WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Neue Finanzierungsrunde Spotify will mit Goldman Sachs 500 Millionen einsammeln

Der Musikstreaming-Dienst Spotify braucht Geld. Die Investmentbank Goldman Sachs soll dabei helfen, für das Unternehmen 500 Millionen Dollar von privaten Investoren einzusammeln. Ein Börsengang dürfte damit vertagt sein - vorerst zumindest.

Das Logo von Spotify auf einem Bildschirm. Quelle: dpa

Diese Meldung lässt die Internetbranche aufhorchen: Musik-Streamer Spotify arbeitet mit der US-Investmentbank Goldman Sachs an einer neuen Finanzierungsrunde. Eine halbe Milliarde Dollar will Goldman bei ausgewählten Anlegern einsammeln - ein so genanntes private placement. Ein Börsengang soll damit noch um ein weiteres Jahr hinausgeschoben werden.

Seit 2006 bekam Spotify insgesamt bereits sechs Mal Geld von Risikokapitalgebern, Banken, Plattenfirmen und Privatleuten - darunter Sony, Universal, Warner Music, Goldman Sachs selbst und Fidelity sowie der Multimilliardär Li Ka-Shing. Je nach Verlauf der neuen Finanzierungsrunde soll der Musik-Flatrate-Abo-Dienst dann bis zu sieben Milliarden US-Dollar Wert sein. Zuletzt war Spotify auf einen Marktwert von rund fünf Milliarden Dollar geschätzt worden.

Was Kunden am Musik-Streaming schätzen

Zuletzt hatte Spotify im November 2013 250 Millionen Dollar von Venture-Capital-Investoren bekommen. Zu den neuen Geldgebern soll diesmal unter anderem T. Rowe Price gehören, berichteten Insider. Für einen möglichen Börsengang soll Spotify den Investoren eine Rendite bereits garantiert haben. Das Unternehmen wollte sich zu Details nicht äußern.

Hohes Wachstum, hohe Verluste

Das Unternehmen wächst rasant und ist mittlerweile der unangefochtene Marktführer im schnell wachsenden Streaming-Markt. Mitte Januar meldete Spotify 60 Millionen Kunden, von denen aber nur 15 Millionen den bezahlpflichtigen Service nutzen. Immerhin ein Plus von 50 Prozent seit Mai.

Im November meldete Spotify die Zahlen für das Jahr 2013: Demnach setzten die Schweden 747 Millionen Euro um und machten dabei einen Verlust von 57,8 Millionen Euro.

Die bekanntesten Musik-Portale im Internet
Amazon startet Prime Music in Deutschland und Österreich - als Bestandteil von Amazon Prime ohne zusätzliche Kosten. Quelle: obs
Apple Music Quelle: dpa
Die seit März 2012 existierende Plattform Spotify bietet mehr als 30 Millionen Songs an. Eine Gratis-Version erlaubt das Anhören der Musik mit Werbeunterbrechungen. Zusätzliche Premiumfunktionen wie das Downloaden von Liedern sind wie bei den meisten Streaming-Angeboten kostenpflichtig. Nach eigenen Angaben hat Spotify mehr als 75 Millionen Nutzer, 20 Millionen von ihnen zahlen. Der Streaming-Dienst ist in 58 Ländern verfügbar. Preis: kostenlos bis 9,99 Euro monatlich
Die Streaming-Plattform Deezer ist vor allem in Frankreich sehr beliebt. 2007 startete sie als erster Gratis-Streamingdienst auf dem Markt. Heute kostet eine Mitgliedschaft, wie auch bei vielen anderen Diensten, Geld. Kostenlos gibt es nur ein Radio-Angebot und Lied-Ausschnitte. Die Plattform ist mittlerweile in mehr als 180 Ländern verfügbar. Preis: kostenlos bis 9,99 Euro monatlich Quelle: Screenshot
Mit Ampya versucht die ProSiebenSat.1 Media seit 2011 auf dem boomenden Markt der Streaming-Dienste Fuß zu fassen. Beflügelt durch viel Werbung auf den TV-Kanälen des Medienunternehmens zählt Ampya zu den bekanntesten Diensten in Deutschland. 2014 wurde Ampya von Deezer mit dem Ziel übernommen, in Europa noch weiter zu wachsen. Preis: kostenlos bis 9,99 Euro monatlich Quelle: Screenshot
Seit 2012 ist WiMP aus der Bethaphase heraus. Gegründet wurde der Musikstreamingdienst in Norwegen, wo sein Mutterkonzern "Aspiro" sitzt. WiMP gibt es bis jetzt in fünf Ländern zu hören: Deutschland, Norwegen, Dänemark, Schweden und Polen. "Aspiro" spielt schon mit dem Gedanken WiMP auch in Finnland, Portugal, Österreich und der Schweiz zu etablieren. Mit einer hohen Sound-Qualität (gegen Aufpreis) und einem eigenen Redaktionsteam, das Musik empfiehlt, will sich WiMP von der Konkurrenz abheben. Preis: 4,99 bis 19,90 Euro monatlich
Napster startete als Musiktauschbörse und wurde schnell zur Plattform für illegale Raubkopien. Auf rechtlichen Druck der Musik-Industrie wurde die Plattform 2001 geschlossen. Der legale Streaming-Dienst gleichen Namens bietet mehr als 25 Millionen Songs und ist damit einer der größten überhaupt. Nach einer kostenlosen Testphase gibt es den Dienst allerdings nur noch gegen Geld. Preis: 7,95 bis 9,95 Euro monatlich Quelle: AP

