneinander antreten, findet auf einem abgeschotteten Computernetz in einem Gebäude der Netzagentur in Mainz statt. Allein die Mindestgebote summierten sich auf knapp 1,5 Milliarden Euro.

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Bei der jüngsten Frequenzauktion vor fünf Jahren legten Telekom, Vodafone und die mittlerweile fusionierten Firmen E-Plus und Telefonica zusammen 4,4 Milliarden Euro auf den Tisch. Allerdings hat sich die Branche seitdem deutlich gewandelt, da die Funknetze wegen des Booms von Smartphones und Tablet-Computern bald an ihre Grenzen stoßen. Und da künftig wohl so gut wie jedes technische Gerät - vom Kühlschrank bis zum Auto - ständig mit dem Internet verbunden sein wird, steigen die Anforderungen weiter.

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