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Patentstreitigkeiten Yahoo und Facebook schließen Frieden

Yahoo und Facebook beenden ihren Patentstreit und gehen eine Werbeallianz ein. Damit könnten sie dem Suchmaschinenriese Google Paroli bieten.

Die Gewinner des Facebook-Börsengangs
Peter Thiel ist bekannt für seine verrückten Investmentideen. Quelle: REUTERS
Facebook-Gründer Mark Zuckerberg Quelle: dapd
Dustin Moskovitz Quelle: dapd
Facebook-Managerin Sheryl Sandberg Quelle: REUTERS
Napster-Gründer Sean Parker Quelle: AP
Internet-Invester Yuri Milner Quelle:
Accel Partners & James BreyerZusammen mit der Investmentfirma Accel Partners war James Breyer (r.) einer der ersten Geldgeber Facebooks: 12,7 Millionen Dollar investierten die Partner 2005 in das soziale Netzwerk. Mit 201,34 Millionen Aktien hat sich dieses Investment auf jeden Fall gelohnt. Zum Börsengang planen die Geldgeber jetzt 38,2 Millionen Aktien davon zu verkaufen – und würden damit 1,34 Milliarden Dollar einstreichen. Quelle: dapd

Facebook und Yahoo haben ihren Patentstreit beigelegt. Die beiden Internetunternehmen einigten sich am Freitag darauf, ihre Klagen fallenzulassen und ihre Patente gegenseitig zu lizenzieren. Teil der Übereinkunft ist auch eine Werbepartnerschaft, die die bereits bestehende Zusammenarbeit der beiden Unternehmen weiter ausbaut. Ein potenziell langwieriger Rechtsstreit ist damit abgewendet. Die Einigung beendet eine seit März andauernde Auseinandersetzung der beiden Unternehmen, ohne dass Geld den Besitzer gewechselt hat.

Ich möchte ein iPhone-Killer sein
Amazon plant laut Medienberichte, ein eigenes Handy herzustellen. Die Software soll auf Android basieren. Man darf auf den Preis gespannt sein. Seinen Tablet Fire und E-Reader Kindle hat der Internethandelsgigant mit Kampfpreisen in den Markt gedrückt. Quelle: dapd
Microsoft brachte im April 2010 das Kin 1 und Kin 2 ein eigenes Handy heraus. Zwei Monate später war es mit der Produktion des Handys vorbei. Das Unternehmen setzte stattdessen auf sein mobiles Betriebssystem Windows Phone und eine enge Kooperation mit Nokia - doch vielleicht wird daraus demnächst noch eine Hochzeit. Quelle: AP
Facebook hat bereits die Android- und die Apple-Welt erorbert - die App gehört zu den am meisten runtergeladenen Apps. Das Problem für Facebook: Für die Werbung, die im Internet auf der Social-Network-Seite überall ausgespielt wird, bleibt auf den kleinen Smartphone-Bildschirmen kaum Platz. Facebook arbeitet daher bereits seit 2010 an einem eigenen Telefon. Doch die Entwicklungsprobleme haben dem größten Sozialnetzwerk mehrere Mal aus der Bahn geworfen. Jetzt folgt laut New York Times der dritte Versuch. 2013 könnte das Facebook-Telefon auf den Markt kommen. Quelle: REUTERS
Oracle plante die Übernahme vom Blackberry-Hersteller Research in Motion. Der Datenbankspezialist hatte bisher stets ein Auge auf den Smartphonemarkt und scheute auch nicht die juristische Auseinandersetzung um Patente mit Google. Doch Oracle-Chef Larry Ellison entschied sich dafür von RIM die Finger zu lassen. Das kanadische Unternehmen strauchelt, muss Arbeiter entlassen - und fällt ins Visier von Microsoft. Quelle: dapd
Es war Googles Aufschlag, die Antwort auf Apples iPhone, drei Jahre nachdem die Jungs von Cupertino mit ihren Smartphone zur Welteroberung ansetzten. Mit dem Nexus One wollte Google 2010 beweisen: Was Apple kann, können wir schon längst - nämlich Software und Hardware aus einer Hand anbieten. Danach hat sich Google zunächst auf die Entwicklung von Android beschränkt. 2011 kaufte Google den Handyhersteller Motorola für 12,5 Milliarden Dollar auf, die komplette Übernahme glückte im Mai 2012. Folgt jetzt ein neuer Strategiewechsel bei der größten Internetsuchmaschine? Quelle: AP
Klein, liegt gut in der Hand, mit ihm kann man bereits sparen - eigentlich ist Sony's PlayStation Portable, Model Vita wie geschaffen für den nächsten Schritt: mobiles Internet und telefonieren. Spekulationen darüber gab es immer wieder. Das Ergebnis: Im Jahr 2010 ... Quelle: dapd
... brachte Sony Ericsson mit dem Xperi Play ein aufklappbares Handy zum Daddeln heraus. Quelle: dapd

Profitieren könnten davon beide Seiten: Yahoo könnte die Werbeallianz mit Facebook helfen, Teile des Umsatzes, den es an jüngere Internetunternehmen verloren hat, wieder wettzumachen. Und Facebook hat damit die Möglichkeit, die an die individuellen Interessen seiner weltweit 900 Millionen Nutzer angepasste Werbung nicht nur auf seiner eigenen Seite, sondern auch in anderen, viel frequentierten Bereichen zu zeigen. Yahoo unter seinem damaligen Chef Scott Thompson hatte Facebook im März verklagt und dem Betreiber des weltweit größten sozialen Netzwerks im Internet die Verletzung von zunächst zehn und später zwölf Yahoo-Patenten vorgeworfen.

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Kritiker sahen darin eine Verzweiflungstat eines Unternehmens, dem die Ideen ausgegangen waren. Kurz darauf kaufte Facebook 750 Patente vom Computerkonzern IBM und weitere 650, die sein Großaktionär Microsoft von AOL übernommen hatte. Anschließend reichte Facebook seinerseits Patentklagen gegen Yahoo ein. Thompson verlor seinen Chefposten bei Yahoo vor zwei Monaten, nachdem falsche Angaben in seiner Biografie Zweifel an seiner Integrität hatten aufkommen lassen. Sein Ausscheiden ebnete den Weg für eine Beilegung des juristischen Streits. Für Facebook geht damit die juristische Auseinandersetzung mit Yahoo weniger als zwei Monate nach dem turbulenten Börsengang des Unternehmens zu Ende.

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