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Mozilla und Kelkoo So reagiert die Konkurrenz auf die Milliardenstrafe für Google

Am Mittwoch verhängte die EU-Kommission eine Milliardenstrafe gegen Google. Konkurrierende Browser wollen nun ihre Chance auf dem Markt nutzen.

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Unter Konsumenten und Entwicklern sind Googles Produkte wie der Browser beliebt. Quelle: AP

Brüssel Die Milliardenstrafe der Europäischen Kommission gegen Google eröffnet Konkurrenten neue Möglichkeiten. Die gemeinnützige Organisation Mozilla, die den Browser Firefox entwickelt hat, erklärte, diesem werde nun erlaubt, Googles Chrome als Standardbrowser auf Smartphones zu verdrängen oder neben diesem auf dem Telefon vorinstalliert zu werden. Man sei in Gesprächen mit Herstellern wie Huawei und Samsung, teilte Mozillas Geschäftsführerin Denelle Dixon am Mittwoch mit.

„Wichtig ist, dass Google sein missbräuchliches Verhalten ändern muss“, lobte Rich Stables, Geschäftsführer der konkurrierenden Suchmaschine Kelkoo. Experten zweifeln allerdings, ob sich die Smartphone-Welt nun tatsächlich ändern wird: Unter Konsumenten und Entwicklern sind Googles Produkte, also etwa die Suchmaschine, der Browser und der App-Store, beliebt.

Daher könnten Smartphone-Hersteller ihre neu gewonnene Freiheit gar nicht unbedingt nutzen, um andere Anwendungen zu verwenden, sagte Thomas Vinje, ein Anwalt der in Brüssel sitzenden Lobbygruppe FairSearch. Diese war im Fall Google der größte Beschwerdeführer.

Am Mittwoch verhängte die EU-Kommission eine Strafe von 4,34 Milliarden Euro gegen Google. Im Zusammenhang mit dem Betriebssystem Android erklärte sie, der US-Konzern habe Smartphone-Hersteller rechtswidrig dazu gebracht, Such- und Browser-Apps von Google auf ihren Geräten zu installieren. Google kündigte an, in Berufung zu gehen - Android habe für jeden mehr Auswahl geschaffen, nicht weniger.

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