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Quartalszahlen Der Datenschutz setzt Facebook zu – Konzern investiert Milliarden

Facebook sieht die Zukunft im „Metaverse“. Quelle: Reuters

Facebook hat die Umsatzerwartungen der Analysten verfehlt – verdient aber besser als gedacht. Die Geldmaschine des Online-Riesen ist weiter widerstandsfähig: das Geschäft mit der Werbung.

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Mitten in den schwierigen Zeiten für seine Werbesparte positioniert Facebook sein Zukunftsgeschäft mit virtuellen Realitäten neu. Noch im laufenden Jahr erhalte das Facebook Reality Labs (FRL) genannte Segment ein separates Standbein neben den Apps Facebook, Instagram, Messenger und Whatsapp, kündigte der US-Konzern am Montag nach Börsenschluss an. Unterdessen bekommt das weltgrößte soziale Netzwerk die neuen Datenschutz-Regeln von Apple immer mehr zu spüren. Die Erlöse im dritten Quartal stiegen zwar um 35 Prozent auf rund 29 Milliarden Dollar, lagen damit aber deutlich unter den Erwartungen. Auch Facebooks Umsatzprognose von 31,5 bis 34,0 Milliarden Dollar für das laufende Quartal enttäuschte.

Das neue Betriebssystem für Apples iPhone macht es schwerer, Werbung zu personalisieren, wodurch sie als weniger wirksam gilt. Facebook erzielt rund 97 Prozent seiner Einnahmen mit Werbung. Nun sprach das Unternehmen von einer „erheblichen Unsicherheit“ durch das neue iOS-System. Ähnlich hatte sich auch Snapchat-Betreiber Snap geäußert und damit seine Aktie auf Talfahrt geschickt. Bei Facebook hingegen ging es nachbörslich sogar hoch. Anleger schauten mehr auf die Pläne für die Neupositionierung des Geschäfts mit virtuellen Realitäten, zu dem auch Oculus gehört, und den Aufbau einer Online-Welt - das sogenannte „Metaversum“.

Die Vision von Firmenchef Mark Zuckerberg ist es, dass letztlich Facebook-Nutzer mit Hilfe von virtuellen Realitäten zwischen verschiedenen Geräten und Anwendungen in der digitalen Welt hin und her springen und miteinander kommunizieren können. Weitere Details über die Pläne erhoffen sich viele von der Entwicklerkonferenz am Donnerstag. Medienberichten zufolge könnte sich der Konzern dann auch einen neuen Namen verpassen. Am Dienstag war eine Umbenennung kein Thema.



Mehr als jeder dritte Mensch bei Facebook

Inzwischen zählt das Netzwerk, zu dem neben der gleichnamigen Plattform auch der Messenger Whatsapp und die Foto-Plattform Instagram gehören, monatlich 2,9 Milliarden aktive Nutzer. Damit ist mehr als jeder dritte Bewohner der Welt bei dem US-Konzern angemeldet.

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    Neben den jüngsten Herausforderungen im Werbegeschäft plagen Facebook weitere Probleme. Dazu gehören Vorwürfe an das von Zuckerberg 2004 gegründete Unternehmen, zu wenig gegen Falschinformationen und Hassrede zu tun, die durch die Aussagen der Ex-Mitarbeiterin Frances Haugen noch mal geschürt wurden. Sie wirft Facebook vor, Gewinne über Sicherheit gestellt zu haben. Vor dem britischen Parlament betonte Haugen am Montag, die Algorithmen dürften nicht länger extreme und teilende Inhalte antreiben.

    Die aktuelle Welle kritischer Medienberichte auf Basis interner Unterlagen wies Zuckerberg unterdessen als „koordinierten Versuch“ ab, Facebook im falschen Licht darzustellen. Unter den Vorwürfen, die auf die ehemalige Facebook-Mitarbeiterin Haugen zurückgehen, wiegt besonders schwer, der Konzern habe dank Umfragen und Datenanalysen durchaus gewusst, dass seine Dienste im realen Leben Schaden anrichteten - aber dies ignoriert, um Geld zu verdienen.



    Am Dienstag sollen der weltgrößte Online-Werbeplatz Alphabet und Twitter ihre Quartalszahlen veröffentlichen. Experten rechnen nicht damit, dass die beiden US-Firmen so stark wie Facebook von den Auswirkungen des Apple-Updates betroffen sind.

    Mehr zum Thema: Störungen der Seite und die Enthüllungen einer Ex-Mitarbeiterin setzen Facebook zu. Doch die Vizechefin in Europa sagt: Die Diskussionen werden zu einseitig geführt, denn Facebooks Investitionen werden unterschlagen.

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