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Online-Werbung Facebook trotz Umsatzsprung unter Druck

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Mobile Werbung wächst rasant


Von den knapp 1,5 Milliarden monatlichen Nutzern loggen sich 1,3 Milliarden per Mobiltelefon ein. Das spiegelt sich in den Werbeumsätzen wider, von denen im zweiten Quartal 76 Prozent auf mobile Geräte entfielen.
Das Ungleichgewicht in den verschiedenen Regionen setzt sich dabei fort. Während die Nutzer in Nordamerika pro Kopf im zweiten Quartal einen neuen Spitzenumsatz von 9,30 Dollar erzielten, kam Europa nur auf 3,36 Dollar und Asien sogar nur auf 1,29 Dollar. Rund die Hälfte des Facebook Umsatzes stammt aus Nordamerika.

Wie andere Silicon Valley Größen ist Facebook mehr und mehr von einem Einnahmestrom abhängig. Was bei Apple das iPhone ist und bei Google die suchbasierte Werbung ist bei Facebook die mobile Werbung über seine Apps. Mit Werbung generell erzielt das soziale Netzwerk mittlerweile 95 Prozent seiner Umsätze. Der klägliche Rest sind Zahlungsdienstleistungen und Gebühren. "Ihr Anteil wird weiter sinken", so Facebook CFO Wehner.

Die nervigsten Facebook-Typen
Facebook-Symbol, Auge Quelle: REUTERS
Facebook, Frau mit Handy Quelle: dpa
Dann gibt es natürlich noch die Spaßvögel, die immer und auf Teufel komm raus lustig sein müssen. Es gelingt ihnen aber leider so gut wie nie, andere zum Lachen zu bringen. Quelle: Fotolia
Dagegen gibt es natürlich auch die Zyniker, die nie lustig sind, sondern mit jeder Statusmeldung miese Stimmung verbreiten. Ein ähnlicher Quell der Freude sind diejenigen, aus deren Posts der Hass auf alles nur so herausquillt. Diese Typen sind überzeugt, dass andere ihr (hassenswertes) Leben zerstören wollen. Quelle: Fotolia
Kinder mit Laptops Quelle: obs
"Ich bin mit Tim bei Angelo essen", "Jetzt gehe ich mit Sabine ins Kino", "Schnell noch mit meinem Hund Bello spazieren, dann einen Tee trinken, dann den blauen Schlafanzug anziehen, Zähne putzen und ins Bett gehen" - so mancher Facebook-Nutzer ist ein lebender Nachrichtenticker und hält Sie ständig darüber auf dem Laufenden, was er wo mit wem tut - ob Sie sich dafür interessieren oder nicht. Ähnlich angenehme Zeitgenossen sind diejenigen, die ihr Netzwerk täglich mit einem "guten Morgen" begrüßen und abends mit "Gute Nacht" verabschieden. Quelle: dpa
Gamer Quelle: dpa

Das liegt auch daran, weil Facebook genügend Raum für Expansion bei den Werbeumsätzen hat, vor allem wegen seiner diversen Apps. Momentan findet die Werbung überwiegend in der Facebook App statt. Bei seinem Photodienst Instagram hat die Kommerzialisierung erst begonnen, Deutschland ist dabei einer der Testmärkte. Analysten erwarten, dass Instagram in diesem Jahr zwischen 500 und 600 Millionen Dollar an Umsätzen einspielen könnte. Bei Facebook Messenger ist das Unternehmen noch in der Experimentierphase. Auch beim Zukauf Whatsapp hält es sich noch zurück.

Die verschiedenen Apps sind auch deshalb wichtig, weil Facebook so mehrere Kanäle gleichzeitig bespielen kann. Entgegen früherer Befürchtungen tolerieren die meisten Nutzer des sozialen Netzwerks die zunehmende Werbung. Zudem kann Facebook die Menge durch Erhöhen der Preise kontrollieren. "Wir fokussieren mehr auf relevante Werbung", so Operativchefin Sheryl Sandberg, die stärker nachweisen will, dass die Anzeigen auch tatsächlich zu Verkäufen führen.

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Hinzu kommt, dass der Markt für mobile Werbung rasant wächst. Das Marktforschungsunternehmen eMarketer prognostiziert, dass in diesem Jahr weltweit 69 Milliarden Dollar in diesen Kanal gesteckt wird. Marktführer ist Google mit etwa 35 Prozent, gefolgt von Facebook mit 19 Prozent.

Analysten erwarten, dass Facebook in diesem Jahr zwischen 17 und 18 Milliarden Dollar umsetzen wird, davon 13 Milliarden durch mobile Werbung. Googles Umsatz mit mobiler Werbung soll in diesem Jahr etwa 24 Milliarden Dollar erreichen.

Im nächsten Jahr soll die Gesamtmarkt bereits die 100 Milliarden Dollar Marke knacken, was knapp über die Hälfte der Online-Werbeausgaben ausmachen würde.
Das Potential ist allerdings im Börsenwert von Facebook schon eingepreist. Mit 270 Milliarden Dollar ist das Unternehmen bereits erheblich mehr wert als Walt Disney. Das größte Medienunternehmen der Welt kommt auf nur 203 Milliarden Dollar.

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