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Quartalszahlen Autobranche hilft Infineon über Durststrecke

Der Chipkonzern Infineon kommt besser voran als erwartet. Vor allem dank guter Geschäfte mit der Automobilindustrie und mit Chipkarten blickt Konzernchef Ploss optimistisch ins Geschäftsjahr.

Deutsche Firmen investieren am meisten in Forschung
Ein Schild mit dem Infineon-Logo Quelle: dpa
Merck Quelle: AP
 In einer Spritzkabine werden die Pflanzen auf rotierenden Tellern durch die Anlage transportiert und mit Wirkstoff besprüht. Quelle: obs
Fahnen mit dem Continental-Logo Quelle: dapd
Das Logo des Softwareherstellers SAP Quelle: dapd
Eine Mitarbeiterin der Bayer Bitterfeld GmbH posiert in Bitterfeld mit einer Aspirintablette des Unternehmens in der Hand Quelle: dapd
Ein Arbeiter montiert im BMW-Werk in Muenchen das BMW-Logo auf eine Motorhaube einer 3er BMW-Karosserie Quelle: dapd

Der Chiphersteller Infineon hat sich im traditionell schwächeren ersten Geschäftsquartal besser geschlagen als erwartet und bleibt für das Gesamtjahr zuversichtlich. „Der erfreuliche Auftragseingang und die Konjunkturprognosen für die globale Wirtschaft bestätigen uns in unserem Ausblick: Infineon wächst 2014 profitabel“, erklärte Konzernchef Reinhard Ploss am Donnerstag in München.

Weil Maßnahmen für eine effizientere Produktion schneller umgesetzt wurden, lag die Rendite der früheren Siemens-Tochter im ersten Quartal 2013/14 (30. September) mit 11,8 Prozent spürbar höher als das Unternehmen noch im November in Aussicht gestellt hatte. „Das Ergebnis übertraf unsere Erwartungen“, erklärte Ploss. Ursprünglich hatte er nur acht bis zehn Prozent Rendite in Aussicht gestellt. An der Börse kamen das gut an: Infineon-Papiere legten zum Handelsbeginn in einem nahezu unveränderten Markt um gut 4 Prozent zu.

Insgesamt lief das Geschäft zwischen Oktober und Ende Dezember aber wie erwartet schleppender. Der Umsatz ging im Vergleich zum Vorquartal um sieben Prozent auf 984 Millionen Euro zurück, der operative Gewinn sackte sogar um 22 Prozent auf 116 Millionen Euro ab. Unter dem Strich verdiente Infineon nur noch 87 Millionen Euro, nach 142 Millionen Euro im Vorquartal. In der Halbleiterbranche ist wegen schwankender Preise der Vergleich mit dem Vorquartal statt dem Vorjahreszeitraum üblich.

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Im laufenden zweiten Quartal will Infineon vor allem von den guten Geschäften mit der Automobilindustrie und mit Chipkarten profitieren und den Umsatz um einen mittleren einstelligen Prozentsatz steigern. Die Rendite dürfte dann zwischen 10 und 13 Prozent liegen, erwartet das Unternehmen. Den Ausblick für das Gesamtjahr bekräftigte Infineon: Demnach soll der Umsatz von zuletzt 3,8 Milliarden Euro um 7 bis 11 Prozent klettern bei einer operativen Rendite zwischen 11 und 14 Prozent.

Fast die Hälfte seiner Umsätze erwirtschaftet Infineon mittlerweile im Automobilgeschäft. Hier gaben die Umsätze angesichts der guten Nachfrage speziell von den deutschen Autobauern im ersten Quartal nur leicht um ein Prozent auf 452 Millionen Euro nach. Dank der Elektromobilität könnte die Auto-Sparte weiteren Schub bekommen. Außerdem dürfte der Handy- und Tablet-Boom den Konzern weiter antreiben. Das Unternehmen liefert vor allem Komponenten für Ladegeräte. Bis spätestens 2017 will Infineon fünf Milliarden Euro umsetzen.

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