Trotz der Verluste: Der Technik gehört die Zukunft, darüber sind sich Experten in der Musikbranche einig. Beim Streaming greifen Kunden gegen eine monatliche Gebühr über das Internet auf fast den gesamten Katalog der drei multinationalen Major-Labels (Universal, Sony und Warner) und von mehreren Hundert kleineren Plattenfirmen und Musikverlagen zu.

Rund 30 Millionen Musikstücke, die als MP3-Datei in der Datenwolke lagern, haben Streamingdienste wie Spotify oder deren Wettbewerber Deezer und Simfy im Angebot. Kunden können so viel und so oft hören, wie sie wollen, und die Stücke offline auf ihren Smartphones oder Tablets hören - allerdings nur im bezahlpflichtigen Service, der in den meisten Ländern rund zehn Euro im Monat kostet. Bei der freien, werbefinanzierten Variante ist eine Internetverbindung nötig.

Aggressiver Wachstumskurs

Die Musikindustrie unterstützt die Streamer im Prinzip, drängt aber auf mehr Bezahl-Abos und eine sukzessive Einschränkung der legalen, werbefinanzierten Dienste.

Manhattan Ventures Partners schätzt Spotifys Umsatz für 2014 auf rund 1,1 Milliarden Euro. Die Verluste dürften aber noch lange nicht im Zaum sein, zumal Spotify seinen aggressiven Wachstumskurs zuletzt sogar noch verschärfte, etwa über günstige Familienabos.

Das Geschäft mit dem Musik-Streaming

Zuletzt war ein heftiger Streit in der Musikindustrie um das Geschäftsmodell der Streaming Dienste entbrannt. Musiker beklagen, zu wenig Ausschüttungen aus dem Modell bekommen.

Tatsache ist, dass bei den meisten Künstlern bislang wenig Geld aus dem Streaming ankommt: Je nach Land, Vertrag und Spotifys Einnahmen erhalten sie zwischen 0,04 und 0,08 Cent pro Stream. Zum Vergleich: An einem bezahlten Download (etwa über Apples iTunes) gehen rund 10 Cent an die Rechte-Inhaber, bei CDs zwischen 80 Cent und 1,10 Euro.

US-Megastar Taylor Swift sorgte im vergangenen Dezember für Furore, weil sie ihren gesamten Katalog von Spotify entfernen ließ. Das begründete sie mit den ihrer Meinung nach zu geringen Tantiemen. Allerdings gab sie zu, weniger für sich zu sprechen - Swifts Vermögen wird auf 40 Millionen Euro geschätzt -, als vielmehr für die vielen kleineren Künstler, die wegen des veränderten Geschäftsmodells kaum noch von ihrer Musik leben könnten.

Kritik an YouTube

Allerdings hatte die Aktion einen faden Beigeschmack. Denn kurz darauf wurde bekannt, dass Swift allein beim Spotify-Konkurrenten YouTube, der zum Konzern Google gehört, mehr als vier Millionen Dollar verdient hat.

