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Quartalszahlen von Facebook, Google & Co. Mobile regiert die Welt

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Gut gerüstet für das mobile Zeitalter

Befeuert von einer jährlichen Wachstumsrate von satten 43 Prozent blicken Analysten wie Anleger bei den großen, auf Anzeigenerlöse erpichten Internet-Konzernen daher vor allem auf das Abschneiden in der mobilen Welt.

Und genau dort zeigen sich deutliche Unterschiede - die einen wichtigen Grund liefern für das Befeuern oder Abstrafen der jeweiligen Aktie.

Beispiel Yahoo: Konzernchefin Mayer hat just bei der jüngsten Vorlage ihrer Zahlen erstmals auch den Anteil des mobilen Geschäfts am Gesamtumsatz verraten. Und der liegt immerhin bei gut 20 Prozent der Quartalserlöse von rund 1,1 Milliarde Dollar – und damit besser, als Analysten vorher geschätzt hatten.

Wie groß ist WhatsApp wirklich?
Am Dienstag veröffentlichte Whats-App aktuelle Nutzerzahlen. Das Ergebnis: Mehr als eine halbe Milliarde Menschen auf der Welt nutzt die Chat-App. Aber wie viel sind 500 Millionen im Vergleich zu anderen Kommunikations- und Networkplattformen? Quelle: dpa
Verglichen mit der internationalen Konkurrenz ist  Xing nur ein kleines Social Network. Trotzdem ist es das größte berufliche Netzwerk in Deutschland. Dabei können Nutzer sich nicht nur beruflich (und privat) vernetzen, sondern auch Stellenangebote und –gesuche inserieren. Mittlerweile hat Xing weltweit rund 14 Millionen Nutzer. Der größte Teil daraus (7 Millionen) stammt aus Deutschland (Stand: Dezember 2013). Quelle: dpa
Die Plattform Vimeo bietet seinen etwa  100 Millionen Besuchern (Firmenangaben) die Möglichkeit, eigens produzierte Filme hochzuladen und fremdes Material anzusehen. Dabei dürfen nur von Personen Filme hochgeladen werden, die auch maßgeblich an der Entstehung des Produkts beteiligt waren. Besonders auffällig: Rund 400.000 Nutzer des Video-Dienstes zahlen monatlich zwischen 60 und 200 Dollar für die Nutzung.
Tumblr: Im Jahr 2007 wurde die Blogging-Plattform Tumblr gegründet. Die Nutzer können Texte, Bilder, Links und Videos veröffentlichen. Laut dem Statistik-Portal „Statistia“ hat die Plattform im vergangenen Jahr in etwa 110 Millionen monatliche Besucher. Mittlerweile gehen Schätzungen sogar von 130 Millionen Nutzern aus. Seit 2013 gehört das Unternehmen zu Yahoo.
Instagram: Die Foto-App Instagram hat nach Firmenangaben vor kurzem die rund 200-Millionen-Nutzer-Marke durchbrochen. Mit eingebauten Farb- und Effektfiltern lassen sich gewöhnliche Schnappschüsse des Alltags in eigene kleine Kunstwerke verwandeln. Etwa 20 Milliarden Fotos sind bei Instagram derzeit im Umlauf.
Der Kurznachrichtendienst Twitter ist in besonderem Maße von seinen Nutzern abhängig – denn seit 2013 ist Twitter an der Börse. Und die Anleger betrachten die Entwicklung der Nutzerzahlen ganz genau, als Indikator für den Gesundheitszustand des Unternehmens. Im vierten Quartal 2013 verzeichnete das Unternehmen 241 Millionen aktive, monatliche Nutzer. Tendenz: stagnierend. Quelle: dpa
Etwa 57 Millionen Menschen nutzen das soziale Bildernetzwerk Pinterest. Der Name des Netzwerks setzt sich aus dem englischen „pin“ (anheften) und „interest“ (Interesse) zusammen. Damit ist der Name bereits Programm: Mittels Bilder und Fotos können die Nutzer ihre eigenen Interessen an virtuelle Pinnwände anheften und die Interessen anderer Mitglieder sehen. Quelle: dpa

Ganz anders ist die Situation dagegen bei Google: Zum einen sprudelt die Haupteinnahmequelle Online-Werbung mit einem Plus von 17 Prozent nicht mehr so stark wie früher. Zum anderen macht Google aber vor allem die Verbreitung von Smartphones zu schaffen. Wegen der kleinen Bildschirme verdienen die Kalifornier mit Werbung auf mobilen Geräten weniger verdienen als auf einem PC – die Smartphones versauen Google also das Geschäft.

Dass es auch anders geht, beweist vor allem Facebook. Denn Unternehmensgründer und -chef Mark Zuckerberg hat den rasanten Bedeutungszuwachs von Mobile am eigenen Leibe erfahren: Als Facebook kurz nach dem Börsengang 2012 dramatisch abgestraft wurde, war der Grund vor allem die seinerzeit noch fehlende Monetarisierung im Mobilgeschäft.

Die Aktie hatte sich seinerzeit vom Ausgabekurs glatt halbiert. Aber: Zuckerberg fackelte nicht lange und startete Mitte 2012 die Aufholjagd.

Facebook in Zahlen

Und die verlief rasant: Bereits im Dezember-Quartal 2013 hat Facebook erstmals mehr Werbeerlöse an Mobilgeräten denn an stationären Computern erzielt. Heute, nur sechs Quartale nach Zuckerbergs Gegenschlag, erwirtschaftet Facebook bereits fast zwei Milliarden Dollar mit Anzeigen auf Smartphones und Tablets – das sind rund 62 Prozent des Gesamtumsatzes. Insgesamt profitiert das soziale Netzwerk also stark von den begehrten Werbeeinnahmen im Mobilgeschäft.

Auch bei der Nutzung ist das weltgrößte soziale Netzwerk längst ein Mobil-Gigant: Mehr als 1,1 Milliarden Nutzer greifen monatlich per Smartphone auf Facebook zu; täglich sind es über Millionen – letzteres bedeutet ein Plus von 30 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.

IT



Gemeinsam mit den zugekauften Mobil-Apps Instagram und WhatsApp sitzt Facebook damit mehr oder weniger auf jedem Smartphone rund um den Globus: Das Foto-Netzwerk Instagram kommt inzwischen auf 230 Millionen aktive Nutzer im Monat, der Messenger WhatsApp gar auf mehr als 600 Millionen.

Mobile regiert zunehmend die Welt. Und Facebook scheint gut gerüstet für den weiteren Gang in das mobile Zeitalter. Besser jedenfalls als seine Rivalen, die teilweise mit der richtigen Monetarisierung auf Smartphones und Tablets noch hadern.

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