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Pressestimmen So bewerten US-Medien den T-Mobile-Sprint-Deal

N ach zwei gescheiterten Versuchen soll die Fusion auf dem US-Mobilfunkmarkt diesmal klappen.  Quelle: Reuters

Die meisten US-Medien können der geplanten Fusion durchaus etwas positiv abgewinnen. Doch sie prophezeien dem Vorhaben noch einen steinigen Weg.

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Die Tochter der Deutschen Telekom, T-Mobile US, will den kleineren Konkurrenten Sprint kaufen. Die Milliarden-Fusion könnte die Kräfteverhältnisse auf dem umkämpften amerikanischen Mobilfunkmarkt neu definieren. Die US-Medien warnen jedoch, dass ein Zusammenschluss in diesen Dimensionen noch vor großen Hürden steht.

„Endlich“, schreibt die Nachrichtenagentur „Bloomberg“ über den Deal. Die in New York ansässige Medienfirma argumentiert, dass T-Mobile US und Sprint sich gegenseitig brauchen. Es herrscht enormer Konkurrenzdruck in der amerikanischen Branche.

Falls die geplante Übernahme des Mediengiganten Time Warner durch AT&T grünes Licht bekommt, könnte der Mobilfunkanbieter Verizon dazu animiert werden, auch eine eigene branchenübergreifende Mega-Fusion anzustreben. Der Chef von T-Mobile, John Legere, der das neue Unternehmen leiten soll, habe sich als „Meister des Brandings“ erwiesen, nachdem er „T-Mobile US vom Gruppenletzten gehoben und Sprint als Nummer drei der Branche überholt hat“. Die Marke Sprint könnte durch die Fusion verschwinden, da die Firma unter dem Namen T-Mobile operieren soll.

„Bloomberg“ resümiert: „Es war ein langer Weg bis zu diesem Punkt, aber wir sind noch weit von einem abgeschlossenen Deal entfernt. Hoffen wir, dass dies das letzte Mal ist, dass wir über die Was-wäre-wenn-Fragen eines Deals zwischen T-Mobile und Sprint nachdenken müssen.“

Und auch die „New York Times“ argumentiert, dass „viel auf dem Spiel steht“. Die Fusion würde dem Unternehmen im Kampf gegen die Branchenführer Verizon und AT&T, die derzeit einen Großteil des amerikanischen Mobilfunkmarktes kontrollieren, „ernsthafte Bedeutung“ verleihen. T-Mobile, welches an Auftrieb gewann dank eines „äußerst beliebten unbegrenzten Datentarifs und einer aggressiven Marketingkampagne, sprang über seinen belagerten Rivalen Sprint hinweg“, lobt die US-Zeitung.

Das „Wall Street Journal” meint, dass „neue Technologien, eine starke Konkurrenz und ein alternder Handybereich Sprint und T-Mobile US gegenseitig in die Arme getrieben haben.“ Doch die Firmen stehen vor einem „ harten Kampf“ in Washington.

„Die republikanische Regierung war nicht immer offen für große Unternehmenszusammenschlüsse,“ meint das US-Blatt. Das US-Justizministerium verklagte AT&T im vergangenen November, um die 85 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Time Warner zu blockieren.

Und auch die „Financial Times” prophezeit, dass der Deal auf Widerstand von US-Behörden treffen könnte. Während Investoren und Unternehmer weniger regulatorische Hürden vom Weißen Haus unter US-Präsident Donald Trump erwartet hatten, stellte sich dies als falsche Hoffnung heraus.

Die Finanzzeitung ist jedoch überzeugt, dass der Deal ein „großer Erfolg“ für die Deutsche Telekom ist. Es war ein „langer Weg“ zur Einigung für die Deutsche Telekom und Softbank, den jeweiligen Mehrheitsaktionären von T-Mobile US und Sprint.

Doch auch kritische Stimmen kommen in US-Medien zu Wort. Die auf Technologie spezialisierte Webseite „Gizmodo” bezeichnet den Deal als „furchtbar“. Der Zusammenschluss würde die Nummer drei des Marktes kreieren, mit fast 100 Millionen Kunden.

„Nach Jahren des hin-und-wieder-Flirtens … haben sich Sprint und T-Mobile schließlich auf eine Fusion geeinigt, die einen bereits weitgehend konkurrenzlosen Markt für Mobilfunkbetreiber noch weiter konsolidieren wird.“

Vier große Mobilfunkanbieter - AT&T, Verizon, T-Mobile und Sprint - machen momentan 98 Prozent des gesamten Mobilfunkmarktes in den USA aus. Mit der Fusion würde die Zahl auf drei schrumpfen, die sich „gleiche Teile des Kuchens teilen werden - abgesehen von einigen Krümeln, die für regionale Anbieter übrig bleiben.“

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