Die meisten Plattenlabels und Künstler kritisieren auch YouTube hart, weil das Portal tendenziell noch geringere Beträge pro Stream an die Rechteinhaber ausschüttet als Spotify, Deezer oder Simfy.

Die Streaming-Anbieter im Internet

Will Page, Chefökonom von Spotify , verteidigte das Geschäftsmodell Ende des Jahres im Gespräch mit der Wirtschaftswoche: „Spotify schüttet 70 Prozent seiner Umsätze aus Werbung und Abos an die Rechteverwerter aus; seien es Labels, Verlage oder Künstler, die sich selbst verlegen“, sagte Page.

Allein 2014 haben die Schweden rund eine Milliarde Dollar an Lizenzgebühren ausgeschüttet, insgesamt sind es seit 2007 inzwischen zwei Milliarden. „Wenn teilweise trotz dieser Milliarden so wenig Geld bei den einzelnen Künstlern ankommt, kann es an den Verlags- oder Bandübernahme-Verträgen liegen, die sie mit ihren Labels und Verlagen geschlossen haben. Und in dem Maße, wie die Kundenbasis wächst, werden auch die Ausschüttungen zunehmen, denn es sind ja immer 70 Prozent unserer Einnahmen.“

Apple drängt ins Geschäft 

Fest steht, dass am Streaming kein Weg mehr vorbeiführt. CD-Verkäufe sind schon seit 1999 weltweit stark rückläufig, sie haben sich etwa in den USA in zehn Jahren grob halbiert.

Auch das Geschäft mit legalen, einzeln oder als Album bezahlten Downloads von Musik (etwa über Apples iTunes) geht seit 2014 schon wieder zurück, kaum zehn Jahre nach seiner Einführung durch Apple. Ein Grund ist der Erfolg der Streamer.

„Das ganze Geschäftsmodell mit dem Verkauf von Musik stellt sich um, vom Tonträger zum Flatrate-Abo. Dagegen kann sich keiner in der Branche ernsthaft stemmen“, sagte Dieter Gorny, Gründer des Musik-TV-Senders Viva und heute Präsident des Verbandes der Musikindustrie.

