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Neue Girokarten Bezahlen per Funk

Die deutschen Banken statten ihre Girokarten mit Funkchips aus. In Verbindung mit einem Smartphone wird aus der EC-Karte ein mobiles Kassenterminal.

NFC-Chips Quelle: Presse

Girokarten sollten das Leben leichter machen, aber die Wirklichkeit in deutschen Supermärkten sieht anders aus: Karte ins Gerät stecken, Pinnummer eintippen, auf den Beleg warten – das dauert meist eine halbe Minute und länger. Obendrein akzeptieren viele Händler Kartenzahlungen erst ab zehn Euro, denn sie müssen für jede Zahlung acht Cent Mindestgebühr zahlen. Wer für kleine Beträge einkauft, zahlt mit Kleingeld oft am schnellsten.

Pilotversuch mit neuer "Währung"

Doch die Mühe mit Pin-Nummern, Unterschriften und langen Wartezeiten soll bald vorbei sei. Sparkassen, Privatbanken und Genossenschaftsbanken führen in einem großen Pilotversuch Girocards mit eingebauten Funkchips ein, so genannten NFC-Chips, mit denen ein kurzer Schwenk am Kassenterminal ausreicht, um eine Bezahlung abzuwickeln. Kleinbeträge bis zu 20 Euro sind in Sekundenschnelle bezahlt. Logo und Name des neuen Zahlungsverfahrens wollen die Banken kommenden Mittwoch in Frankfurt vorstellen.

Das Smartphone als Einkaufsbegleiter
Wo das Smartphone beim Einkauf zum Einsatz kommtVirtueller SupermarktDie Schweizer Handelskette Coop betreibt in Zürich den ersten virtuellen Supermarkt. Passanten können im Vorbeigehen auf der bunten Plakatwand das gewünschte Produkt via Smartphone einscannen und bezahlen, und erhalten den Einkauf wenige Stunden später nach Hause geliefert. Quelle: Pressebild
Produkt-ScannerDas Berliner Startup Barcoo hat eine gleichnamige App veröffentlicht, die dem Benutzer, neben den gängigen Packungsangaben, zusätzliche Informationen zu Produkten liefert. Scannt der Benutzen den Barcode eines Artikels ein, gibt die App Auskunft über Testberichte, CO²-Bilanzen, Allergenen sowie Herkunft der Inhaltsstoffe, und findet dank Preisvergleich zudem den günstigsten Anbieter. Quelle: Pressebild
Drive-in-EinkaufIn einem Real-Markt in Köln-Porz entfällt künftig auch das Schleppen der Einkäufe. Die gewünschten Produkte werden per Smartphone eingescannt, anschließend wird der Einkauf bequem an einem Drive-In-Schalter bezahlt. Supermarkt-Helfer bringen daraufhin den Einkauf bis ans Auto. Quelle: Pressebild
Mobile BestellungBei der US-Imbisskette The Melt entfällt künftig das Warten an der Theke. Per App lässt sich das gewünschte Mittagessen vorbestellen und bezahlen, der Kunde braucht es anschließend nur noch im Lokal abzuholen.
Virtueller KleidertauschMit der App der Modekette Debenhams kann man sich den Gang in die Umkleidekabine sparen. Das Sortiment des Geschäfts lässt sich bequem auf dem Smartphone oder Tablet durchstöbern - und sogar anprobieren. Quelle: Pressebild
Der AufbauhelferKünftig hilft das Smartphone auch bei der Montage von Möbeln. Wirft die handelsübliche Bauanleitung eines Möbelstücks mehr Fragen auf , als sie klärt, reicht ein kurzes Berühren des Papiers mit dem Handy, und ein Montagevideo wird abgespielt. Quelle: Pressebild

Neue Karten für Sparkassenkunden

Im April sollen dann die ersten Bankkunden im Raum Hannover, Braunschweig und Wolfsburg das neue Zahlverfahren testen, unter anderem in Esso-Tankstellen, den Buchläden von Thalia und den Douglas-Parfümerien. In naher Zukunft soll die Mehrzahl der Deutschen das neue Verfahren bundesweit und flächendeckend nutzen können. „Es laufen Gespräche im Lebensmittelbereich“, heißt es beim deutschen Sparkassen- und Giroverband. Bis Ende des Jahres sollen 16 Millionen Sparkassenkunden die neuen Karten erhalten.

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