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Neuausrichtung New York Times verkauft Regionalzeitungen

Die New York Times verkauft 16 regionale Zeitungstitel und widmet sich verstärkt dem digitalen Geschäft. Die Regionalzeitungen gehen für insgesamt 143 Millionen Dollar an die Halifax Media Group.

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Die New York Times trennt sich von 16 Regionalzeitungen. Quelle: AFP

Düsseldorf Die New York Times verkauft ihr Geschäft mit Regionalzeitungen zu einem Spottpreis und investiert lieber weiter ins Digitalgeschäft. Die 16 Zeitungen mit Titeln wie „The Press Democrat“ im kalifornischen Santa Rosa oder die „Star-News“ in Wilmington, North Carolina, gehen für insgesamt 143 Millionen Dollar an die Halifax Media Group, teilte das traditionsreiche Zeitungshaus mit.

Die regionalen Zeitungen kommen insgesamt auf eine Auflage von gut 430.000 Exemplaren täglich. im vergangenen Jahr trugen sie elf Prozent zum Gesamtumsatz der Gruppe von 2,4 Milliarden Dollar bei.

Das Geschäft mit den lokalen Blättern kränkelt jedoch. Allein im vergangenen Jahr sank ihr Anzeigenumsatz um fast neun Prozent. Zuletzt hatte die New York Times Company gut 160 Millionen Dollar an Wert auf ihr regionales Mediengeschäft abgeschrieben.

Der Verkauf kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich das weltberühmte amerikanische Zeitungshaus in einem tiefen Umbruch befindet. Erst Mitte Dezember hatte Geschäftsführerin Janet Robinson ihren Abschied von der Spitze New York Times Company verkündet – Verleger Arthur Sulzberger führt die Geschäfte nun vorübergehend selbst. Robinson war einerseits für die erfolgreiche Einführung eines Bezahlmodells im Internet verantwortlich. Andererseits hat das Blatt im Stammgeschäft mit der gedruckten Zeitung anhaltend zu leiden: Auflage und Anzeigengeschäft schrumpfen kontinuierlich.

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    Die Einnahmen aus dem Verkauf will die New York Times Company offensichtlich ins digitale Geschäft investieren. Der Verkauf helfe dem Unternehmen, „die Wandlung in ein digital und multimedial ausgerichtetes Unternehmen fortzusetzen“, erklärte Verleger Sulzberger.

    Die New York Times hat zuletzt viel Energie und Geld in den Ausbau ihres Digitalgeschäftes gesteckt. Im Frühling startete die Zeitung ihr Abo-Modell für Internet-Nutzer: Nach 20 Gratisklicks müssen die Leser zahlen, die Abos kosten zwischen 15 und 35 Dollar pro Monat. Die Zeitung hat so nach eigenen Angaben mehr als 320.000 zahlende Internet-Abonnenten gewonnen – und damit die eigenen Erwartungen übertroffen.

    Der Deal zeigt auch, wie sehr der amerikanische Zeitungsmarkt insgesamt in der Krise steckt. Pro Zeitungstitel zahlt Halifax im Schnitt nicht einmal zehn Millionen Dollar. Der Kaufpreis sei „unglaublich niedrig“, sagte Medienanalyst Ken Doctor von Outsell. Dies sei „atemberaubend, wenn man überlegt, was für Profitbringer diese Zeitungen einmal waren.“

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