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Nach massiver Kritik Microsoft nimmt Online-Pflicht der Xbox zurück

Eine Spielekonsole, die alle 24 Stunden ins Internet muss? Mit den Anforderungen der neuen Xbox hat Microsoft viele Nutzer gegen sich aufgebracht. Nun lenkte das Unternehmen ein - auch mit Blick auf die Konkurrenz.

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Muss doch nicht ständig ans Netz: Ein Besucher begutachtet die Xbox One während einer Messe in Los Angeles. Quelle: Reuters

Nach einem Sturm der Entrüstung über die Nutzungsbedingungen der neuen Spielekonsole Xbox One macht Microsoft einen Rückzieher.

So ist nun doch keine ständige Internetverbindung nötig und Spiele auf einer Disc können nach Belieben getauscht und weiterverkauft werden. Es funktioniere nun wie beim bisherigen Modell Xbox 360, erklärte Spartenchef Don Mattrick am späten Mittwoch (Ortszeit) in einem Firmenblog.

Ursprünglich wollte Microsoft, das die Xbox-Spieler mindestens alle 24 Stunden online gehen, um den vollen Service in Anspruch nehmen zu können. Die angekündigten Einschränkungen hatten viele Nutzer verärgert und für Oberwasser beim Rivalen Sony gesorgt, der parallel seine neue Spielekonsole Playstation 4 herausbringt. Diese sollte von vornherein ohne einen Online-Zwang auskommen und auch gebraucht gekaufte Spiele akzeptieren. Aufgrund des Flops sprachen Experten bereits vom Niedergang der Entertainment-Sparte von Microsoft.

Diese Spiele erwarten Xbox-One-Zocker
Forza Motorsport 5Zeitgleich mit dem Erscheinen der Xbox One kommt auch das Rennspiel „Forza Motorsport 5“ auf den Markt. Auf der E3-Pressekonferenz stellte Microsoft unter anderem die Drivatar-Funktion genauer vor, die sich der Cloud-Fähigkeit der Konsole bedient. Die Künstliche Intelligenz (KI) merkt sich die Fahrgewohnheiten des Spielers und seiner Kontrahenten im Mehrspielermodus. Die Einflüsse ihres Spielverhaltens wirkt sich auf Fahrweise der KI aus. Quelle: Microsoft
Fantasia: Music Evolved„Kinect“ nennt sich eine der Neuerungen der Xbox One.  Die von Microsoft und der Firma PrimeSense entwickelte Kinect-Hardware ermöglicht es, Spiele ohne das Gamepad allein mit Körperbewegungen zu steuern. Das erste Game, das sich dieser Steuerungsmethode bedient, ist „Fantasia: Music Evolved“. Wie im Disney-Klassiker Fantasia und seinem Nachfolger Fantasia 2000 soll auch im Xbox-One-Spiel Musik die zentrale Rolle einnehmen. Entwickelt wurde es passenderweise vom „Guitar Hero“-Macher „Harmonix Systems“.  Als Zauberlehrling müssen sich die Spieler durch magische Welten bewegen und Musikstücken eine eigene Note geben. Quelle: Microsoft
Assassin’s Creed IV: Black FlagAuf Schatzsuche im Jahr 1715 begeben sich die Spieler in „Assassin‘s Creed IV: Black Flag“. Dabei können sie nicht nur auf der Xbox One in die Rolle eines britischen Piraten schlüpfen, sondern auch auf der Xbox 360, der Wii U, sowie der Playstation 3 und 4. Quelle: Microsoft
Plants vs. Zombies: Garden WarfarePflanzen kämpfen gegen Zombis – der Titel sagt alles: „Plants vs. Zombies: Garden Warfare“ heißt das Spiel, das die Entwickler Electronic Arts und Pop Cap auf der E3 vorgestellt haben. Bis zu 24 Teilnehmer können in den Gefechten gegeneinander antreten. Quelle: Microsoft
FIFA 14Die FIFA-Serie ist ein Klassiker aus dem Hause Electronic Arts, die mit „FIFA 14“ auch von Anfang an auf der Xbox One vertreten sein wird. Das Fußball-Game soll zum Verkaufsstart der Konsole erscheinen. Quelle: Microsoft
Metal Gear Solid V: The Phantom PainIn den Afghanistan-Krieg verschlägt es die Spieler in „Metal Gear Solid V: The Phantom Pain“. Dabei handelt es sich um ein Open-World-Spiel, in dem sich die Hauptfigur der Spielereihe erstmals frei in der Landschaft bewegen lässt, um etwa Lager auszuspähen oder Gefangene zu befreien. Dies wird den Spielern außer auf der Xbox One, auch auf der Xbox 360, der Playstation 3 und 4 und Windows-PCs möglich sein. Quelle: Microsoft
Halo 5Auch auf der Xbox One wird ein n euer Teil der Xbox-Spieleserie „Halo“ erscheinen. Halo 5 wird jedoch nicht vor 2014 rauskommen. Auf der E3 präsentierte der Entwickler 343 Studios lediglich ein Video, aber zeigte keine Spielszenen. Quelle: Microsoft

Microsoft-Manager Mattrick erklärte, die Kommentare der Nutzer hätten für den Sinneswandel gesorgt. „Wir haben zugehört.“ Nun soll sich auch die neue Xbox überall und ohne Internetverbindung nutzen lassen. Zudem knickte Microsoft in Bezug auf die Gebrauchtspiele ein. Wie bei der Xbox 360 sollen sich auch beim Nachfolger alte Spiele weiterverkaufen, ausleihen, verschenken und vermieten lassen.

Auch bei Gebrauchtspielen rückt Microsoft von seinen ursprünglichen Plänen ab. Diese sollen sich wie Spiele für die Xbox 360 weiterverkaufen, ausleihen, verschenken und vermieten lassen.

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