Wo Google seine Finger im Spiel hat
Google GlassEines der spannendsten Projekte des Suchmaschinen-Anbieters ist sicherlich Google Glass. Mit der Datenbrille ist es möglich E-Mails abzufragen, im Internet zu surfen, zu fotografieren und zu filmen. 2013 hat das Unternehmen erste Datenbrillen an Webentwickler und Geschäftspartner verkauft, mittlerweile ist die Brille frei verfügbar. Quelle: dpa
Online-MusikdienstGoogle stärkt sein Musikgeschäft mit dem Kauf des Streaming-Dienstes Songza, der passende Lieder für verschiedene Situationen zusammenstellt. Nutzer der Songza-App können zum Beispiel zwischen „Musik zum Singen unter der Dusche“, zum Autofahren oder zum Joggen entscheiden. Solche Song-Listen werden von Songza-Mitarbeitern zusammengestellt, es gibt Angebote für verschiedene Tageszeiten und Stilrichtungen. Zugleich kann sich auch die Software hinter dem Dienst an den Musikgeschmack der Nutzer anpassen. Die Musikauswahl kann über Daten aus dem Netz auch das aktuelle Wetter am Standort des Nutzers abgestimmt werden. Google nannte bei Bekanntgabe des Deals am Dienstag keinen Kaufpreis. Nach Informationen der „New York Times“ waren es mehr als 39 Millionen Dollar. Songza ist bisher nur in Nordamerika verfügbar und hatte Ende vergangenen Jahres 5,5 Millionen Nutzer. Der kostenlose und werbefinanzierte Dienst werden zunächst unverändert weiter betrieben, erklärte Google. Mit der Zeit werde man nach Wegen suchen, wie die Musikplattform Google Play Music von Songza profitieren könnte. Quelle: Screenshot
SatellitentechnikGoogle stärkt seine digitalen Kartendienste mit dem Kauf des Satelliten-Spezialisten Skybox Imaging, der Bilder aus dem All in hoher Auflösung erstellt. Der Preis liegt bei 500 Millionen Dollar in bar, wie der Internet-Konzern mitteilte. Skybox bietet seinen Kunden das Beobachten gewünschter Gebiete mit detailreichen Fotos und 90 Sekunden langen Videos an. Als Dienstleistungen nennt Skybox zum Beispiel die Überwachung von Feldern auf Schädlingsbefall und die Aufsicht über Energie-Pipelines. Auch die Auswertung der Container-Bewegungen in Häfen, der Aktivität auf Flughäfen oder der Bestände auf Parkplätzen von Autohändlern ist möglich. Die Satelliten von Skybox sollen helfen, die Google-Karten auf aktuellem Stand zu halten, erklärte der Internet-Konzern am Dienstag. Außerdem hoffe Google, damit die Versorgung mit Internet-Zugängen und die Hilfe bei Unglücken und Naturkatastrophen zu verbessern. Google ist selbst bei der Entwicklung digitaler Satellitenkarten mit seinem Projekt Google Earth weit vorangekommen. Etablierte Anbieter wie DigitalGlobe oder GeoEye haben den Erdball erfasst, Skybox verspricht jedoch frischere Bilder auf Bestellung. Skybox ist einer von mehreren neuen Anbietern, die von drastisch gesunkenen Kosten für Entwicklung und Herstellung von Satelliten profitieren wollen. Sie packen ihre Technik in deutlich kleinere Satelliten als man sie früher baute. Skybox will über die Jahre rund zwei Dutzend Satelliten ins All bringen, steht bei dem Plan aber erst am Anfang. Die Skybox-Satelliten sind nach bisherigen Berichten rund 100 Kilogramm schwer. Das macht es auch günstiger, sie ins All zu bringen als früher. Die Kosten pro Satellit werden auf rund 25 bis 50 Millionen Dollar geschätzt. Quelle: Screenshot
SatellitentechnikErst im April 2014 hatte Google den Hersteller von Solardrohnen Titan Aerospace gekauft. Mit dem Kauf will Google seine Pläne vorantreiben, drahtloses Internet auch in abgelegenste Teile der Welt zu bringen. Über den Kaufpreis für das US-Unternehmen, das 20 Mitarbeiter beschäftigt, wurde nichts bekannt. Titan entwickelt solarbetriebene Satelliten. Sie sollen 2015 erstmals kommerziell in Betrieb genommen werden. Die Drohnen fliegen in rund 20 Kilometern Höhe und können dort fünf Jahre bleiben. Ihre Spannweite ist mit 50 Metern etwas kürzer als die einer Boeing 777. Medienberichten zufolge war auch Facebook an Titan interessiert. Quelle: AP
Sicherheits-GadgetsGoogle hat die Firma SlickLogin gekauft, die eine innovative Art erfunden hat, herkömmliche Passwörter mit einer zweiten Sicherheitsstufe zu ergänzen. Das israelische Start-up setzt dabei auf Ultraschall-Töne, die zwischen Smartphone und PC eines Nutzers ausgetauscht werden. SlickLogin gab die Übernahme am Sonntag bekannt, eine Preis wurde nicht genannt. Nach Informationen des Technologieblogs „Geektime“, das als erstes von dem Deal berichtet hatte, geht es um einige Millionen Dollar. Derzeit setzt Google als zweite Zugangsstufe zusätzlich zum Passwort Zahlencodes ein, die über eine App auf das Smartphone geschickt werden. Der Vorteil des von SlickLogin entwickelten Systems ist, dass die Authentifizierung automatisch laufen kann, ohne dass der Nutzer sich darum kümmern muss. SlickLogin hatte das Ultraschall-Konzept im vergangenen September vorgestellt und befand sich bis zuletzt noch in einer geschlossenen Test-Phase. Nach Informationen von „Geektime“ bestand die Firma immer noch aus den drei Gründungsmitgliedern. Quelle: WirtschaftsWoche Online
Autonome AutosNicht nur große Automobilkonzerne, auch Google forscht mit viel Aufwand an selbstfahrenden Pkw. Dafür entwickelt der Konzern selbst die Software, die das Auto steuert. Dabei will der Konzern wohl sogar eigene Fahrzeuge auf den Markt bringen, die als autonome Taxen am Straßenverkehr teilhaben sollen. Für die Produktion der Autos gab es bereits Gespräche mit dem deutschen Zulieferer Continental und dem Fertiger Magna. Quelle: dpa
Medizinische GadgetsGoogles geheime Forschungsabteilung Google X hat ihre nächste Erfindung öffentlich gemacht. Es ist eine digitale Kontaktlinse für Diabetiker, die Blutzucker-Werte kontrolliert. Google X soll für den Internet-Konzern die Grenzen des Möglichen austesten. Die Entwickler aus dem Forschungslabor testen laut einem Blogeintrag Prototypen einer Kontaktlinse, bei der zwischen zwei Schichten ein Sensor sowie ein Miniatur-Funkchip integriert sind. Die Linse messe die Glucose-Werte in der Tränen-Flüssigkeit jede Sekunde. Der Prototyp sei in mehreren klinischen Forschungsstudien erprobt worden. Die Kontaktlinse solle die Daten an eine begleitende Smartphone-App funken. Chip und Sensor seien so winzig wie Glitzer-Partikel und die Antenne dünner als das menschliche Haar. Er werde auch erwogen, für Warnsignale Mikro-LEDs direkt in die Linse zu integrieren, hieß es. Es sei noch viel Arbeit zu tun bis die Kontaktlinse als fertiges Produkt auf den Markt komme, schränkten die Entwickler ein. Google wolle sich dafür in dem Bereich erfahrene Partner suchen, die Zugang zu der Technologie bekämen. An dem Projekt arbeitet federführend der Forscher Babak Parviz mit, der schon an den Anfängen der Datenbrille Google Glass stand. Er hatte bereits 2009 demonstriert, wie man Kontaktlinsen mit LEDs versehen kann. Quelle: dpa

