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Quartalszahlen zeigen stagnierenden Umsatz Apple macht deutlich weniger Gewinn

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Harte Konkurrenz in Asien

Was Apple Neues bringt
Die wohl bedeutendste Neuerung ist die Generalüberholung des Betriebssystems für das Smartphone iPhone und den Tablet-Computer iPad. Unter anderem hat das Design eine Generalüberholung erfahren und ist durch den Verzicht auf viele 3D-Logos „flacher“ in der Ansicht geworden. Quelle: REUTERS
Das Betriebssystem iOS 7 sei die wichtigste Änderung an der Software seitdem das iPhone auf den Markt gekommen sei, so Apple. Von den Neuerungen sollen auch ältere Geräte bis zum iPhone 4 profitieren können. Verfügbar wird die Software ab Herbst sein. Quelle: REUTERS
Der Wechsel zwischen mehreren Webseiten wird bei iOS 7 durch ein neues Scroll-Feature ermöglicht. Quelle: REUTERS
Auch der Mediendienst iTunes erhält einen neuen Anstrich. Quelle: REUTERS
Es ist keine Revolution, aber Apple bietet jetzt einen eigenen Streaming-Dienst an, der Musik etwa auf das iPhone überträgt: „iTunes Radio“. Der Dienst ist jedoch vorerst nur in den USA erhältlich. Quelle: dpa
Das Angebot „iTunes Radio“ enthält Werbeanzeigen und ist kostenfrei. Quelle: AP
Apple hat zudem ein neue Betriebssystem mit dem Namen OS X Mavericks vorgestellt für die Computer und Notebooks des Hauses. Die Neuentwicklung soll unter anderem eine engere Verzahnung mit iPhones und iPads ermöglichen. Quelle: dpa

Während sich die Umsatzeinbußen in Europa hauptsächlich mit den wirtschaftlichen Schwierigkeiten des alten Kontinents erklären lassen, bedeuten die besonders starken Einbußen in Asien, dass dort Erzkonkurrent Samsung sowie die chinesischen Herausforderer Huawei, Lenovo und ZTE Marktanteile auf Kosten von Apple gewonnen haben. Das ist eine Niederlage. Bisher hatte Cook das Reich der Mitte immer als wichtigsten Wachstumsmarkt gepriesen. Besonders in Hongkong ging die Nachfrage dramatisch zurück. „Es ist nicht ganz klar, was die exakten Gründe dafür sind“, räumte Cook gegenüber Analysten ein. Er blieb jedoch bei seinem Optimismus und charakterisierte die Einbußen als Ausreißer.

Ansonsten haben Apples Quartalszahlen mit der aktuellen Produktlinie gemein, dass sie nicht überraschen. Die Analysten hatten ihre Erwartungen wegen des Mangels an neuen Produkten ohnehin nach unten geschraubt.

Aufhorchen lässt nur ein Halbsatz in Apples offizieller Pressemitteilung. Dort lässt sich Cook zitieren, dass man neue Produkte im Herbst und im Jahr 2014 einführen werde. Das ist neu. Bislang hatte der Apple-Konzernchef immer den Herbst herausgehoben. Entweder stimmen die aus Asien stammenden Gerüchte, dass es Produktionsschwierigkeiten mit dem neuen iPhone gibt - oder Cook hat ganz gezielt den Start von Produktlinien verschoben, um erhöhte Nachfrage besser abfedern zu können. Er ist durch den Lapsus bei der Einführung des erneuerten iMacs im Herbst vergangenen Jahres sensibilisiert. Dort konnte Apple monatelang die Nachfrage nicht stillen und musste Kunden vertrösten.

IT



Dass die Apple-Aktie im nachbörslichen Handel trotzdem um vier Prozent anziehen konnte, liegt daran, dass viele Anleger auf einen Umsatzschub durch die angestaute Nachfrage spekulieren. Die ist mittlerweile so groß, dass sich wegen der Markentreue der Apple-Fans und deren Investment in Apps sogar ein durchschnittliches Produkt in großen Mengen verkaufen lassen würde. Zudem haben die Mobiltelefongesellschaften AT&T sowie T-Mobile USA gerade neue Upgrade-Programme aufgelegt.

Gegen Zahlung von zusätzlichen Gebühren erlauben sie nun das Upgrade auf neue Modelle schon nach einem Jahr, statt der bisher üblichen 24 Monate. Das zielt hauptsächlich auf die Käufer des iPhone5.

Richtig interessant werden erst die nächsten Quartalszahlen, die der Konzern im Oktober präsentieren wird. Falls sich der Marktstart des iPhone5-Nachfolgers nicht in den Oktober hinein verzögert, werden sie dann schon die ersten Verkaufszahlen des neuen Modells enthalten.

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