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Öko-Bilanz Wohin mit dem Verpackungsmüll?

Noch zögern die Deutschen, Lebensmittel online zu bestellen. Die Branche hofft jedoch auf ein starkes Wachstum. Doch der Erfolg hängt sehr davon ab, ob die Anbieter umweltfreundliche Konzepte bieten können.

Was die Deutschen online kaufen
Blumen Quelle: dpa
Telekommunikation/Handy Quelle: dapd
Platz 8: Haushaltsgeräte Quelle: obs
Möbel, Sofa Quelle: Screenshot
Platz 1: Kleidung Quelle: dpa
Modelleisenbahn Quelle: dpa/dpaweb
Bücher Online-Versandhandel Quelle: Screenshot

Bücher ja, Birnen nein. Handys gerne, Hackfleisch eher nicht: Wenn es um den Einkauf von Lebensmitteln geht, wird in Deutschland immer noch deutlich lieber offline als online eingekauft. Die Online-Bestellung ist eine Randerscheinung – verzeichnet allerdings hohe Wachstumsraten.

Eine Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney und der Universität zu Köln aus dem vergangenen Sommer sah für den Online-Handel einen Anteil von 0,2 Prozent am deutschen Lebensmittelmarkt. Das bedeutet für 2011 immerhin schon einen Umsatz von 200 Millionen Euro. Bis 2016 könnte der Anteil am Gesamtmarkt auf bis zu 1,5 Prozent ansteigen, prognostizieren die Studienautoren. Die Branche selbst ist deutlich enthusiastischer: Jens Drubel, Gründer und Geschäftsführer von Allyouneed, erwartet 2016 schon zwischen fünf und zehn Prozent Marktanteil – obwohl einige Konkurrenten in der Vergangenheit Insolvenz anmelden mussten. Der Bundesverband Lebensmittel-Onlinehandel (BVLO), ein Zusammenschluss von derzeit 14 Unternehmen, spürt besonders seit vergangenem September ein stark wachsendes Interesse.

Warum die Deutschen Online-Shopper sind

Ein Treiber sei dabei die Insolvenz der Drogeriekette Schlecker gewesen: „Viele haben geguckt, wo sie ihren Alltagseinkauf jetzt erledigen können – und haben dann direkt mal ausprobiert, online auch Lebensmittel zu bestellen“, sagt Drubel. Wie und von wem der Einkaufskorb zusammengestellt wird und zum Kunden kommt, darum konkurrieren in Deutschland noch verschiedene Konzepte. Neben den reinen Versendern bieten einige etablierte Lebensmittelhändler eine Hybrid-Form an:

Dabei wird die Ware online bestellt, im nächsten Supermarkt zusammengestellt und dann entweder nach Hause geliefert – oder zum Abholen an der Kasse bereitgestellt. So einen Service bietet etwa Rewe in einigen Großstädten und Regionen in Deutschland an. Kaiser‘s Tengelman versendet frische Ware unter dem Markennamen „Die Bringmeister“ aus regionalen Lagerzentren. Rossmann und Edeka Südwest haben eigene Online-Shops gestartet.

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