Strategisch wichtiges Start-Up

Apple, das im Frühsommer 2014 für viele überraschend den US-Streamingdienst Beats Music übernommen hatte, sorgte vergangene Woche für zusätzliche Aufregung. Der Konzern übernahm das Londoner Start-Up MusicMetric, das auf Datenanalyse spezialisiert ist.

MusicMetric entwickelt Programme, die das Hörverhalten der Anwender und deren Suchgewohnheiten auswerten können, eine wirtschaftlich interessante Domäne, in der Spotify bisher als führend gilt.

Es wird erwartet, dass Apple bald mit seinem eigenen Musikstreamingdienst an den Start geht, und dabei auf das Know-how von Beats und MusicMetric zugreift.

Mit 178 Milliarden Dollar könnte Apple...

In Kombination mit der eigenen Finanzkraft reift hier ein erster gefährlicher Konkurrent für Spotify heran. Und auch Google will seinen Musicstreamingdienst neu starten. Das Gerangel um den schnell wachsenden Markt ist in vollem Gang.

Spotify und Sony schmieden Allianz gegen Apple

Aber auch Spotify schart seine Verbündeten um sich: Der japanische Hightechkonzern Sony, zu dem auch Sony Music, eines der letzten drei weltweit agierenden Platten-Labels gehört, verkündete am Mittwoch überraschend, dass er seinen eigenen Streamingdienst Music Unlimited einstellen wird.

Stattdessen sollen die Sony-Kunden über die Spielekonsole Playstation und über das Sony Smartphone Experia demnächst Spotify hören können. Die Japaner gründen mit den Schweden dafür das Joint Venture PlayStation Music.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Dieses Element gibt es nicht mehr.

Spielekonsolen wie die Sony-Playstation sind eine weitere, wichtige Kundenschnittstelle für Streaming - neben Tablets, dem heimischen PC oder Laptop, und natürlich Smartphones.

Für Spotify ist die neue Partnerschaft nicht nur ein wichtiger technologischer Schritt, sondern vor allem ein strategischer Sieg im Abwehrkampf gegen Apple. Spielekonsolen sind eine der wenigen Kundenschnittstellen, die der kalifornische Konzern noch nicht dominiert.

Schon dieses Frühjahr wollen Sony und Spotify den Service starten, der entgegen früherer Angaben wohl auch den kostenlosen, werbefinanzierten Musik-Streamingdienst Spotifys liefern wird. Andere Musik-Streaming-Dienste werden dann aber nicht mehr über die Playstation abspielbar sein.

Diesen Artikel teilen:
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%