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Positive Jahresbilanz Google macht erstmal über 10 Milliarden Dollar Umsatz

Trotz eines Umsatzsprungs hat der Internet-Konzern Google die Investoren enttäuscht. Wegen hoher Investitionskosten ist der Gewinn weniger stark gestiegen als Marktexperten erwartet hatten.

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Google hat ein sehr erfolgreiches Jahr 2011 hinter sich. Quelle: Reuters

San Francisco Der Internet-Konzern Google hat trotz eines Umsatzsprungs und eines höheren Gewinns im vergangenen Quartal die Investoren enttäuscht. Die Aktie rutschte nachbörslich zeitweise um mehr als neun Prozent ab. Der Umsatz war im Schlussquartal 2011 auf 10,6 Milliarden Dollar gestiegen - ein Plus von 25 Prozent im Jahresvergleich. Es ist das erste Mal, dass Googles Quartalserlöse über zehn Milliarden Dollar liegen. Der Gewinn verbesserte sich aber nur von 2,54 auf 2,71 Milliarden Dollar, wie Google am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Die Erwartungen der Marktexperten wurden mit den Zahlen verfehlt.

Google verwies unter anderem auf hohe Investitionen in Rechenzentren und andere Infrastruktur. Das im Sommer gestartete Online-Netzwerk Google+ habe inzwischen 90 Millionen Mitglieder, gab Konzernchef Larry Page bekannt. Google konkurriert mit seinem sozialen Netzwerk mit dem weltweiten Marktführer Facebook, der bereits mehr als 800 Millionen Mitglieder hat.

Google hat insgesamt ein sehr erfolgreiches Jahr hinter sich. Die Gewinne in den ersten drei Quartalen lagen jeweils deutlich über denen des Vorjahres. Nur in den ersten drei Monaten 2011 konnte der Internetriese die Erwartungen der Analysten nicht ganz erfüllen. Ein Gewinn von 2,3 Milliarden Dollar (plus 18 Prozent) und ein Bruttoumsatz von 8,58 Milliarden Dollar (plus 27 Prozent) haben den Analysten nicht gereicht. Verantwortlich für das Verfehlen der Gewinnerwartung war unter anderem eine zehnprozentige Gehaltserhöhung für alle 26.000 Mitarbeiter, die Ende 2010 in Kraft getreten ist, sowie ein beschleunigter Personalaufbau. Allein im ersten Quartal stellte der Suchmaschinengigant 1.900 neue Mitarbeiter ein.


Larry Page mit gutem Start

Genau beobachtet wurden die ersten Amtshandlungen des neuen Chefs Larry Page, der am 4. April 2011 den Posten als CEO von Eric Schmidt übernommen hatte. So wurde der (natürlich noch unter Schmidt vorbereitete) Start des Facebook-Konkurrenten Google+ zu einem großen Erfolg, bis Jahresende haben sich mehr als 62 Millionen Menschen bei dem Sozialen Netzwerk angemeldet. Doch nur ein Bruchteil des Konzernumsatzes entfällt auf die neuen Spielwiesen wie Google+ oder das Smartphone-Betriebssystem Android. Den mit Abstand größten Teil machte auch im zweiten Quartal die Werbung in der angestammten Suchmaschine aus.

In Zahlen ausgedrückt heißt das: Google setzte von April bis Juni 2011 rund neun Milliarden Dollar um, was 32 Prozent mehr war als im Vorjahresquartal. Trotz gestiegener Ausgaben konnte der Konzern aus Mountain View mit einem Gewinn von 2,5 Milliarden Dollar die Erwartungen der Analysten deutlich übertreffen.

Noch besser lief das dritte Quartal. Auch hier übertraf Google sämtliche Erwartungen. Der Quartalsgewinn von 2,7 Milliarden Dollar war ein Viertel höher als im Vorjahr, der Bruttoumsatz legte sogar um ein Drittel auf 9,72 Milliarden Dollar zu.

In nur sechs Monaten konnte Larry Page das Barvermögen des Konzerns von 36,7 Milliarden Dollar auf 42,6 Milliarden Dollar steigern. Und das, obwohl die Ausgaben zwischenzeitlich auf einem Rekordhoch angekommen waren.

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