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Nach US-Steuerreform AT&T kündigt Milliarden-Investition an

Nach der Verabschiedung der Steuerreform durch den US-Kongress hat der Mobilfunkriese AT&T neue Investitionen und einen Sonderbonus für mehr als 200.000 seiner Mitarbeiter angekündigt.

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Der AT&T-Chef lobt die US-Steuerreform: Sie gleiche die Steuerlast für US-Unternehmen an die in den anderen Industriestaaten an. Quelle: Bloomberg

New York Der Mobilfunkriese AT&T will nach Verabschiedung der US-Steuerreform eine Milliarde Dollar zusätzlich in den USA investieren und mehr als 200.000 Mitarbeitern einen Bonus von 1000 Dollar zahlen. „Wenn der Präsident das Gesetz vor Weihnachten unterschreibt, werden die Mitarbeiter den Bonus über die Feiertage erhalten“, hieß es in einer Mitteilung.

AT&T-Chef Randall Stephenson begrüßte die Reform. Sie bringe die US-Unternehmen hinsichtlich ihrer Steuerlast auf Augenhöhe mit dem Rest der industrialisierten Welt. AT&T hat insgesamt mehr als 250.000 Mitarbeiter.

Auch der Kabelkonzern Comcast kündigte an, mehr als 1000 Mitarbeitern je 1000 Dollar Bonus zu zahlen und in den nächsten fünf Jahren in großem Stil in den USA zu investieren. Comcast zählt laut Analysten zu den großen Profiteuren der Steuerreform. Durch die Steuerreform werden US-Unternehmen deutlich entlastet. Trump argumentiert, die dadurch freigewordenen Mittel werden die amerikanische Wirtschaft ankurbeln.

Das Verhältnis zwischen AT&T und der Trump-Regierung war indes wegen einer Auseinandersetzung um die geplante Übernahme des Medienkonzerns Time Warner zuletzt eher angespannt. Die Kartellwächter des Justizministeriums wollen den über 85 Milliarden Dollar schweren Mega-Deal wegen wettbewerbsrechtlicher Bedenken verhindern.

Im März soll der Streit vor Gericht gehen. Eigentlich wollten die Unternehmen die Übernahme bis zum 22. April abschließen, daraus dürfte nun jedoch nichts werden. Der Prozess ist auch politisch hochbrisant, da Trump mit Time Warners Nachrichten-Flaggschiff CNN im Clinch liegt und sich gegen die Fusion ausgesprochen hat.

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