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Quartalszahlen Apple-Aktie bricht ein

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27 Prozent auf neueste iPhone Generation umgestiegen

Fasst man Cooks Ausführungen zusammen, inklusive der gewaltigen Werbekampagne zur Einführung der Uhr und der üblichen, überhöhten Apple Rethorik, entsteht der Eindruck, dass die Apple Watch zumindest zum Start nicht ganz so der Renner ist, den sich der Konzern erhofft hatte.

Zudem muß Cook schon wegen seines Amtes den Chefoptimisten mimen. Würde er nur den leisesten Zweifel am Erfolg der Uhr äußern, wäre die Produktkategorie dem Untergang geweiht.

Doch eigentlich ist die Apple Watch nur für die Psyche des Konzerns wichtig. Um zu zeigen, dass seine Mitarbeiter  noch immer Bestseller zaubern und Märkte aufmischen können, wie künftig das Fahrzeuggeschäft.

Für die Zahlen ist sie nicht relevant, was auch noch lange so bleiben wird. Selbst wenn Apple im vergangenen Quartal Uhren für 1,5 Milliarden Dollar verkauft hätte, entspräche das nur drei Prozent des Umsatzes.

Viel entscheidender für Apples unmittelbare Zukunft ist eine ganz andere Frage. Wieviel Wachstum steckt noch im iPhone?

Denn da Apples Tablet trotz aller Bemühungen wie einer Vermarktungsallianz mit IBM nicht in die Gänge kommt - im Frühjahrsquartal wurden 18 Prozent weniger iPads als im Vorjahrszeitraum verkauft - ist Apple mehr denn je abhängig von seinen Smartphones. Ihr Absatz macht derzeit knapp zwei Drittel des Umsatzes aus. Vor allem in Deutschland lief das Geschäft im Frühjahrsquartal glänzend, wo sich die Verkäufe verdoppelten.

Doch weltweit zeigt das Smartphone-Geschäft Sättigungstendenzen, was Wettbewerber Samsung bereits Probleme bereitet. Zumindest bei den Koreanern sind die Kunden anscheinend nicht mehr bereit, rasch auf die neueste Gerätegeneration zu wechseln. Was auch daran liegt, weil Samsung davon abhängig ist, wie schnell Google sein Android-Betriebssystem erneuert. Hier hat Apple den Vorteil, über sein eigenes mobiles Betriebssystem den Upgrade-Zyklus anfachen zu können.

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Aber auch Apple-Nutzer springen nicht mehr von einer Gerätegeneration zur nächsten. Laut Cook haben derzeit nur 27 Prozent der iPhone Nutzer auf iPhone 6 und 6 plus gewechselt. Was erstaunlich ist, weil sie sich mit ihren größeren Bildschirmen besonders stark von ihren Vorgängern absetzen. Apples Chefoptimist interpretiert das als große Chance. Der nächste Zyklus steht vor der Tür. Für den September wird die nächste Gerätegeneration von Apples Flaggschiff erwartet. Und vielleicht gibt es die Apple Watch zukünftig ja im Bündelpreis dazu.

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