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Nokia-Deal Microsoft wird zum Handy-Hersteller

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Ist der Weg für Elop frei?

Aus dem Original-Nokia wird eine Art Technologie-Holding, die Nokias Patente verwaltet, sowie ein Telekommunikations-Netzwerkspezialist. Die Finnen hatten kürzlich Partner Siemens herausgekauft.  Microsoft wird zunächst eine Lizenz für die Mobilfunkpatente für 10 Jahre eingeräumt. Das betrifft auch Nokias Here Plattform, also das Navteq-Geschäft. Die Lizenzen sind nicht exklusiv, Nokia kann sie also auch an andere Marktteilnehmer verleihen.

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Damit scheint der Weg für Stephen Elop frei, Microsoft-Chef Steve Ballmer zu beerben. Als einstiger Microsoft-Spitzenmanager kennt der gebürtige Kanadier den Softwarekonzern ausgezeichnet. Mit der Nokia-Übernahme ist nun auch geklärt, ob Microsoft selber stärker in die Hardwareproduktion einsteigt. Als zusätzliches Extra bringt Nokia noch Erfahrung beim Herstellen von Tablets mit. Ob Elop jedoch tatsächlich Ballmer beerbt, werden auch die Anwälte entscheiden. Denn es ist voraussehbar, dass Elop wegen seiner Nähe zu Microsoft und der desaströsen Lage von Nokia von Aktionären verklagt werden wird.

Klar ist jedoch, dass die Karten im Smartphone-Geschäft neu gemischt werden. Microsoft scheint nun der Blaupause von Google zu folgen und wird wie der Suchkonzern nicht nur sein Betriebssystem an Partner lizensieren, sondern selber als Hardwareproduzent tätig werden. Für den Wettbewerb sind das gute Nachrichten. Verlierer in der Konstellation ist Blackberry. Mit der Übernahme von Nokia ist das Schicksal der Kanadier als Nischenanbieter besiegelt. Es sei denn ein großer PC-Hersteller wie Hewlett Packard oder Lenovo will ebenfalls ein eigenes Betriebssystem besitzen. Doch Hewlett Packard hat sich bereits die Finger beim Kauf von Palm verbrannt und Firmenchefin Meg Whitman hat momentan ganz andere Probleme.

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